wundert es nicht mehr, dass in NÖ gegen den Widerstand der damaligen Landesrätin Kranzl die Konzession für Novomatic in ihrem Urlaub getrickst wurde. Das Thema sorgte für politische Kontroversen im nö. Landtag.
Das Glück ist ein Vogerl aus dem Computer

Anfang Juli gab es einen Club 2 zum Thema Spielsucht, der zu einem Duell zwischen einer Pressesprecherin des Glücksspielkonzerns Novomatic und einem Ex-Spielsüchtigen wurde. Der Ex-Spieler versuchte die Pressefrau darauf festzunageln, dass es jederzeit möglich sei, an den Automaten weitaus höhere Einsätze zu machen, als der Gesetzgeber vorgesehen hat.
Auf diesen mehrfach wiederholten Vorwurf und den, dass praktisch jeder Zutritt zu den Automaten hätte, reagierte die Dame jedes Mal, indem sie sie als unwahr und «absurd» vom Tisch wischte, ohne auf sie einzugehen. Der Aufforderung, einfach mitzukommen in ein ganz beliebiges Admiral-Casino (100-Prozent-Töchter von Novomatic) und sich dort umzusehen, kam sie natürlich nicht nach.
Am Rande wurde noch von einem Mathematiker angemerkt, dass Zufallsgeneratoren Computerprogramme sind, die keinen «echten» Zufall erzeugen können. Der Spieler hat keinerlei Kontrolle darüber, wie der Automat eingestellt ist. Aber darum ging es nicht, sondern darum, in wie kurzer Zeit man tausend Euro an den Apparat verlieren kann. Klar, dass man mit Klagsdrohungen auseinanderging.
Novomatic ist ein internationaler Konzern, der groß ins Kultursponsoring eingestiegen ist, denn an Geld mangelt es ihm gar nicht. Er ist eng mit der Politik verquickt, z. B. sitzt der Ex-Minister Karl Schlögl (SPÖ) im Aufsichtsrat, der derzeitige Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) war vorher Novomatic-Generaldirektor und das Finanzministerium und die Gemeinde Wien sind am Wohlergehen des Steuerzahlers Novomatic äußerst interessiert.
Im «Profil» vom 10. August plauderte Herbert Lackner mit dem neuen Generaldirektor Franz Wohlfahrt darüber, welchen Ministerposten dieser gerne hätte (Justiz) und ob das Glück von Gott kommt (ja, sagt Wohlfahrt, als «eine Gnade und ein Geschenk»). Vorher hatte Wohlfahrt auf Lackners Frage, ob man in Admiral-Casinos tatsächlich auf aufgezeichnete (!) Hunderennen wetten (!) konnte, das seien lizensierte Wettprodukte und zulässige Wetten.
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Arbeitsplätze
Ich glaube es war 1978 als ich mit einem Freund Wien besuchte. Wir schliefen bei seinem Cousin. Er hatte sich ein Jahr lang in Wien durch geschnorrt und jetzt seit einem halben Jahr einen Job mit Rufbereitschaft. Die Wirte mit Spielautomaten könnten sich eine versteckte Anlage einbauen lassen, bei der sie auf Wunsch des Gastes die Summe, um die gespielt wird, in Zehner Potenzen erhöhen lassen. Dies sei illegal, müsse also bei einer Kontrolle oder Razzia zurückgestellt werden können und unbemerkt bleiben. Gelegentlich gäbe es Störungen in einer solchen Anlage und damit da nichts anbrennt, muss er die Nacht fit bleiben, um das Problem sofort lösen zu können.
Diese Art von Arbeitsplatz hatte mich als etwa 20 jährigen sehr beeindruckt.
Die Welt dreht sich.