Gebaute Ideologie
| 06.11.07 | Architektur | Archiv | |
| 08.11.07 bis 08.11.07 » Haus der Kunst | |
![]() Als Adolf Hitler 1937 das «Haus der Deutschen Kunst» eröffnete, fand dieses Ereignis in der internationalen Presse breites Echo. Wo entstehen heute innovative Repräsentationsbauten, die ein so starkes Interesse wecken? Scheinbar auch – wenn nicht sogar bevorzugt – in nicht demokratischen Gesellschaften wie beispielsweise China. In Peking realisiert OMA, das Büro von Rem Koolhaas, den Hauptsitz von China Central Television CCTV, und Herzog & de Meuron das Nationalstadion für die Olympischen Spiele 2008. In Libyen baut ein Berliner Architekturbüro ein neues Regierungsviertel, in den Interessanterweise waren 1937 in einer nationalistisch geprägten Gesellschaft baulich auch ganz andere Lösungen möglich als «internationaler Klassizismus»: Ein Architekt wie Oscar Niemeyer (geb. 1907) konnte in Brasilien seine persönlichen Vorstellungen verwirklichen. Er wusste – anders als Paul Ludwig Troost beim Haus der Kunst – Zweckmäßigkeit mit dem Eindruck großer Leichtigkeit bzw. Luftigkeit zu vereinen und verlieh manchem Bau eine kommunistische Prägung. Sein erstes Gebäude entstand just 1937. 8. November 2007 16 Uhr, Einführung 16.30 Uhr, Vortrag 18 Uhr, Vortrag 20 Uhr, Podiumsdiskussion Haus der Kunst Prinzregentenstrasse 1 D - 80538 München T: 0049 (0)89 21127-113 F: 0049 (0)89 21127-157 E: mail@hausderkunst.de W: http://www.hausderkunst.de Öffnungszeiten: | Haus der Kunst, München China Central Television CCTV, Peking Olympia Stadion, Peking |
