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 <title>kultur-online - ClassiCuß</title>
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 <title>Der Klang der Stille</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_119.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Ich erinnere mich nicht, jemals entspannter eine CD-Rezension geschrieben zu haben. Sie können jedoch, ja Sie sollten sogar, schneller lesen, als ich schrieb. Und während ich nun diesen zweiten Satz meines heutiges Beitrages schreibe, höre ich &amp;laquo;Goya&amp;raquo;, das neue Album von Martin Kälberer, bereits zum zweiten Mal. &amp;laquo;Goya&amp;raquo; nannte Kälberer diese CD, weil die Auseinandersetzung mit den Werken des Malers Franzisco de Goya ihn zu diesen Kompositionen inspirierte. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Im Besonderen de Goyas &amp;laquo;Los Pinturas Negras&amp;raquo;, seine schwarzen Malereien, seine dunklen Gemälde, seien es gewesen. Jene Werke des spanischen Malers, die keine Auftragsarbeiten waren und nicht für die Öffentlichkeit gemalt wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie entstanden in einer Zeit der Verzweiflung über seine Taubheit, der Trauer und der Wut auf und über sein bisheriges Leben. Jene Bilder wurden von Goya niemals erwähnt und er gab ihnen auch keine Namen. Erst nach seinem Tod wurde diese 14 Bilder in dem Landhaus (&amp;laquo;Quinta del Sordo&amp;raquo; - Villa des Tauben – der vorherige Besitzer war ebenfalls taub gewesen), in das er sich zurückgezogen hatte, gefunden. Man &amp;laquo;verpasste&amp;raquo; ihnen Namen und brachte die Pinturas Negras in ein Museum nach Madrid. Die Interpretationen dieser Werke sind und bleiben Mutmaßungen, denn Goya verlor nie auch nur ein Wort darüber, was er sich beim Malen dieser düsteren Kunstwerke dachte, was er dabei fühlte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was Martin Kälberer beim Betrachten dieser Werke empfand, sagt auch er uns nicht mit Worten, sondern mit seiner Musik. So wie Goya Bilder malte, malt Kälberer Musik. Nein, weder düster noch aggressiv, weder depressiv noch laut. Piano, Perkussion, Stimme, Klänge aller Art und ganz besonders das Hang fügen sich zu Martin Kälberers ganz eigenen Klangwelt. Jetzt möchten Sie wissen, was ein Hang ist? Das Wort Hang [haŋ] ist hoch Allemannisch, eine bärndütscher Bezeichnung für die Hand. Der Plural ist weder Hänge noch Hangs sondern Hanghang (aber bitte vergessen Sie nicht, dass g nicht zu sprechen).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hang besteht aus zwei miteinander verbundenen Halbkugeln aus Metall (sie erinnern an die ersten Fotos, die man von UFO sah). Auf der oberen Halbschale (der Ding-Seite) befinden sich Tonfelder (Vertiefungen). Der Korpus des Hang hat einen Durchmesser von 52 cm und eine Höhe von 24 cm. Es wird waagerecht oder senkrecht auf dem Schoß gehalten und mit den Fingern und Händen (deshalb der Name Hang) gespielt. Es ist kein Schlaginstrument und es als eine Trommel zu bezeichnen, es so zu behandeln, würde das Hang und die es bauten, bestenfalls nur verstimmen. Das Hang wird nicht geschlagen, sondern sehr sanft behandelt. Es wird berührt, gestreichelt oder angetippt. Und so wie der Martin Kälberer dieses Instrument berührt, so berühren die Klänge, die er dem Hang entlockt, die Zuhörer. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wer hat’s Hang erfunden? Genau, die Schweizer Felix Rohner und Sabina Schärer! &amp;laquo;Das Hang bedeutet eine Chance, die Musik hinter der Musik wieder zu entdecken, an der Quelle des Schöpferischen zu verweilen und zur Kenntnis zu nehmen, dass es Orte gibt, wo der Mensch nicht produzieren muss, meistern muss, manifestieren muss, gut sein muss&amp;raquo;, sagen Felix Rohner und Sabina Schärer. Dem stimme ich unbedingt zu!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So wie das Album Goya (GLM Music) ein Ohren- und Seelenschmaus ist, so ist die Gestaltung der CD und des Bookletts eine optische Wohltat. Denn in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Till Jenninger sind Goyas Themen nicht nur in die Musik, sondern auch in die grafische Gestaltung der CD eingeflossen. Innehalten, Betrachten, Zuhören - dieses Album ist ein akustischer Genuß im Gegensatz zu jener komprimierten und nervtötenden Dauerbeschallung, vor der zu flüchten immer schwieriger wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;25hundert ClassiCüße für Martin Kälberer und Danke für diese Musik! Bei Martin Kälberers &amp;laquo;Goya&amp;raquo; hat auch die Stille ihren Platz. So schön kann also Stille klingen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlich enstpannt,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Goya---die-neue-CD-von-Martin-Kälberer.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&amp;#039;Goya&amp;#039; - die neue CD von Martin Kälberer&quot; width=&quot;646&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Martin-Kälberer.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Martin Kälberer&quot; width=&quot;826&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Martin-Kälberer---Der-Zauberer-der-stillen-Klänge-.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Martin Kälberer - Der Zauberer der stillen Klänge&quot; width=&quot;960&quot; height=&quot;334&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Foto-aus-dem-Booklett-der-CD-Goya---von-Till-Jenninger.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Foto aus dem Booklett der CD &amp;#039;Goya&amp;#039;; Foto: Till Jenninger&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 22 May 2013 04:01:12 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Ich seufzte mit</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_118.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;In meinem, in die Jahre gekommenen, Ullstein Lexikon der Musik steht geschrieben: Lied, alles Gesungene von nicht zu vielgestaltiger Form. (...) Seit 1770 erhielt es sorgsam ausgearbeitete Klavierbegleitungen. Damit entstand die neue Kunstform Lied. Sie trägt so typisch deutsche Merkmale, daß &amp;laquo;Lied&amp;raquo; als Fremdwort in andere Sprachen übernommen wurde. (...)&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Nun wissen Sie schon recht genau, worum es heute geht. Noch etwas genauer gesagt, geht es um Lieder aus der Zeit des Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart, kurz genannt Wolfgang Amadeus Mozart (heute reicht Mozart, und ein jeder weiß, wer gemeint). Auch weiß ein jeder, daß jener am 27. Januar 1756 in Salzburg geboren ward und am 5. Dezember 1791 in Wien verstarb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um jene Zeit herum entstanden also diese Lieder, die uns der Tenor Markus Schäfer präsentiert, begleitet von Christine Schornsheim am Klavier. &amp;laquo;... vom küsslichen Mund...&amp;raquo;, so der Titel der CD von Crystal Classics (Vertrieb: Q-rious Music, Köln). Und klar wie Kristall so sind sie auch, jene Lieder, die vom klaren Blick (eher Kloßbrühe als Kristall), vom meist ratlosen Manne und seiner rastlosen Liebe, der Sehnsucht, dem Wert und der Würde der Frauen, von glücklichen Fahrten und vielem mehr erzählen. Wenn ich Ihnen einen Rat geben darf, so sollten Sie die Texte nicht allzu nüchtern betrachten, &amp;laquo;...denn auf der Lebensreise ist Wein das beste Pferd. (...)&amp;raquo;. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Text stammt von Louis von Reissig und ist eine Zeile aus dem Lied &amp;laquo;Der Zufriedene&amp;raquo; (Musik: Antonio Salieri). Ganz offensichtlich hatte Reissig also eine ganz besondere Vorliebe. Kennen Sie meine Geliebte? Also nicht meine Geliebte, sondern seine (Reissigs) Geliebte, die &amp;laquo;Meine Geliebte&amp;raquo; heißt? Hier eine Zeile daraus: &amp;laquo;Kommt! Ihr sollt mein Liebchen kennen: ... Wollt Ihr auch verschwiegen sein. ... Nun so will ich es Euch nennen, seht, es ist mein ... Fläschchen Wein!&amp;raquo; Die Musik zu jener Beichte stammt aus der Feder des Komponisten Johann Nepomuk Hummel. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der CD werden Sie übrigens nicht ein einziges Lied von Wolfgang Amadeus Mozart selbst finden, der lediglich (denn für Mozart recht mager) 36 Lieder schrieb, und diese Gattung nicht im besonderen Maße prägte. Wohl aber ist ein Lied seines Sohnes Franz Xaver zu hören. Es lautet zwar &amp;laquo;An Emma&amp;raquo;, doch hätte er gewiß nichts dagegen, wenn auch Sie daran Freude fänden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Lieblings-Textzeile aus dieser Lieder-Auswahl stammt aus der Feder des August Ernst von Steigentisch und lautet leise &amp;laquo;... sie seufzte still – ich seufzte mit.&amp;raquo; Um seinen Worten den angemessenen Ausdruck zu verleihen, bediente sich von Steigentisch der Musik von Johann Wenzel Tomaschek. &amp;laquo;Sie seufzte still – ich seufzte mit.&amp;raquo; Ach ja, August Ernst von Steigentisch war eben nicht nur ein Dichter und Schriftsteller, nein, er war darüber hinaus, oder darunter hinein auch ein Diplomat – und zwar ein blitzgescheiter! Ob er ab und an, aus Übermut und Heiterkeit, auf einen Tisch stieg ist mir nicht bekannt, doch ist es anzunehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jene Lieder wurden ganz offensichtlich aus Vergnügen komponiert. So eben mal nebenher, zwischen einer gerade fertiggestellten Oper, zur Aufheiterung während der Arbeit an einem Oratorium oder einer Kantate, als Ausgleich zu einer Messe oder einer &amp;laquo;lästigen&amp;raquo;, oft mühseligen Auftragsarbeit. Doch nicht nur aus Vergnügen, sondern auch im Besonderem zum Vergnügen wurden solche Lieder geschrieben - zum damaligen und auch zum heutigen, vorausgesetzt, Sie haben etwas Humor und lassen die Texte in ihrer Zeit. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Vergnügen, das diese Aufnahme zweifellos bereitet, möchte ich gerne mit Ihnen teilen. Es liegt nicht nur an den Texten und der Musik, sondern ebenso sehr an der Interpretation des Tenors Markus Schäfer, der nicht nur perfekt den Ton, sondern auch den Nerv der Zeit trifft, als auch an dessen Begleiterin am Klavier, Christine Schornsheim, die auf musikalisch hohem Niveau die bewußte Einfachheit dieser Kompositionen wundervoll ausdrucksstark zu spielen vermag. Senden Sie mir bis zum kommenden Mittwoch die korrekte Antwort auf die folgende Frage (an: &lt;a href=&#039;mailto:antwort@musikkolumne.de&#039;&gt;antwort@musikkolumne.de&lt;/a&gt;), und mit etwas Glück werden Sie ganz bald wissen, was ich meine.&lt;br /&gt;
In welchem Jahr wurde Franz Xaver Mozart geboren?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Der-Tenor-Markus-Schäfer.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Der Tenor Markus Schäfer&quot; width=&quot;600&quot; height=&quot;786&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Die-Pianistin-Christine-Schornsheim---Foto-copyright-Laion.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Die Pianistin Christine Schornsheim. Foto: (c) Laion&quot; width=&quot;791&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 15 May 2013 04:01:56 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Mit- und hinreißend!</title>
