Arte povera bis minimal

28.01.2010

07.06.2009 bis 31.01.2010  

Mit einer großen Werkschau bietet das Museum Wiesbaden von Juni 2009 bis Ende Januar 2010 Einblicke in eine der bedeutendsten Privatsammlungen, die in der Bundesrepublik Deutschland seit den 1970er Jahren entstanden sind. Die Sammlung Lafrenz besticht durch eine überzeugende und präzise Konzentration auf Schlüsselpositionen und –werke in der Tradition der 1960er und 1970er Jahre. Minimal Art, Konzeptkunst, Arte Povera und auch das, was sich zwischen diesen Polen bewegt, haben seit über 30 Jahren Eingang in die Hamburger Sammlung gefunden.


Nun bietet das Museum Wiesbaden, bekannt für die thematische wie architektonische Qualität seine Künstlerräume einer eher «stillen» Avantgarde, für einige Monate den Raum und Ort für diese Sammlung. Den Ausgangspunkt bildet der große Ausstellungssaal im Unterparterre, wo Arbeiten von Pier Paolo Calzolari, Marco Gastini und On Kawara sich zwei monumentalen Werken von Mario Merz gegenüber sehen.

Im Hochparterre führt der Rundgang weiter zu Räumen mit Arbeiten von Carl Andre, Robert Ryman und Robert Mangold, von David Novros, Blinky Palermo, Liam Gillick, Brice Marden und Richard Serra. Weiter schliessen Räume mit Alan Uglow, Ulrich Rückriem und Frank Gerritz oder Jake Berthot, Louis Cane, Alan Charlton, Alan Green, Peter Joseph, Ellsworth Kelly und Richard Long an, bevor der Rundgang hier bei Johannes Esper und Martin Gerwers, Sol LeWitt, Jules Olitski, Bruce Nauman und einer raumgreifenden Installation von Daniel Buren endet.

Im ersten Obergeschoss verwandelt sich der Amerikanersaal in einen ausschließlich dem großen Minimalisten Donald Judd gewidmeten Raum und Treppenhaus und zweiten Obergeschoss folgen Begegnungen mit Juan Muñoz, Michael Pfisterer, Andreas Reiter Raabe und James Reineking, ehe die Präsentation in einem ruhig konzentrierten Raum mit Gemälden von Raimund Girke, Jerry Zeniuk, Rolf Rose, Larry Poons und dem Sklate Ring von Richard Long ihren Schlusspunkt findet.

«Konzentration auf das Wesentliche – Stille Werke/Starke Arbeiten» könnte das Leitmotiv dieser Ausstellung lauten, in der eine sehr eigenständige und zusammenhängende bildnerische Sprache formuliert wird.

Künstler: Carl Andre / Jake Berthot / Daniel Buren / Pier Paolo Calzolari / Louis Cane / Alan Charlton / John Mc Cracken / Johannes Esper / Marco Gastini / Frank Gerritz / Martin Gerwers / Liam Gillick / Raimund Girke / Alan Green / Peter Joseph / Donald Judd / On Kawara / Ellsworth Kelly / Sol LeWitt / Richard Long / Robert Mangold / Brice Marden / Herhard Merz / Mario Merz / Juan Muñoz / Bruce Nauman / Kenneth Noland / David Novros / Jules Olitski / Blinky Palermo / Michael Pfisterer / Larry Poons / James Reineking / Andreas Reiter Raabe / Rolf Rose / Ulrich Rückriem / Reiner Ruthenbeck / Robert Ryman / Richard Serra / Alan Uglow / Jerry Zeniuk


Arte povera bis minimal
Einblicke in die Sammlung Lafrenz
7. Juni 2009 bis 31. Januar 2010

Museum Wiesbaden
Friedrich-Ebert-Allee 2
D 65185 Wiesbaden
T 0049 (0)611 335 2198
F 0049 (0)611 335 2192

Öffnungszeiten:
Dienstag 10 - 20 Uhr
Mi bis So/Fe 10 - 17 Uhr

weiterführende Links:

http://www.museum-wiesbaden.de

  • Donald Judd; Untitled, 1984. aluminium plate and tempered glass, je 86,4 x 86,4 x 86,4 cm. Sammlung Lafrenz
  • Mario Merz; Spiraltisch mit Iglu, 1988/95. Eisen, Glas, Gestrüpp, Neonzahlen, Wachs, ca. 130 x 720 x 880 cm. Sammlung Lafrenz
  • Ellsworth Kelly; Untitled, EK 689, 1983. Weathering Steel Wall Sculpture, 129 x 302 x 1,2 cm. Sammlung Lafrenz
  • Juan Munoz; Conversation Piece 2, 1993. Bronze, 150 x 130 x 70 cm. Sammlung Lafrenz
  • Blick in die Ausstellung mit Werken vonRichard Long, Jerry Zeniuk und Rolf Rose. Foto: Ed Restle

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