Die Kulturgeschichte einer Köstlichkeit

Im Schlossmuseum Linz findet vom 19. September bis 4. November 2007 die erste Österreichische Schokoladenausstellung statt. Sie erzählt den Weg «von der Kakaobohne bis hin zur Confiserieschokolade», verrät, wie Gourmets Schokolade fachmännisch genießen und zeigt mit einem Blick in die Kunstgeschichte und die Alltagskultur, dass die süße Versuchung der Schokolade in unterschiedlichsten Formen gestaltet wurde und auch heute noch gestaltet wird.
Von den Olmeken bis ins 21. Jahrhundert führt die Ausstellung und widmet sich der Kulturgeschichte und Herstellung von Schokolade über Jahrhunderte und Jahrtausende. Sie beginnt mit den Mythen bei den Maya-Göttern im Regenwald von Yukatan und der Entdeckung der Schokolade durch die Spanier: Auf seiner vierten Reise nach Amerika landet Kolumbus in Nicaragua und sieht als erster Europäer Kakaobohnen, die dort zur Zubereitung eines Getränkes verwendet werden, ihre wahre Bedeutung erkennt aber erst Hernan Cortez um 1519.
Die Besucher erfahren, wie ein nunmehr «heißes und süßes Getränk» von Spanien aus seinen Siegeszug in Europa antritt und im Gegensatz zum Kaffee von einer «nichtstätigen» aristokratischen Elite genossen wird. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts ermöglichen verbesserte Produktionsverfahren und technische Innovationen, dass Schokolade auch für Bürger erschwinglich wird.
Schokolade mit allen Sinnen genießen - Die Besucher sind eingeladen, Schokoladesorten aus verschiedenen Ursprungsländern zu probieren und spezielle Schokoladenprodukte aus unterschiedlichen Ländern zu entdecken, sich mit der Frage von Qualität sowie physiologischen und psychologischen Faktoren rund um den Genuss von Schokolade zu beschäftigen. Beispiele aus der zeitgenössischen Kunst zeigen, dass Schokolade damals wie heute Genießern und kreativen Köpfen Quelle für Inspiration und Muße war bzw. ist.
Götterspeise Schokolade
19. September bis 4. November 2007
im Schlossmuseum Linz
-