 <link>http://kultur-online.net/?q=node/23994</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_117.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Am 8. März war Sommeranfang! Auf jeden Fall für mich, und ganz sicher auch für jene, die auf &amp;laquo;Mediterraneo&amp;raquo; warteten und sich freuten, als es endlich soweit war. Es werden sehr viele gewesen sein, gewiß aber alle, die &amp;laquo;Los Pajaros Perdidos&amp;raquo; von Christina Pluhar und ihrem Ensemble L’Arpeggiata kennen und lieben, so wie ich. Jenes Südamerikaprojekt erschien im vergangenen Jahr und beinhaltet für mich die wundervollsten Klänge meiner Musik-Sammlung.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Christina Pluhar ist eine musikalische Zeitreisende. Ihr aktuelles Album &amp;laquo;Mediterraneo&amp;raquo; führte sie, was unschwer zu erraten ist, in die musikalische Welt der Mittelmeerländer. Und wer Christina Pluhar kennt, weiß, sie ist eine herausragende Barock-Spezialistin und widmet sich der &amp;laquo;Alten&amp;raquo; Musik. Es sträubt sich stets alles in mir, die Musik von Christian Pluhar und L’Arpeggiata alt zu nennen! Diese Musik ist so jung, so frisch und mitreißend, so voller Gefühl und Temperament und lebendig, daß es eine reine Freude ist!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;laquo;Mediterraneo&amp;raquo; wurde in der Salle Byzantine im Palais de Béhague aufgenommen, ein Ort, so magisch wie die Musik, die dort entstand. Einige der eingeladenen Musiker hatte Christina Pluhar zuvor nie persönlich getroffen, wie etwa die beiden Stars aus der Türkei, Aytaç Doğan und Ismail Tunçbilek. Da die beiden ausschließlich Türkisch sprechen, dessen Frau Pluhar nicht mächtig ist, war ihre Sorge groß, sie würden Mühe haben, ich zu verständigen, doch diese Sorge war sofort verflogen, als sie den ersten Ton miteinander spielten. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;laquo;Ein freudiges Erkennen des Anderen stellte sich mit dem ersten Ton ein und ermöglichte uns eine nonverbale Kommunikation, wie nur die Musik sie uns auf wunderbare Weise schenken kann.&amp;raquo; Dies und noch sehr viel mehr erzählt uns Christina Pluhar in dem einzigartig interessanten und umfangreichen Booklett der CD. Eindrucksvolle Fotos ergänzen das Erzählte und machen das was sie dann hören, noch lebendiger.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So verlebten L’Arpeggiata eine Woche in der Salle Byzantine im Klangrausch, völlig abgeschieden von der Außenwelt, aufgehoben in der herrlichen Akustik und wundersamen Energie des Raumes. Christina Pluhar: &amp;laquo;Die Zupfinstrumente aller Kulturen des Mittelmeerraumes von damals und heute plauderten friedlich und mühelos miteinander und erfüllten den Saal mit ihren warmen Klängen. Die Stimmen der großartigen Sängerinnen Mísia, Vincenzo Capezzuto, Raquel Andueza, Katerina Papadopoulou und Nuria Rial schmiegten sich an uns, umhüllten und inspirierten uns zu immer neuen Improvisationen.&amp;raquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch lassen Sie sich nicht täuschen, liebe Leser, diese Musik hat mehr &amp;laquo;Pfeffer&amp;raquo;, als Frau Pluhars Worte vermuten lassen! Sie werden musikalisch hochkarätige mit- und hinreißende Rhythmen hören und erleben. Ach ja, und sehen auch, denn &amp;laquo;Mediterraneo&amp;raquo; bekommen Sie als Deluxe-Ausgabe (Virgin-Classics / EMI) mit einer knapp halbstündigen DVD!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich werde singen und mich freuen,&lt;br /&gt;
wer weiß, was nächstes Jahr ist,&lt;br /&gt;
ob ich tot oder lebendig&lt;br /&gt;
oder ob ich woanders bin&lt;br /&gt;
(aus &amp;laquo;Amygdalaki tsakisa&amp;raquo; / Greece)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Christina Pluhar und ihr Ensemble L’Arpeggiata sind weder groß noch artig oder einfach, sie sind einfach großartig! Singen und freuen auch Sie sich, denn ich werde ein Exemplar von &amp;laquo;Mediterraneo&amp;raquo; demjenigen schenken, der mir die korrekte Antwort auf die folgende Frage bis zum kommenden Mittwoch sendet (&lt;a href=&#039;mailto:antwort@musikkolumne.de&#039;&gt;antwort@musikkolumne.de&lt;/a&gt;): In welcher Stadt finden Sie das Palais de Béhague mit dem mystischen Salle Byzantine?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Mediterraneo im Konzert&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
17.05. Ludwigsburg, Forum am Schlosspark&lt;br /&gt;
21.05. CH . Lenzburg, Schloss&lt;br /&gt;
22.06. RheinVokal Festival&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Mediterraneo.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Mediterraneo&quot; width=&quot;671&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Christina-Pluhar.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Christina Pluhar&quot; width=&quot;650&quot; height=&quot;615&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Ein-Teil-des-Ensembles-während-der-Aufnahmen-für-das-aktuelle-Album-Mediterraneo.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Ein Teil des Ensembles während der Aufnahmen für das aktuelle Album &amp;#039;Mediterraneo&amp;#039;&quot; width=&quot;650&quot; height=&quot;618&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-link field-field-architecture-web-ref&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Weblink:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.christina-pluhar.de/&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;http://www.christina-pluhar.de&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 08 May 2013 03:30:26 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Einfach troll!</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_116.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Habe ich es mir doch gedacht! Alter Schwede! Na ja, eigentlich konnte es ja auch gar nicht anders kommen! Sagte ich Ihnen nicht im letzten Sommer noch, wie großartig dieser Tingvall, also dieser junge Schwede, ist! Daß ich mit meiner Einschätzung nicht alleine dastehe, beweisen die Auszeichnungen, die Martin Tingvall mittlerweile mit seinem Trio eingeheimst hat: ECHO JAZZ 2012: Best Ensemble Of The Year, ECHO JAZZ 2012: Best Live Act Of The Year, HANS AWARD 2011: Best Music Production Of The Year, Nr. 1 GERMAN JAZZ CHARTS Album Peak!&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Bei ARTE war zu hören und zu lesen: &amp;laquo;Diese Band versteht es, mitreißende, rockgeschwängerte Energien, bedingungslos groovende Sounds und ohrwurmartige Nordic-Folk-Melodien unter einen Hut zu bringen. Dabei entwerfen die Drei lyrisch klar angelegte Harmonien von betörender Schönheit, scheuen aber auch nicht davor zurück, diese in eruptive Energieausbrüche münden zu lassen. Eine ganz eigene Mischung, deren eingängige Intensität nicht zuletzt den liedhaften Kompositionen Tingvalls geschuldet ist. Mittlerweile agiert das Trio auf höchstem internationalen Niveau.&amp;raquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Besonders live haut das Tingvall Trio seine Zuhörer regelmäßig und komplett von den Hockern. Ein guter Grund also, und höchste Zeit, ein Live-Album herauszubringen! Und da ist es: Tingvall Trio &amp;laquo;In Concert&amp;raquo; (Skip Records) ist seit Anfang April erhältlich. Geniale, beinahe 80 Minuten Tingvall Trio pur, aufgenommen während des Jazz Festivals in Bad Wörishofen und im Treibhaus Innsbruck. Einmal quer durch die vier Studioalben haben sich die Bandmitglieder ihre persönlichen Lieblingsstücke ausgesucht, um sie Ihnen in wundervollster Manier &amp;laquo;um die Ohren zu hauen&amp;raquo;. Das sagt man nur so, denn mit hauen hat dieser Jazz-Genuß wahrhaftig nichts zu tun (es sei denn es betrifft die Sache mit dem Hocker – siehe oben)! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aus den Titeln Trolldans und Monster, &amp;laquo;klöppelten&amp;raquo; die drei Vollblutmusiker ein furioses Trolldans-Monster-Medley. Da glaubt man Martin Tingvall ohne Zögern, wenn er sagt: &amp;laquo;Ich komme eigentlich aus dem Rock, meine erste Band, das war so AC/DC-Zeug, Whitesnake, da habe ich ein paar Töne Orgel gespielt. Ein guter Freund, der Gitarrist Anders Nilsson, gab mir dann The Real McCoy, das war unfassbar: pure Energie, jeder Ton. Dadurch bin ich auf Joe Henderson gekommen, der spielt da mit; und dann Coltrane &amp;raquo;A Love Supreme&amp;laquo; – und von da an gab es keinen Weg zurück.&amp;raquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ich letzten Sommer Martin Tingvalls Album &amp;laquo;En ny dag&amp;raquo; hörte, da gab es für mich keinen Weg zurück, da wußte ich: Jetzt bin auch ich reif für Jazz! Nicht ganz so ruhig wie &amp;laquo;en ny dag&amp;raquo; ist der Jazz des Trios. Zwar geprägt von den für Tingvall so typischen melodischen Kompositionen, doch mit dem gemeinsamen Temperament und der Spielfreude entwickelt dieses Trio ein ganz eigene, gewinnende Dynamik. Gemeinsam bedeutet Martin Tingvall am Piano, Omar Rodriguez Calvo am Bass und Jürgen Spiegel an den Drums!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn ich die rockigen Nummern mag, so sind meine Favoriten die poetischen Balladen wie etwa &amp;laquo;Avsked&amp;raquo; oder &amp;laquo;Utsikt2 (bisher übrigens Platz 1 aller Tingvall Trio-Downloads!). Spätesten bei &amp;raquo;Efter Livet&quot; hat es mich dann voll erwischt! Ja, selten stehe ich mit meiner Meinung ganz alleine da! Und ich bin der Meinung: Das Tingvall Trio ist nicht einfach nur troll, ich meine natürlich toll, sondern genial!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Toller-Schwede!-Martin-Tingvall-am-Piano_0.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Toller Schwede! Martin Tingvall am Piano&quot; width=&quot;534&quot; height=&quot;800&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 01 May 2013 04:05:27 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Ein Muß sowieso, ein Schätzchen vielleicht</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_115.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Von den insgesamt 32 Klaviersonaten, die Ludwig van Beethoven komponierte, mag ich sie am liebsten. &amp;laquo;Pathétique&amp;raquo;, so nannte Beethoven selbst jene Sonate die er in Wien im Jahre 1798, er war 27 Jahre jung, komponierte. In jenem Jahr spürte er erstmals Anzeichen einer Gehörschwäche. In diesem, seinem ersten wahrlich heroischen Werk, demonstrierte der Komponist sehr theatralisch seinen unbeugsamen Willen zu ganz großem Gefühl. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Die Sonate Pastorale wurde 1801 komponiert, in jenem Jahr machte Beethoven bereits seine zunehmende Schwerhörigkeit extrem zu schaffen: &amp;laquo;Ohren die sausen und brausen; die hohen Töne höre ich nicht, auch höre ich den, der leise spricht kaum; sobald jemand schreit ist es mir unausstehlich.&amp;raquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einem Brief an seinen Freund, den Theologen und Violinisten Carl Amenda schrieb Beethoven am 1.Juni 1801: &amp;laquo;(...) Dein Beethoven lebt sehr unglücklich, im Streit mit Natur und Schöpfer; (...) wisse daß mir der edelste Teil, mein Gehör, sehr abgenommen hat, schon damals, als du noch bei mir warst, fühlte ich davon Spuren, und ich verschwieg’s, nun ist es immer ärger geworden.&amp;raquo; Die Bezeichnung Pastorale, für jene Klaviersonate in D-Dur, stammt übrigens nicht von Beethoven, sondern von dem Herausgeber Cranz. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Appassionata (die Leidenschaftliche) ist kein Büstenhalter und keine Pferdeshow, sondern ebenso wie die Pathétique und die Pastorale eine Klaviersonate. Beethoven ist 33 als er sie komponiert. Wie so oft geht es dem Komponisten nicht gut. Besonders nachdem er gegessen hat klagt er über Schmerzen im Unterleib, er hat Fieber. Seine Diät: Brotsuppe, Makkaroni, Kalbfleisch, Fisch, Zunge, weichgekochte Eier. Sie entstand in den Jahren 1804 und 1805, getauft wurde die Leidenschaftliche, jene Sonate in f-Moll, jedoch erst im Jahre 1838, ebenfalls vom Verleger Cranz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie wurde erst viele viele Jahre später in Lothringen getauft, und noch einige Jahre später studierte sie bei den besten Professoren ihres Faches. Mit den bekanntesten Orchestern und den berühmtesten Dirigenten steht, beziehungsweise sitzt sie, auf den größten Bühnen der Welt, und doch haben zu viele noch nichts von ihr gehört. Das ist sehr bedauerlich, und jene, die die Konzertpianistin Patricia Pagny je hörten, werden mir dies bestätigen. Ihre Einspielung mit den Liedern ohne Worte von Mendelssohn wurde vom ARTE-Fernsehen als eine der fünf besten Aufnahmen des Jahres 2007 ausgewählt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben ihrer Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikerin ist Patricia Pagny Professorin an der Hochschule der Künste Bern. Ihre aktuelle CD, es ist bereits die achte, die sie bei dem Schweizer Label NOVALIS (inakustik) aufgenommen hat, widmet sie ihren Studenten, jungen Menschen, die sie auf ein Leben wie das Ihre vorbereitet, auf ein Leben als Konzertpianist/in. Pagny entschied sich für die Aufnahme eben jener drei oben erwähnten Klaviersonaten: Grand Sonate Pathétique, Pastorale und Appassionata. Sie gehören ohne Zweifel zu den eindrucksvollsten Sonaten Beethovens und ganz sicher nicht zu seinen unbekanntesten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich &amp;laquo;mußte&amp;raquo; mich erst hineinhören in diese ungewöhnliche Einspielung. Zum einen ist es die Live-Atmosphäre, zum anderen, was mir allerdings erst beim wiederholten Hören bewußt wurde, der spezielle Klang dieses 275 cm langen Yamaha CFX-Flügels, der mir zunächst etwas befremdlich schien. Weder befremdlich, sondern perfekt und einfach ein Genuß sowie eine Freude, sind sowohl die Ton- und Aufnahmequalität als auch das Klavierspiel von Patricia Pagny. Klar, dynamisch, ausdrucksstark, technisch brillant, nicht mit exzessivem, jedoch ganz ordentlichem Temperament interpretiert sie drei der schönsten Klaviersonaten Beethovens. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Muß für jeden, der noch keine Einspielung dieser Sonaten besitzt – ein Schätzchen vielleicht für jene, die noch eine ganz besondere haben möchten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Die-drei-schönsten-Klaviersonaten-Beethovens-interpretiert-von-Patricia-Pagny.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Die drei schönsten Klaviersonaten Beethovens interpretiert von Patricia Pagny&quot; width=&quot;647&quot; height=&quot;650&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Ein-Portrait,-das-eigentlich-keines-Untertitels-bedarf---dennoch,-Ludwig-van-Beethoven.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Ein Portrait, das eigentlich keines Untertitels bedarf - dennoch, - Ludwig van Beethoven&quot; width=&quot;600&quot; height=&quot;666&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Die-Pianistin-Patricia-Pagny.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Die Pianistin Patricia Pagny&quot; width=&quot;798&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 24 Apr 2013 04:02:23 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Alles klar?</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_114.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Zu Lebzeiten gehörte sein Herz der Schriftstellerin George Sand. Auch wenn die beiden sich trennten, so blieben ihre Herzen doch verbunden. Chopin, der auf Erden himmlische Musik komponierte starb viele Jahre zu früh. Er wurde nur 39 Jahre alt. Er habe jahrzehntelang an den Folgen einer Tuberkulose gelitten und dies sei die Ursache seines frühen Todes. Diese Meinung vertreten die Einen. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Die Anderen sagen, er sei möglicherweise doch an Mukoviszidose gestorben. Bei den Einen sowie den Anderen handelt es sich um Ärzte und Wissenschaftler. Wenn ich vorhin erwähnte, Chopins Herz gehörte George Sand, so trifft diese Behauptung nur bedingt zu. Auf des Musikers ausdrücklichen, eigenen Wunsch, wurde zwar sein Leichnam in Paris bestattet, sein Herz jedoch wurde entnommen und nach Warschau gebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und nun komme ich auch schon zum Punkt und zum Sinn dieser Zeilen, deren Inhalt bis hier her hinlänglich bekannt sein dürfte. Also, der Punkt ist: Dieses, Frédérik Chopins Herz, wird in einer Warschauer Kirche aufbewahrt, und zwar in konservierendem Cognac. Diese Tatsache, ermöglicht den Wissenschaftlern die Ausführung verrücktester Ideen. Und eine dieser Ideen ist, anhand des konservierten Herzens, mehr als 160 Jahre nach dem Tode dieses genialen Musikers, die wahre Todesursache heraus zu finden. Eine Untersuchung ist von den Wissenschaftlern zwar geplant, in der Tasche haben sie diesen Plan jedoch noch nicht. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer weiß, womöglich werden sie feststellen, daß Chopins Herz gebrochen ist. Vielleicht an der Liebe zu jener Schriftstellerin, die zwar intensiv, doch keineswegs entspannt gewesen war, so schwierig und kompliziert, wie die Hauptdarsteller jener Liebesgeschichte. Chopin machte es Sand aber auch nicht leicht, ihn zu lieben. Zum Einen war er sehr kränklich und ließ sich nur allzu gerne bemuttern und bedauern, zum Anderen gehörte eine Hälfte seines Herzens der Musik – seiner Musik, aber auch der, seiner Komponisten-Kollegen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So sind ohne Zweifel Bachs Präludien aus dem &amp;laquo;Wohltemperierten Klavier&amp;raquo; das Vorbild für Chopins Préludes. Weniger temperiert war wahrscheinlich die Stimmung zwischen Frédéric Chopin und George Sand, viel eher gar auf dem Tiefpunkt angekommen, während ihres gemeinsamen Aufenthaltes im Winter 1838/39 auf Mallorca. Chopin, zu jener Zeit 28, komponierte einen Teil seiner 24 Préludes op. 28, eben dort. Wer kennt sie nicht, die Prélude Nr.5 in Des-Dur, die später den Namen &amp;laquo;Regentropfen-Prélude&amp;raquo; erhielt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weshalb ich Ihnen dies alles erzähle? Weil es ein wundervolles Erleben sein kann, das Werk eines Komponisten zu hören und zu wissen, welch ein Mensch, welche Menschlichkeit, hinter dieser Musik steckt. Und während Chopins Zeit mit George Sand entstand eben jene Musik, der die Pianistin Vanessa Perez ihre aktuelle CD widmete, und die den einfachen Titel trägt: &amp;laquo;Chopin - The complete Préludes&amp;raquo; (TELARC/in-akustik).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Alter von 7 Jahren erhielt die venezuelanisch-amerikanische Pianistin ihren ersten Klavierunterricht und 1 Jahr später begann sie Konzerterfahrungen zu sammeln, wie andere Mädchen Barbie-Puppen. Als sie 17 war erhielt sie ein Stipendium, das ihr ein Studium an der Royal Academy of Music in London ermöglichte. Die Menge der Preise, die Perez bis dato für ihr Klavierspiel erhielt, ist kaum noch zu überblicken. Wer bereits Aufnahmen des Labels TELARC hat, weiß die herausragende Tonqualität zu schätzen, und wer ein Liebhaber technischer Brillanz, perfekter Tempi, ungeheurer Klarheit mit einem Schuß Finesse ist, wird diese Interpretation von Chopins Préludes lieben. Als Frédérik Chopin jene Stücke komponierte, war er etwa im gleichen Alter wie nun Vanessa Perez. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch bin ich sicher, daß Chopins Klavierspiel mit 28, unter erwähnten Lebensumständen, nicht annähernd so perfekt, nicht ansatzweise so selbstbeherrscht gewesen ist, er seine Gefühle nicht in diesem Maße zu lenken wusste, wie jene junge Pianistin heute. Aber Vanessa Perez und ihre Art seine Préludes zu spielen, hätten ihm gewiß imponiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Vanessa-Perez---Chopin-The-complete-Preludes---TELARC-in-akustik.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Vanessa Perez: &amp;#039;Chopin - The complete Preludes&amp;#039;; TELARC inakustik&quot; width=&quot;650&quot; height=&quot;650&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Vanessa-Perez-fotografiert-von-Michele-Laurita.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Vanessa Perez fotografiert von Michele Laurita&quot; width=&quot;600&quot; height=&quot;800&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Chopins-Piano-in-Valldemossa-auf-Mallorca.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Chopins Piano in Valldemossa auf Mallorca&quot; width=&quot;795&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 17 Apr 2013 04:03:12 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Sowas Brasilianisches!</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_113.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Liegt es daran, daß ich einen familiären Bezug zu Brasilien habe? Daran, daß ich einfach nur den Traum so Vieler träume, von einem Leben in Südamerika? Nein, in diesem Fall liegt es einfach daran, daß es geniale Musiker sind, die sich da zusammengetan haben um eine herausragende CD aufzunehmen. Daß die Musik mir gefallen würde, ahnte ich bereits, denn von GLM (- your finest selection in music!) gab es bisher nur Feines und Außergewöhnliches auf die Öhrchen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Doch was ich dann zu Hören bekam, haute mich um. Zugegeben, nach den vergangenen trüben und kalten Wintermonaten bin ich sehr empfänglich für warme und südliche Klänge, doch bin ich sicher, daß mich Michael Arlt&#039;s &amp;laquo;Terra Distante&amp;raquo; auch durch die kommenden Sommer begleiten wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Michael Arlt, der Gitarrist, der als Bandleader, Begleiter oder Gastsolist mittlerweile auf mehr als 40 CDs von Jazz über Latin bis Pop zu hören ist, hat sich für dieses Projekt die Créme de la Créme der Jazzmusiker zusammengesucht. Da wären, um nur ein paar zu nennen: Der Pianist Klaus Mueller, geboren in Deutschland, aufgewachsen in Japan, Chile und Brasilien. Der Arrangeur und Musik-Pädagoge spielt seit seinem dritten Lebensjahr Klavier. Der Bassist Itaiguara Brandao, aus Rio de Janeiro stammend, ist der &amp;laquo;Bassist der Stunde&amp;raquo; in brasilianischer Musik. Man trifft ihn auf kleinen Festivals, sowie auf den großen Bühnen dieser Welt, er war bereits mit der Sängerin Angelique Kidjo zu hören und lebt in New York.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;laquo;The Portinho&amp;raquo; ist eine lebende Schlagzeug-Legende! Um ihn rissen und reissen sich Jazz- und Latin- Musiker wie: João Gilberto, Tania Maria, Gato Barbieri, Paquito D&#039;Rivera, Airto Moreira, Harry Belafonte, Dom Salvador, Astrud Gilberto, Michel Camilo u.v.a. Kim Barth, dem 1973 geborenen Saxophonisten &amp;laquo;liegt auch&amp;raquo; die Querflöte. Er sei unheilbar vom brasilianischen Virus &amp;laquo;Chorinho&amp;raquo; befallen, gesteht er, der bereits Aufnahmen mit Paul Kuhn, Viviane de Farias, die Hofer Symphoniker, Frank Foster, u.a. machte. German Marstatt machte sein Examen im Hauptfachstudium Trompete und gab Konzerte mit Peter Herbolzheimer, Albert Mangelsdorf, Mel Lewis, Jiggs Whigham, Benny Baily, Meret Becker, Nina Hagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und dann ist diese großartige Sängerin Maria de Fatima mit an Bord. Mit ihrer wundervoll warmen Stimme zaubert sie Gänsehaut, die seit langer Zeit nicht durch diese scheußliche Winterkälte hervorgerufen wird. Und dabei wollte sie nicht, wie ihre Mutter Stella, Sängerin werden! Mit 20 verließ Maria de Fatima ihre portugiesische Heimat um in Schweden Sprachen zu studieren und zu unterrichten. Erst 10 Jahre später begann sie in Hilversum Jazzgesang zu studieren. Der urportugiesischen Musik, im Besonderem dem Fado, ging sie eine ganze Weile aus dem Weg.  Mittlerweile weiß und sagt sie jedoch, sie sei im Fado und eben auch in brasilianischer Musik verwurzelt, und dabei inspiriert vom Jazz. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In 7 der insgesamt 12 Tracks des Albums ist de Fatima zu hören und zu genießen. 8 dieser 12 Titel komponierte Michael Arlt selbst und 4 Songs stammen aus den Federn brasilianische Musiker – einer von ihnen ist Antonio Carlos Jobim. Das, was für mich brasilianische Musik und Lebensgefühl ausmacht, komponierte jedoch der im deutschen Bünde geborene Michael Arlt. Er muß ein brasilianisches Herz haben! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Musik ist wie brasilianische Sonne auf der Haut. Sie könnten nackt in einem Iglu sitzen und würden nicht frieren, vorausgesetzt sie verfügten über einen CD-Spieler und Michael Arlt&#039;s &amp;laquo;Terra Distante&amp;raquo;. Ich höre diese Musik jedoch lieber dort wo ich jetzt bin - sitzt man nämlich ganz schön dämlich, ist das Iglu erst dahin.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst und wärmstens,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Michael-Arlt---Braziliana---Terra-Distante---GLM-Music.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Michael Arlt Braziliana &amp;#039;Terra-Distante&amp;#039;, GLM Music&quot; width=&quot;665&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Michael-Arlt-.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Michael Arlt&quot; width=&quot;801&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Die-portugiesische-Sängerin-Maria-de-Fatima.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Die portugiesische Sängerin Maria de Fatima&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;598&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Der-Bassist-Itaiguara-Brandao.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Der Bassist Itaiguara Brandao&quot; width=&quot;799&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Der-legendäre-Drummer-Portinho.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Der legendäre Drummer Portinho&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;598&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Der-Pianist-Klaus-Müller-.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Der Pianist Klaus Müller&quot; width=&quot;899&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 10 Apr 2013 04:03:28 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Das Leben ist kupferrot</title>
 <link>http://kultur-online.net/?q=node/23677</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_112.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Sie muß ein sehr anstrengendes Kind gewesen sein, wenn sie schon immer so war wie die Musik, die sie macht. Frei, emanzipiert, leidenschaftlich, temperamentvoll, ungestüm, verrückt und verzückt, lebendig verträumt, eine sanfte Wilde, die weiß, was sie tut. Martina Eisenreich bekam bereits als Dreijährige Musikunterricht im Allgemeinen, und Geigenunterricht im Besonderen. Als sie 15 war, wurde sie als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater München für klassische Komposition aufgenommen und absolvierte darüber hinaus ihre Studien in den Fächern Violine, Filmmusik und Sounddesign.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Noch während ihres Studiums, sie war noch keine zwanzig, baute sie sich ihr eigenes Tonstudio auf, in dem sie Filmmusik komponierte und auch produzierte. Trotz der notwendigen Technik, der großen Flächen voller Regler, Monitore und Mischpulte, wirkt dieses Studio anheimelnd. Viel Holz, rote Gardinen, ein gerahmtes Bild in warmen Farben und ein wundervoller schwarzer Kronleuchter zaubern Atmosphäre. Ja, auf Zauberei scheint sie sich zu verstehen, die Komponistin, Produzentin und Violinistin Martina Eisenreich, die inzwischen auch Dozentin für Filmmusik an der Hochschule für Fernsehen und Film in München ist. Seit einigen Jahren komponiert sie nun bereits Wundervolles und Zauberhaftes für Film, Fernsehen und Theater. Zudem komponierte sie die Musik für Hörspiele wie &amp;laquo;Tannöd&amp;raquo; oder &amp;laquo;Stiller&amp;raquo; – Sie haben sicher schon von ihr gehört! &amp;laquo;Reine Geschmackssache&amp;raquo;, so lautet der Titel ihres ersten Kinofilmes, der im Jahr 2007 startete. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Reine Geschmackssache ist Musik stets. Doch mögen ausschließlich jene, die über keinen oder einen ausgesprochen schlechten Geschmack verfügen, das neue Album von Martina Eisenreich und ihrem Quartett nicht. Doch wer von Ihnen, liebe Lesende (analog zu der Tatsache, daß vom Verkehrsministerium in der StVO nun der Begriff Fußgänger in &amp;laquo;zu Fuß gehende&amp;raquo; geändert wurde), also wer von Ihnen verfügt schon über einen schlechten Geschmack?! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nein, Martina Eisenreich komponiert nicht ausschließlich Musik für Filme und Hörspiele! So ganz nebenher veröffentlichte sie, dieses Mal mit dem Martina Eisenreich Quartett, nun eben mal ihre 8. CD. Zu einem Quartett, da liegen Sie ganz richtig, gehören stets viere. In jenem Falle sind dies: Martina Eisenreich (Violine und Anderes), der Klangzauberer Wolfgang Lohmeier (Percussion und Mouth-Harp, eben alles was man rhythmisch klopfen, streicheln und schlagen kann), Christoph Müller (jede Menge Gitarren und Ähnliches, ein Saiten-Waise) und Stephan Glaubitz (Bass und Vocals). Eisenreichs Talent, Filmmusiken zu komponieren, macht auch diese Aufnahme (&amp;laquo;Contes de lune&amp;raquo; / GLM Music) so besonders. Musik in Bilder und Bilder in Musik zu verwandeln, dies gelingt Martina Eisenreich beeindruckend perfekt. Und wenn Sie die Künstlerin mit ihrem Ensemble einmal gesehen und gehört haben, so kann es sein, daß Ihnen beides vergeht. Das sagt man nur so, denn es wäre sehr bedauerlich, verginge Ihnen in der Tat das Sehen und Hören, denn beides ist ein eindrucksvoller Genuß!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;laquo;Der Mond trägt orange und das Leben ist kupferrot, prall und trunken vor Lust, sich an Schönem zu reiben.&amp;raquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;laquo;Contes de lune&amp;raquo; ist magisch, eigenwillig, grenzüberschreitend, experimentell, spannend und von mitreißender Lebendigkeit. Das Martina Eisenreich Quartett musiziert auf den Bühnen der großen Konzerthäuser, im warmen Licht italienischer Straßenlaternen, vor glänzenden Kinderaugen, in legendären kleinen Jazzkneipen irgendwo in Paris oder im Studio, damit Sie Zuhause bleiben, dort genießen und auf Ihrem oder um Ihren eigenen Tisch tanzen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Konzerttermine finden Sie &lt;a href=&#039;http://www.martina-eisenreich.com/web/termine.php&#039; target=&#039;blank&#039;&gt;&lt;b&gt;hier&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Martina-Eisenreich-Qaurtett---CONTES-DE-LUNE---GLM-Music.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Martina Eisenreich Quartett: &amp;#039;Contes de Lune&amp;#039;, GLM-Music&quot; width=&quot;664&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Martina-Eisenreich---Pressefoto.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Martina Eisenreich&quot; width=&quot;533&quot; height=&quot;800&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Martina-Eisenreich-Quartett---Pressefoto.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Martina Eisenreich Quartett&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 03 Apr 2013 04:01:01 +0200</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Der dem Horn Flügel verlieh</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_111.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Es war Anfang der 1980er-Jahre, er war so etwa 10 Jahre jung, als Papa Siffling von einer Reise nach München ein Horn mit nach Hause brachte. Wer darauf einen Ton zustande brachte, durfte es behalten. Und es war er, der kleine Thomas, dem dies gelang und der spontan entschied: &amp;laquo;Ich will Trompeter werden!&amp;raquo; Und so geschah es. Ende der 1990er-Jahre präsentierte Thomas Siffling seine erste CD unter eigenem Namen und sahnte so manchen Preis ab - die Kategorie: Jazz! Der inzwischen 40jährige studierte Jazztrompeter ist Komponist, Produzent und Dozent an der Hochschule für Musik Saar.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Vor 10 Jahren gründete er das Thomas Siffling Trio, das noch immer in der gleichen Besetzung spielt. Und diese Besetzung ist wunderbar außergewöhnlich! Selten hörte ich harmonischeren Jazz, der ganz ohne Harmonieinstrument auskommt. Das Instrument ihrer Harmonie ist die Freundschaft, jenes wohlmeinende wortlose Gleichticken, das sich in ihrer Musik wiederfindet. Auf dem Cover des aktuellen Albums &amp;laquo;Personal Relations&amp;raquo; (JAZZNARTS Records) ist ein Foto, das die drei Freunde im Bett zeigt. Es sind Thomas Siffling mit seiner Trompete, Jens Loh mit seinem Bass und Markus Faller ohne die Drums.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Drei Freunde, die trotz minimalistischer Besetzung unglaublich vielseitigen, flexiblen, intensiven und, was mich ganz besonders freut, zeitgemäßen &amp;laquo;unschrägen&amp;raquo; Jazz präsentieren. &amp;laquo;Personal Relations&amp;raquo; ist die vierte CD die das Thomas Siffling Trio veröffentlicht. Der auf Groove basierende Jazz hat Ecken und Kanten an denen auch die harmoniesüchtigsten Hörer keinen Anstoß nehmen. Klar, groovig, spacig, jung, mit genialen Echo- und Wah-Wah-Effekten und einem sanften Einsatz elektronischer Sounds, entführt dieses Trio in eine der wundervollen Welten des Jazz. Grandios minimal statt nur minimal grandios!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sei es &amp;laquo;Reflective&amp;raquo; oder auch Leonard Cohens &amp;laquo;Hallelujah&amp;raquo;, Tracks, die wunderbar melodisch, sanft und mit ungeheurem Tiefgang überzeugen, oder aber für jene, die es energischer, progressiver lieben die Titel &amp;laquo;Bustling&amp;raquo; und &amp;laquo;When time stands still for a moment&amp;raquo;, das Siffling Trio läßt Jazz-Herzen höher schlagen. Mein Favorit ist ohne Zweifel &amp;laquo;The Pulse&amp;raquo; und ich mag jene Titel ganz besonders, für die Siffling zum Flügelhorn greift. Thomas Siffling, der, dem das Horn Flügel verlieh. Nicht nur mit &amp;laquo;The Pulse&amp;raquo;, sondern mit dem kompletten Album treffen diese drei Musiker den Puls der Zeit! All jenen jungen Leuten, die der Meinung sind, Jazz sei nichts für sie, schlage ich vor, sich von &amp;laquo;Personal Relations&amp;raquo; das Gegenteil beweisen zu lassen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Personal-Relations---Das-aktuelle-Album-des-Thomas-Siffling-Trios.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&amp;#039;Personal Relations&amp;#039; - Das aktuelle Album des Thomas Siffling Trios&quot; width=&quot;650&quot; height=&quot;650&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Thomas-Siffling.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Thomas Siffling&quot; width=&quot;533&quot; height=&quot;800&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Pressefoto-1-Thomas-Siffling-Trio.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Thomas Siffling Trio&quot; width=&quot;533&quot; height=&quot;800&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 27 Mar 2013 03:01:41 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Felix &amp; Fanny</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_110.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Diese beiden Ihnen vorzustellen, wäre wie Eulen nach Athen zu tragen. So möchte ich sie Ihnen lediglich in Erinnerung rufen. Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy , geboren am 3. Februar 1809 in Hamburg, verstorben am 4. November 1847 in Leipzig und seine Schwester Fanny Hensel, geboren am 14. November 1805 in Hamburg, verstorben am 14. Mai 1847 in Berlin.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;In einem Nachruf des englischen Kritikers Henry Chorley war zu lesen: &amp;laquo;Wäre Madame Hensel die Tochter eines armen Mannes gewesen, so wäre sie in der Welt so berühmt geworden wie Madame Schumann und Madame Pleyel, als eine Pianistin der höchsten Klasse. Wie ihr Bruder hatte sie in ihren Kompositionen eine südländische Lebhaftigkeit, die man bei Deutschen so selten findet. (...)&amp;raquo; (so so!).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wäre Fanny ein Mann gewesen, hätte ihr Vater sie nicht, als sie dann etwa 14 Jahre war, auf ihre zukünftigen Pflichten als Frau, genauer gesagt, als Ehefrau und Mutter in aller Deutlichkeit hin- und in die Schranken gewiesen! Lediglich, oder doch großzügigerweise, wurde ihr gestattet, bei den von ihrem Vater organisierten &amp;laquo;Sonntagsmusiken&amp;raquo; im Hause Mendelssohn mit Musikern der Hofkapelle ihre eigenen Werke in einem halböffentlichen Rahmen und vor einem ausgewählten Publikum zu erproben. Zu jenem Publikum zählten unter anderem die Brüder Humboldt, Franz Liszt, Clara Schumann, Johanna Kinkel, Heinrich Heine. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einem Brief an Karl Klingemann schrieb Fanny Mendelssohn in März 1829: &amp;laquo;(...) Daß man übrigens seine elende Weibsnatur jeden Tag, auf jedem Schritt seines Lebens von den Herren der Schöpfung vorgerückt bekömmt, ist ein Punkt, der einen in Wuth, u. somit um die Weiblichkeit bringen könnte, wenn nicht dadurch das Uebel ärger würde.&amp;raquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und mögen sich die Geschwister Fanny und Felix noch so sehr geliebt haben, so war und blieb zwischen ihnen stets das große &amp;laquo;Problem&amp;raquo;, daß Fanny nun mal weiblichen Geschlechtes war. Dies schließe ich unter anderem aus den Zeilen, die sie 1846 (sie war 41) ihrem Bruder schrieb: &amp;laquo;Eigentlich sollte ich Dir jetzt gar nicht zumuthen, diesen Quark zu lesen, beschäftigt wie Du bist, wenn ich Dir nicht hätte schreiben müssen, um Dir etwas mitzutheilen. Da ich aber von Anfang an weiß, daß es Dir nicht recht ist, so werde ich mich etwas ungeschickt dazu anstellen, denn lache mich aus, oder nicht, ich habe zu 40 Jahren eine Furcht vor meinen Brüdern, wie ich sie zu 14 vor meinem Vater gehabt habe, oder vielmehr Furcht ist nicht das rechte Wort, sondern der Wunsch, Euch u. Allen die ich liebe, es in meinem ganzen Leben recht zu machen, u. wenn ich nun vorher weiß, daß es nicht der Fall seyn wird, so fühle ich mich rather unbehaglich dabei. (...)&amp;raquo; Es Allen recht zu machen..., ja, wäre Fanny ein Mann gewesen...!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;laquo;(...) Schande hoffe ich Euch nicht damit zu machen, da ich keine femme libre u. leider gar kein junges Deutschland bin. (...)&amp;raquo; Jene Worte der Rechtfertigung waren nötig, nur, weil Fanny Mendelssohn einem Verleger ihr Einverständnis zur Veröffentlichung einiger ihrer Kompositionen gegeben hatte. Aus Fannys Tagebuch, 14. August 1846: &amp;laquo;Endlich hat mir Felix geschrieben und mir auf sehr liebenswürdige Weise seinen Handwerkssegen ertheilt; weiß ich auch, daß es ihm eigentlich im Herzen nicht recht ist, so freut mich doch, daß er endlich ein freundliches Wort mir darüber gegönnt!&amp;raquo; Dennoch wurde Fanny Mendelssohn-Hensel die einzige Kapellmeisterin des 19. Jahrhunderts!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;laquo;Madame Hensel war eine unvergleichbare Musikerin, eine ausgezeichnete Pianistin, eine geistig überlegene Frau; sie war klein, fast schmächtig, aber der feurige Blick aus tiefen Augen verriet ungewöhnliche Energie. Als Komponistin war sie von seltener Begabung ...&amp;raquo; Wie Recht Charles Gounod mit dieser Einschätzung hatte, stellt das Ensemble Quatuor Ebene eindrucksvoll unter Beweis. &amp;laquo;Mendelssohn: Felix &amp;amp; Fanny&amp;raquo;, so der Titel ihres aktuellen Albums (Virgin-Classics/EMI). Tauchen Sie ein, in die musikalische Welt dieser Geschwister, beginnend mit dem Streichquartett Nr. 2 von Felix Mendelssohn, welches er größtenteils im Alter von 18 Jahren (1827) komponierte. Die zweite Einspielung ist das Streichquartett in Es-Dur, von Fanny Mendelssohn-Hensel zwischen 1822 und 1846 komponiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Felix‘ Streichquartett Nr. 6, begonnen im Sommer 1847, vollendet im September, ist ein Schrei nach seiner Schwester Fanny, die im Mai einen Schlaganfall erlitten hatte und starb. Tragischerweise geschah dies während einer Probe, die sie dirigierte. Es war &amp;laquo;Die erste Walpurgisnacht&amp;raquo; ihres Bruders. Ihren Tod überlebte Felix nicht lange. Kaum ein halbes Jahr nachdem Fanny gestorben war und er das 6. Streichquartett vollendet hatte, starb auch er – ebenso wie seine Schwester an den Folgen eines Schlaganfalles. Zu seinem ersten Todestag wurde in Leipzig jenes &amp;laquo;Streichquartett-Requiem&amp;raquo; uraufgeführt. Die französische Biografin Brigitte François-Sappey beschreibt das Verhältnis der Geschwister mit &amp;laquo;Saiten und Seelen im Gleichklang&amp;raquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Technisch perfekt, energisch, leidenschaftlich und ausdrucksstark, ohne Firlefanz und  Schnickschnack, frei von Kitsch, nicht gefühlsduselig, sondern herzhaft herzlich, nicht mimosenhaft, dennoch unglaublich larmoyant interpretieren die jungen Musiker von Quatuor Ebene die Kompositionen der Geschwister Mendelssohn. Eine Einspielung, die ich Ihnen sowohl ans Herz, als auch in ein Päckchen legen möchte, um sie Ihnen zu schicken. Beantworten Sie einfach bis zum kommenden Mittwoch folgende Frage (an: &lt;a href=&#039;mailto:antwort@musikkolumne.de&#039;&gt;antwort@musikkolumne.de&lt;/a&gt;): Wie lautet der Name des Vaters von Felix &amp;amp; Fanny Mendelssohn?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Quatuor-Ebene---Mendelsoohn-Felix-und-Fanny---Virgin-Classics.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Quatuor Ebene: &amp;#039;Mendelsohn, Felix und Fanny&amp;#039;; Virgin-Classics&quot; width=&quot;650&quot; height=&quot;665&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Quatuor-Ebene.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Quatuor Ebene&quot; width=&quot;738&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Die-Geschwister-Fanny-und-Felix.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Die Geschwister Fanny und Felix&quot; width=&quot;674&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 20 Mar 2013 03:01:28 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Die Sanftheit des stürmischen Engels</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_109.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Antonio Vivaldi, der von 1678 bis 1741 lebte, komponierte während seiner 63 Lebensjahre 20 (!) Oboenkonzerte. Er selbst war ein Meister des Violinspiels und beherrschte dies par excellence! In den höchsten Tönen wurden sie gelobt, seine solchen, doch auch die tieferen klangen sehr wohl! Die damalige Oboe hatte noch sehr viel mehr Ähnlichkeit mit der Schalmei als mit der heutigen Oboe. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Es war viel mehr eine Schalmei mit zwei oder drei Klappen. Ein eher schlichtes Instrument, jedoch mit einem sehr typischen Klang, der durch das Erzeugen des Tones mittels Doppelrohrblatt zustande kam, und noch immer kommt. Beim Bau der Instrumente experimentierte man mit verschiedenen Holzarten - und auch mit Elfenbein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Jahre 1730 soll Vivaldi selbst dem Mailänder Instrumentenbauer Johann Maria Anciuti den Auftrag erteilt haben, eine ganz besondere Oboe anzufertigen. Die &amp;laquo;Angelo di avorio&amp;raquo;, der &amp;laquo;Engel aus Elfenbein&amp;raquo;, eine Oboe, vollständig aus Elfenbein geschnitzt. Zu jener Zeit machte sich noch niemand Gedanken darum, unter welchen Umständen das Elfenbein den Elefanten entrissen wurde, und was dies für die Tiere bedeutete. Jener &amp;laquo;Elfenbein-Engel&amp;raquo; habe durch seine Schönheit in Klang und Aussehen, sowohl die Musiker, als auch die Zuhörer verzaubert. Und auf einer Nachbildung einer solchen &amp;laquo;Angelo di avorio&amp;raquo; spielt er, der italienische Oboist Simone Toni, der versichert, das Instrument sei aus Altbeständen von Elfenbein entstanden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit seinem Alte Musik-Ensemble Silete Venti spielte er nun die späten Oboenkonzerte von Antonio Vivaldi ein. &amp;laquo;Vivaldi e l’Angelo di avorio&amp;raquo;, so der Titel der CD die bei dem Label Deutsche Harmonia Mundi (SONY Music) veröffentlicht wurde. Neben den Oboenkonzerten RV 457, RV 450, RV 448, RV 463 und RV 447 sind auf der CD auch die Sinfonia aus &amp;laquo;Olimpiade&amp;raquo; RV 725 sowie die Sinfonia aus &amp;laquo;Griselda&amp;raquo; RV 718 zu hören. Das Oboenkonzert RV 448 in C-Dur wurde erstmals auf Originalinstrumenten eingespielt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hörte die CD, ohne mich zuvor informiert zu haben, weder über den Solisten, noch über das Ensemble oder die Wahl der Instrumente. Wäre doch der Text im Booklett der CD ein wenig größer geschrieben... Und ja, es klingt auf sonderbare Weise anders, als alles was ich zuvor von Vivaldi hörte. Es scheint, als habe Vivaldi die Oboenliteratur revolutioniert, und kaum einer hat es bemerkt. Man entdeckt Passagen, wie sie nie zuvor für dieses Instrument konzipiert worden waren. Man hört die Liebe Vivaldis zu diesem Instrument und natürlich, wie in all seinen Werken, auch die zu &amp;laquo;seinem&amp;raquo; Venedig! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wirklich beeindruckt bin ich von dem Oboisten Simone Toni und seinem Ensemble Silete Venti, denn sie setzen die Kompositionen Vivaldis so Seelen ergreifend um, daß ich gar nicht anders kann, als den Eindruck zu haben, daß Vivaldi es genau so interpretiert haben wollte. Alt und doch frisch, frech und sanft, stürmisch, kraft- und liebevoll, technisch brillant dennoch leicht, typisch barock und doch hör- und spürbar: der Drang zu einer neuen musikalischen Epoche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Vivaldi-e-l&amp;#039;Angelo-di-avorio---CD---deutsche-harmonia-mundi.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;CD &amp;#039;Vivaldi e l&amp;#039;Angelo di avorio&amp;#039;, Deutsche Harmonia Mundi&quot; width=&quot;680&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Das-Ensemble-für-alte-Musik-Silete-Venti.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Das Ensemble für alte Musik, Silete Venti&quot; width=&quot;692&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Der-Oboist-Simone-Toni-und-sein-Elfenbein-Engel.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Der Oboist Simone Toni und sein &amp;#039;Elfenbein-Engel&amp;#039;&quot; width=&quot;655&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 13 Mar 2013 03:03:25 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Tolle Trolle!</title>
 <link>http://kultur-online.net/?q=node/23397</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_108.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Estampie, der Name leitet sich von gotisch stampjan, &amp;laquo;stampfen&amp;raquo; ab. In der Musikgeschichte ist die Estampie als mehrstrophiges mittelalterliches Tanzlied bekannt. Estampie, so nennt sich die Musikgruppe, die 1985 in einer verschneiten Novembernacht, während eines Spazierganges durch den Münchner Waldfriedhof, von Sigrid Hausen, Michael Popp und Ernst Schwindl gegründet wurde.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;In vielen Foren ist das neue Album des Ensembles Estampie &amp;laquo;Secrets of the North&amp;raquo; (Banshee records / Alive) schon längst kein Secret, eben kein Geheimnis mehr. Lange haben sie auf diese neue CD gewartet, die jungen Mittelalter- und Folk-Rock-Fans, die Dark-Music-Liebhaber und die Gothic-Families, junge Menschen, die alte Musik lieben und die Geschichten, die diese erzählt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein weiter Weg, von den Minnesängern und Troubadours nach Spanien, über Persien bin in die Mongolei gingen Estampie bereits, und nun sind die „vielsaitigen“ Musiker in Skandinavien gelandet. Den skandinavischen Balladen des Mittelalters hat sich das Ensemble bei diesem Projekt gewidmet. Kein leichtes Unterfangen, wie sich schnell herausstellen sollte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach neunmonatiger Schwangerschaft wurde es in einem Studio geboren, das &amp;laquo;Baby&amp;raquo; Estampies, doch dann begann, wie‘s im Leben halt so ist, die &amp;laquo;richtige&amp;raquo; Arbeit. &amp;laquo;Am Anfang haben wir einfach ganz naiv nach Noten ein paar Songs ausprobiert. Das Ergebnis war allerdings nur teilweise befriedigend. Die Musik erschließt sich nicht so leicht. Auch die mehr als 1000 Songs, die uns Boris rausgesucht hat, haben uns teilweise mit den Ohren schlackern lassen. Da war wenig dabei, was ich mir für Estampie vorstellen konnte. (...) Das Ergebnis war noch nicht so richtig ermutigend und das allermeiste haben wir danach wieder verworfen. (...) &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach über einem Jahr nach dem ersten Anfang haben wir uns dann wieder zusammengesetzt und plötzlich lief alles viel besser. Plötzlich hatten wir den Dreh raus und im Februar vergangenen Jahres haben wir dann in zehn Tagen das meiste eingespielt und jetzt sind wir richtig glücklich mit dem Ergebnis. Was lange währt wird endlich gut&amp;raquo;, erklärt Michael Popp. &amp;laquo;Wir haben diesmal die Vermischung von Mittelaltermusik und anderen Stilen ein wenig akzentuierter betrieben, als bislang.&amp;raquo; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die von Sigrid Hausen und Sarah Newman auf Altschwedisch und Altnorwegisch vorgetragenen Balladen erzählen von einer Jungfrau, die unter einer Linde ihre langen Haare kämmt, von einem Sohn, der als Achtzehnjähriger geboren wird, von einer Stiefmutter, die zu verzaubern wusste, und von einer, die wie üblich, anderen das Leben zur Qual machte. Estampie erzählen von Bergkönigen, tanzenden Drachen, prügelnden Ehepaaren, kleinen Männern, blauen Ziegen, natürlich auch von Trollen und Vielem mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;laquo;Was mich persönlich an Skandinavien und den Balladen anzieht, sind die magisch-mystischen Aspekte, die aber gar nichts Weichgespültes haben, sondern sehr direkt über Themen wie Liebe, Tod, Seitensprünge, die Macht der Tiere und viele andere erzählen. Ich hoffe, daß wir das auch musikalisch und im Artwork der CD umsetzen konnten und unsere Hörer ein weiteres Mal in eine spannende neue/alte Welt entführen können&amp;raquo;, sagt Sängerin Sigrid Hausen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ja, liebe Frau Hausen, das ist in der Tat gelungen! Estampie bleibt sich treu, und setzt, nach intensiver Beschäftigung mit der Musik des Nordens, das Thema sehr eigenwillig, und übrigens recht schwungvoll wie auch enorm rhythmisch, um. Was ich nicht erwartete, mir jedoch ausgesprochen gut gefällt, sind die orientalische Noten einzelner Balladen. Bouzouki, Santur oder Saz sorgen für diesen gewissen Akzent, der das Klangbild würzt, den Charakter der Stücke jedoch nicht verwässert. Ist es doch die Interpretation, die den Reiz dieses Albums, wie auch der vorherigen von Estampie, ausmacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schließlich, so Michael Popp, haben sie festgestellt, daß die Interpretation dieser alten Stücke in ihrer Heimat auch recht frei gehandhabt wird.  &amp;laquo;Secrets of the North&amp;raquo; hat mit dem Kitsch der Troll-Themenparks, mit Effekthascherei, Estampie sei Dank, nichts zu tun!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also, liebe junge Mittelalter- und Folk-Rock-Fans, liebe Dark-Music-Liebhaber und Gothic-Families, nun müsst Ihr vermutlich Estampie teilen! Teilen, mit einigen World-Music-Freunden, mit vermutlich etwas älteren Klassik-Hörern, mit  etlichen neuen Liebhabern spezieller Alter Musik, mit Anhängern traditioneller Tonkunst und mit jenen, die einfach nur gute Musik lieben, und sich nicht in Schubladen stecken lassen möchten! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Das-neue-Album-von-Estampie---Secrets-of-the-Nords.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Das neue Album von Estampie - &amp;#039;Secrets of the Nords&amp;#039;&quot; width=&quot;669&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Estampies-Secrets-of-the-North.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Estampie - &amp;#039;Secrets of the Nords&amp;#039;&quot; width=&quot;650&quot; height=&quot;650&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Estampie.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Estampie&quot; width=&quot;652&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 06 Mar 2013 03:01:04 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Ein Bremer Musikant, Bach und noch mehr</title>
 <link>http://kultur-online.net/?q=node/23315</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_107.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Die Cellosuiten von Johann Sebastian Bach spielt man nicht einfach so. Selbst Pablo Casals hat mehr als 30 Jahre daran gearbeitet, bevor er mit einer Schallplattenaufnahme einverstanden war. Jene Gipfelwerke der Cello-Literatur nun auf einer Viola zu interpretieren, bedarf einer sehr gründlichen Vorbereitung. So mancher Bratschist erklärt jene Kompositionen Bachs sehr gerne als eigentlich für sein Instrument gedacht. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Schließlich spielte Bach selber Viola und niemals das Violoncello. Einige Passagen sind für das Cello gar kaum spielbar, aber eben nur kaum, denn die Crème de la Crème der Cellisten meistert sie hervorragend. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun ist es so, daß jene Cellosuiten auch bei den Bratschistinnen und Bratschern (es klingt dämlich, doch tue ich es, um der Gleichberechtigung zu genügen, denn die Feministinnen sind derzeit etwas empfindlich), also, sie erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, diese Suiten. Die ersten drei hat nun auch der Bremer Musikant Nils Mönkemeyer eingespielt, nicht ohne, und nicht ohne sich zuvor sehr intensiv darauf vorbereitet zu haben. So las er, bevor er spielte, sollen die Suiten schneller als von ihm gedacht, gespielt werden, was ihn zwar irritierte, doch nicht davon abhielt, eine sehr gelungene Interpretation zu präsentieren, für die er gar andere Saiten aufzog, Darmsaiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mir gefällt nicht nur seine Interpretation, sondern auch seine Einstellung: &amp;laquo;Ich blicke nicht von der Romantik zurück auf Bach, aber einen Dogmatismus lehne ich ab. Als Musiker muß ich eine eigene Aussage treffen, und alle Regeln müssen vom Inneren der Musik selbst erfüllt sein. Die historische Aufführungspraxis nutze ich als Inspiration. Das ist ein Prozeß, der mit dem vergleichbar ist, was Rainer Maria Rilke beschreibt: Man soll die Fragen lieben, sie in seinem Herzen schließen und immer wieder aufsuchen, bis man eines schönen Tages wie von selbst in die Antwort hinein lebt.&amp;raquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;laquo;Bach und mehr&amp;raquo; (Sony Classical), so lautet der Titel der neuen CD von Nils Mönkemeyer. Bach ist klar, aber was ist mehr? Ich warte nun nicht darauf, daß Sie wie von selbst in die Anwort auf diese Frage hineinleben, sondern verrate es Ihnen. Mehr, das ist in diesem Falle eine zweite Extra-CD mit vier zeitgenössischen Solo-Kompositionen, die teilweise im Auftrag von Mönkemeyer entstanden sind und sich mit Bach auf unterschiedliche Weise beschäftigen. So die von Krysztof Penderecki (*1933) in Erinnerung an Bach 2006 komponierte Sarabande, das von der englischen Komponistin Sally Beamish (*1956) geschriebene Stück &amp;laquo;Ariel&amp;raquo;, die &amp;laquo;Nine Lullabies for a New World&amp;raquo; der Griechin Konstantia Gourzi (*1962) und &amp;laquo;Luce Morenda&amp;raquo; von Marco Hertenstein (*1975). Bei allen vier Werken handelt es sich hier um Weltersteinspielungen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hertenstein bezieht sich mit seiner Komposition auf die Kunst der Fuge, und zwar auf jenen Moment, wenn die letzte Fuge abbricht. Daß Bach über jene Fuge verstorben sein soll, bleibt mehr als fraglich. Als Nils Mönkemeyer im Alter von acht Jahren bei einem Konzert von Reinhard Goebel und der Musica Antiqua Köln war, und das Ensemble eben genauso abbrach, war der Junge schockiert und vermochte kaum noch zu atmen. Hier nebenbei ein Rat an alle Eltern: Besuchen Sie mit Ihren Kleinen Konzerte, Sie sehen, was daraus wachsen kann! Doch zurück zu Hertenstein. Sein Stück &amp;laquo;Luce Morenda&amp;raquo; sei eine Angstjagd, sagt Mönkemeyer, und meint dies gewiß positiv!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über Marco Hertenstein brachte ich in Erfahrung, daß er neben seiner überaus regen Komposititonstätigkeit auch als Dozent an der Hochschule für Musik und Theater in München, dem Schul- und Kulturreferat München, an der Fachhochschule Salzburg und an der LMU München in den Fächern Musikelektronik, Filmmusikgeschichte sowie Filmmusik-Dramaturgie und -Komposition seine Erfahrungen und Kenntnisse auch an andere weiter gibt. Von Marco Hertenstein können auch Sie und Ihre Kinder noch viel hören und sehen, denn seine Märchenoper &amp;laquo;Die verlorenen Gedanken&amp;raquo; (dazu gibt es auch ein Buch!), oder sein &amp;laquo;Tor zur Fabelwelt&amp;raquo; könnten als Tor zur Musik durchaus wertvoll sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Fazit: &amp;laquo;Bach und mehr&amp;raquo; ist durchaus hörenswert, auch für jene, die Bachs Suiten für Cello vom Cello bevorzugen, denn es ist mehr als wahrscheinlich, daß Bach selbst diese auf der Viola probierte und spielte. Die Bonus CD mit den vier Weltersteinspielungen dürfte für jeden Liebhaber zeitgenössischer Musik eine Bereicherung und ein Erlebnis sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich möchte dieses Erlebnis mit Ihnen teilen, weshalb ich diese CD unter jenen verlose, die mir auf folgende Frage die korrekte Antwort (bis zum kommenden Mittwoch) an &lt;a href=&#039;mailto:antwort@musikkolumne.de&#039;&gt;antwort@musikkolumne.de&lt;/a&gt; senden. In welchem Jahr wurde Nils Mönkemeyer geboren?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/CD-Bach-und-Mehr.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Nils Mönkemeyer: &amp;#039;Bach und mehr&amp;#039; (Sony Classical)&quot; width=&quot;656&quot; height=&quot;650&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Mönkemeyer-Sony-Pressefoto.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Nils Mönkemeyer, Pressefoto 2013. (c) Irène Zandel, Sony Classical&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Der-Komponist-Marco-Hertenstein.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Der Komponist Marco Hertenstein&quot; width=&quot;798&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 27 Feb 2013 03:01:51 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Die Reise zum Ende des Regenbogens</title>
 <link>http://kultur-online.net/?q=node/23250</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_106.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Wie kommst du zum Ende des Regenbogens?&lt;br /&gt;
Ein Realist würde sagen: gar nicht&lt;br /&gt;
Ein Philosoph würde sagen: durch deine Vorstellungskraft&lt;br /&gt;
Ein Theologe würde sagen: durch deinen Glauben&lt;br /&gt;
Ein Betrüger würde sagen: gib mir Geld und ich zeig dir den Weg&lt;br /&gt;
Eine Mutter würde sagen: in deinen Träumen&lt;br /&gt;
Ein Kind würde sagen: ist doch ganz einfach&lt;br /&gt;
Ein Tor würde sagen: hinter dem nächsten Hügel, da müsste es sein, das seh ich genau&lt;br /&gt;
Ein Musiker würde sagen: hör zu&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Der Reichtum am Ende des Regenbogens: Er offenbart sich nicht in Form von Gold, sondern im Überschwang des Glücks, der in jedem Ton zu hören ist. Nicht in jedem Ton von jedem, doch in jedem Ton des neuen Albums von Quadro Nuevo! Gemeinsam mit dem mehr als 80 Musiker starken und großartigen NDR Pops Orchestra nahmen sie &amp;laquo;End of the rainbow&amp;raquo; (GLM-MusiC) auf. Seit 1996 tourt Quadro Nuevo nun durch die Länder dieser Welt und gab über 2700 Konzerte: in Sidney, Ottawa, Kuala Lumpur, Istanbul, Peking und nicht zu vergessen, die für mich wichtigsten Stationen, in Bernkastel-Kues, Saarburg und Wittlich, denn dort durfte ich das Ensemble live erleben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Daß ich ein großer Quadro-Nuevo-Fan bin, ist inzwischen kein Geheimnis mehr, und bei jedem ihrer neuen Alben sage ich: Das ist das Beste, was ich je von ihnen hörte! Doch bei &amp;laquo;End of the rainbow&amp;raquo; war dies anders, ich dachte: Das ist das Allerbeste, das Großartigste, das Wundervollste, was ich je von ihnen hörte!  Die atemberaubende Intensität dieser Arrangements, diese unerhört lustvolle Spielfreude, diese Virtuosität der vier spielsüchtigen, weitgereisten Musiker ist einfach einzigartig! Sie machen das, was für mich Musik ausmacht: Sie machen mir die Welt einfach noch schöner! Apropos schön und schöner, das Booklet zu der CD ist außergewöhnlich schön gestaltet. Es enthält viele eindrucksvolle Fotos, die während der Zusammenarbeit mit dem NDR Pops Orchestra entstanden, und wundervoll poetische Texte zu den Liedern und zum Konzept des Albums. Mehrere der Kompositionen stammen übrigens aus der Feder der Musiker von Quadro Nuevo! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die mich kennen, wissen, ich bin ganz und gar nicht der Typ &amp;laquo;Prinzessin&amp;raquo;, strebte es auch niemals an, dachte ich, bis ich diese Komposition von Andreas Hinterseher hörte. Jene &amp;laquo;Prinzessin Josefina&amp;raquo; wäre ich als Kind allzu gerne gewesen. &amp;laquo;... ein Walzer für die Leichtigkeit, ein Solo für die Einzigartigkeit, ein Kontrapunkt für die oft verqueren Gedankensprünge, ein Hackbrett für dein herzliches Lachen und ein ganzes Sinfonieorchester für den Versuch, väterlichen Gefühlen stolzen Ausdruck zu verleihen...&amp;raquo; (dies ist der Text zu &amp;laquo;Prinzessin Josefina&amp;raquo; aus dem Booklet der CD).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ob ich &amp;laquo;End of the rainbow&amp;raquo; verlose? Nein, nein und abermals nein!!! Diese CD werde ich niemals wieder hergeben! Ich brauche sie für meine Reisen zum Ende des Regenbogens! Das Ende des Regenbogens, das ist der Ort, an dem du Schönheit erfassen kannst ohne sie greifen zu wollen. Danke, Quadro Nuevo, für Eure Musik!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Quadro-Nuevo-u-NDR-Pops-Orchestra-The-End-Of-The-Rainbow-CD-GLM-Music..jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Quadro Nuevo &amp;amp; NDR Pops Orchestra, &amp;#039;The End Of The Rainbow&amp;#039;; CD GLM Music&quot; width=&quot;674&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Andreas-Hinterseher-vor-dem-Eifelturm-und-hinter-seinem-Bandoneon.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Andreas Hinterseher vor dem Eifelturm und hinter seinem Bandoneon&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;592&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/pressefoto-Das-Ensemble-Quadro-Nuevo.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Ensemble Quadro Nuevo&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 20 Feb 2013 03:01:00 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Die Praxis der Ästhetik</title>
 <link>http://kultur-online.net/?q=node/23183</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_105.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Glaubt man der Ästhetischen Theorie des Theodor Ludwig Wiesengrund Adorno, so wurde zur Selbstverständlichkeit, daß nichts, was die Kunst betrifft, mehr selbstverständlich ist, weder in ihr noch in ihrem Verhältnis zum Ganzen, nicht einmal ihr Existenzrecht. (Digitale Bibliothek Band 97: Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften). Ich schreibe lieber mal dazu, wo ich es gelesen habe, denn ich gedenke noch nicht, von meinem Amt als ClassiCuß-Schreiberin zurückzutreten. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Ob Catherine Manoukian dieser Theorie Glauben schenkte, weiss ich nicht, doch sie beschäftigte sich intensiv mit diesem Thema. Die &amp;laquo;Theorie der Ästhetik&amp;raquo; war Schwerpunkt ihres Masterabschlussses des Studiums der Klassischen Philosophie. Die Symbiose aus Philosophie und Musik ist, was jene Aufnahme, die ich Ihnen hier vorstellen möchte, ausmacht. Lange bevor Catherine Manoukian sich mit Philosophie beschäftigte, machte sie durch ihre angeborene Musikalität auf sich aufmerksam. Ihr Vater brachte ihr die Geigentöne bei, und bereits im Alter von vier Jahren stand sie zum ersten Mal auf einer Bühne. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nein, selbstverständlich stand sie nicht nur so rum, sondern spielte Geige. Sie führte ihr Violinstudium fort und beendete ihre Ausbildung bei keiner Geringeren als der großartigen amerikanischen Violin-Pädagogin Dorothy DeLay, die eine Woche vor ihrem 85. Geburtstag im Jahre 2002 in New York starb. Zu Dorothy DeLays Studenten gehörten unter anderem Itzhak Perlman, Midori Gotō, Sarah Chang, Cho-Liang Lin, Nigel Kennedy, Shlomo Mintz, Gil Shaham und eben auch Catherine Manoukian.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun hat diese kluge und begabte Lady ihre 6. CD herausgebracht! Gemeinsam mit der Staatskapelle Weimar, unter der Leitung ihres Ehemannes Stefan Solymon, spielte sie das einzige Violinkonzert des Komponisten Edward Elgar ein. Nicht etwa in einem Studio, sondern live! An jedem 2. Juni eines Jahres feiert Catherine Manoukian übrigens ihren Geburtstag gemeinsam mit Elgar, jedenfalls gedanklich, denn der an einem 2. Juni geborene Komponist verstarb im Jahre 1934.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der, wie Manoukian, von Geburt an mit Musikalität gesegnete, und im Alter von 47 Jahren zum Ritter geschlagene (nicht wie Manoukian!) Edward Elgar war Sohn eines Musikalienhändlers. Er spielte mehrere Instrumente, zum Beispiel Fagott, Cello, Orgel oder auch Violine. Sein einziges Violinkonzert (h-Moll) wurde am 10. November 1910 in London uraufgeführt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man diese Live-Einspielung von Catherine Manoukian hört, kommt man nicht umhin den Gedanken an die Theorie der Ästhetik wieder aufzugreifen. Ohne sinnliche Wahrnehmung, in diesem Falles das Hören, vermag man kaum zu beurteilen, ob etwas nun der ganz eigenen Vorstellung des Empfindens von Ästhetik entspricht. Wie ich, auch situationsabhängig, etwas wahrnehme, entscheidet, ob dieses ästhetisch ist, oder eben nicht. Für mich ästhetische Prädikate sind zum Beispiel: anmutig, sanft, erhaben, malerisch, wohlgestaltet, harmonisch, feinsinnig oder gefällig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und das Geigenspiel von Catherine Manoukian ist für mich ohne Zweifel nicht nur theoretisch, sondern im Besonderen auch praktisch ausgesprochen ästhetisch! Als kleines Schmankerl spielt die begnadete Geigerin &amp;laquo;Salut d’Amour&amp;raquo;, das Edward Elgar im Jahre 1888 für seine Verlobte schrieb. Adressiert von Manoukian ganz sicher an das Herz ihres Ehemannes und unser aller Ohren. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn Sie möchten, daß ich diese Einspielung adressiert an Sie versende, dann beantworten Sie doch bis zum kommenden Mittwoch folgende Frage an &lt;a href=&#039;mailto:antwort@musikkolumne.de&#039;&gt;antwort@musikkolumne.de&lt;/a&gt; und Sie werden sehen – und hören!&lt;br /&gt;
In welchem Jahr wurde der Komponist Edward Elgar geboren?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Catherine-Manoukian-spielt-Elgar---CD-Berlin-Classics.png.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Catherine Manoukian spielt-Elgar; CD Berlin Classics&quot; width=&quot;666&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Catherine-Manoukian-auf-der-Bühne-mit-der-Staatskapelle-Weimar-unter-der-Leitung-von-Stefan-Solyom.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Catherine Manoukian auf der Bühne mit der Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Stefan Solyom&quot; width=&quot;654&quot; height=&quot;650&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Die-Geigerin-Catherine-Manoukian-und-ihr-Ehemann,-der-Dirigent-Stefan-Solyom.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Die Geigerin Catherine Manoukian und ihr Ehemann, der Dirigent Stefan Solyom&quot; width=&quot;896&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Edward-Elgar.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Edward Elgar&quot; width=&quot;650&quot; height=&quot;651&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 13 Feb 2013 03:03:00 +0100</pubDate>
 <dc:creator>fear</dc:creator>
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 <title>Denn du weisst die Stunde nicht?</title>
 <link>http://kultur-online.net/?q=node/23122</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_104.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Klingekunst, so heißt das Ensemble, das sich 2009 zusammen gefunden hat, um außergewöhnliche Projekte zu realisieren. Lebendige Musikvermittlung ist, was sich Maja Mijatović (Cembalo), Hubert Hoffmann (Laute), Christoph Urbanetz (Viola da Gamba), Sieglinde Größinger (Traversflöte) und Georg Wacks (Sprecher) auf die Fahne schrieben. &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Nicht auf eine Fahne, sondern vermutlich mit einem Textverarbeitungsprogramm am PC, schrieb Caroline Scholzen den Text der Kriminalgeschichte &amp;laquo;Denn du weisst die Stunde nicht&amp;raquo;. Das Ensemble Klingekunst klöppelte daraus eine barocke, musikalische Kriminalgeschichte. Es ist eine Geschichte, die so, oder so ähnlich tatsächlich stattfand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der französische Lautenist und Unglücksrabe Charles Fleury, Sieur de Blancrocher kam durch einen Treppensturz im Jahre 1652 zu Tode. Der dabei anwesende Musiker Johann Jacob Froberger war Zeuge dieses Unfalls und komponierte nach diesem Tamtam ein Tombeau zu Ehren des Verstorbenen.  Während einer Reise nach London, die Froberger kurze Zeit später antrat, wurde dieser ausgeraubt. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was oder wer spielt noch eine Rolle in dieser barocken Kriminalgeschichte? Nun, zum Beispiel das Komponierkästchen, eine siebente Saite, ein kenterndes Schiff, ein verloren gegangenes Manuskript, der Versuch einen Daumen abzubeißen, Athanasius Kircher, Jean-Marie Leclair, Marin Marais, Jean de Sainte-Colombe, die Telemanns, der exzentrische Virtuose Veracini oder Silvius Leopold Weiss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit &amp;laquo;Denn du weisst die Stunde nicht&amp;raquo; (Preiser Records) hat Klingekunst ganz zweifellos ein außergewöhnliches Projekt realisiert. Außergewöhnlich ist auf jeden Fall, sowohl die Wahl und Zusammenstellung der Instrumente, als auch die lebendige und musikalisch auf hohem Niveau präsentierte Musik des Ensembles. Musik und Text wechseln sich jeweils zeitlich und harmonisch geschickt ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außergewöhnlich ist aber auch die Erzählkunst des Sprechers Georg Wacks, dessen Stimme von &amp;laquo;wacksweich&amp;raquo; über knochentrocken bis stahlhart einiges bietet. Es ist nicht zu überhören, das Spektrum des in Wien geborenen Wacks, der unter anderem als Produzent, Clown, Schauspieler, Regisseur, Musiker, Conférencier, Musikwissenschaftler, Verleger und Autor arbeitet. Ein vielseitiger Künstler, der dieser Aufnahme eine ordentliche Portion Humor verpasst. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Falls Sie Probleme haben, diese barocke Kriminalgeschichte lustig zu finden, so könnten Sie in Erwägung ziehen, an einem der Humorworkshops teilzunehmen, die Georg Wacks an der École Philippe Gaulier in Paris anbietet. Ich denke, ich werde mich wohl anmelden. Doch entscheiden Sie selbst! Besorgen Sie sich die CD im Handel, oder versuchen Sie mein Exemplar zu ergattern, indem Sie bis zum kommenden Mittwoch die Antwort auf die folgende Frage beantworten (Mail an: &lt;a href=&#039;mailto:antwort@musikkolumne.de&#039;&gt;antwort@musikkolumne.de&lt;/a&gt;).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In welchem Jahr wurde der Musiker Johann Jacob Froberger geboren?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Denn-du-weisst-die-Stunde-nicht---CD-Preiser-Records.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;CD &amp;#039;Denn du weisst die Stunde nicht&amp;#039;; Preiser Records&quot; width=&quot;671&quot; height=&quot;650&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Das-Ensemble-Klingekunst---Pressefoto-1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Ensemble Klingekunst&quot; width=&quot;665&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Das-Ensemble-Klingekunst---pressefoto.2-1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Ensemble Klingekunst&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;563&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 06 Feb 2013 03:01:53 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Der Klang des Lichtes</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_103.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Den Kennern und Liebhabern des Jazz, im Besonderen des Modern Jazz, ist dieser junge Alexander &amp;laquo;Sandi&amp;raquo; Kuhn bereits seit Jahren ein Begriff. Ein Stipendium ermöglichte es dem schwäbischen Musiker für eine Weile nach New York zu gehen, um dort neue musikalische Impulse zu sammeln. Und was soll ich sagen, für die Förderer, die Kunststiftung Baden-Würtemberg und den Deutschen Akademischen Austauschdienst, ging die Rechnung auf, und dem jungen Musiker ein Licht! &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Sein Zuhause in New York lag an einer großen Kreuzung (klein gibt es in NY ja auch gar nicht). Dort leuchteten und blinkten des Nachts riesige, grelle und bunte Reklametafeln um die Wette. Zuckende Licht- und Schattenspiele raubten dem Saxophonisten aus Germany den Schlaf, und beinahe auch den letzten Nerv, beinahe. Schon immer empfand ich großen Respekt und Bewunderung für Menschen, die in einer mißlichen, unangenehmen Lage eine Chance sehen, und durch Kreativität und Optimismus Neues schaffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alexander &amp;laquo;Sandi&amp;raquo; Kuhn erklärte jene zwangsweise Erleuchtung also zu seiner neuen Quelle der Inspiration. Unzählige Stunden verbrachte er fortan damit, diese vielschichtigen Farbeindrücke, den Rhythmus des Lichtes, in einen Kontext zu seinen ganz eigenen musikalischen Empfindungen und Ideen zu setzen. Was dabei heraus kam ist &amp;laquo;The Ambiguity of Light&amp;raquo; (die Mehrdeutigkeit des Lichtes), ein Album mit außergewöhnlichen, einprägsamen facettenreichen und farbenfrohen Klangbildern. Wieder in Deutschland angekommen, suchte sich Kuhn ein Ensemble zusammen, mit dem er sein musikalisches &amp;laquo;Lichtprojekt&amp;raquo; umsetzen wollte, Musiker, die die gleiche Klangsprache sprechen, wie er. Er entschied sich nicht nur für eine außergewöhnliche Instrumentierung, sondern auch für ebensolche Musiker.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So etwa für den deutschen Kontrabassisten Jens Loh, der mit sechs Jahren mit dem Geigenspiel begann, und sich erst im Alter von siebzehn Jahren dem Kontrabaß zuwandte. Seit 25 Jahren ist er nun mit seinem Baß sehr eng befreundet und die beiden verstehen sich ausgezeichnet! Jazz-Kenner wissen, wovon ich spreche. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An&#039;s Schlagzeug setzte Kuhn Axel Pape. Nein, nicht jener gutaussehende, meist als Kommissar schauspielernde Düsseldorfer, sondern der in Stuttgart und Mainz Jazz- und Popularmusik studierende Musiker Axel Pape. Der diplomierte Musiker ist in namhafte Formationen und Projekte im Bereich Jazz und zeitgenössischer Musik eingebunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Julius Heise, der Vibraphonist des Ensembles um Alexander &amp;laquo;Sandi&amp;raquo; Kuhn, wurde 1987 in Neubrandenburg geboren und hatte seinen ersten Schlagzeugunterricht im Alter von fünf Jahren bei Gábor Bolyàn. Von 1999 bis 2007 war er Jungstudent an der Hochschule für Musik &amp;laquo;Hanns Eisler&amp;raquo; Berlin bei Edgar Guggeis (Klassik), Christian v.d. Goltz und Mario Würzebesser (Jazz). Von 2007 bis 2011 studierte Heise Jazz-Vibraphon am Jazz Institut Berlin und schloß seine Studien mit dem Bachelor of Music (summa cum laude) ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den Gitarristen Syberen van Munster hatte Kuhn in New York kennen gelernt, wo van Munster zu den gefragten jungen Gitarristen gehört und regelmässig mit seinem Trio in verschiedenen Clubs auftritt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das außergewöhnlichste und beeindruckendste Instrument ist jedoch für mich die Stimme der in Boston lebenden Sängerin und Komponistin Song Yi Jeon. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Album von Alexander &amp;laquo;Sandi&amp;raquo; Kuhn und seinen Musikern beeindruckte mich vom ersten Takt an. Dieser klangliche Farbenreichtum und das sensibel harmonische Nutzen sehr individueller Freiräume der einzelnen Musiker, macht aus &amp;laquo;The Ambiguity of Light&amp;raquo; (JAZZNArts Records/Inakustik/siffling productions)  ein sehr gelungenes, melodisches Projekt - ein interessanter und harmonischer Musikgenuß. Es muß ja nicht immer Klassik sein. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beantworten Sie folgende Frage an &lt;a href=&#039;mailto:antwort@musikkolumne.de&#039;&gt;antwort@musikkolumne.de&lt;/a&gt;, und nutzen Sie die Chance, diesen Genuß zu gewinnen:&lt;br /&gt;
In welchem Land wurde die Sängerin Song Yi Jeon geboren?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/The-ambiguity-of-light---das-aktuelle-Album-von-Alexander-Sandi-Kuhn.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&amp;#039;The ambiguity of light&amp;#039; - das aktuelle Album von Alexander Sandi Kuhn&quot; width=&quot;650&quot; height=&quot;650&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 30 Jan 2013 03:02:27 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Hör zu!</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_102.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Wie kommst du zum Ende des Regenbogens?&lt;br /&gt;
Ein Realist würde sagen: gar nicht&lt;br /&gt;
Ein Philosoph würde sagen: durch deine Vorstellungskraft&lt;br /&gt;
Ein Theologe würde sagen: durch deinen Glauben&lt;br /&gt;
Ein Betrüger würde sagen: gib mir Geld und ich zeig dir den Weg&lt;br /&gt;
Eine Mutter würde sagen: in deinen Träumen&lt;br /&gt;
Ein Kind würde sagen: ist doch ganz einfach&lt;br /&gt;
Ein Tor würde sagen: hinter dem nächsten Hügel, da müsste es sein, das seh ich genau&lt;br /&gt;
Ein Musiker würde sagen: hör zu&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Zwar stammt dieser Text aus dem End of the Rainbow-Programm des Ensembles Quadro Nuevo, doch für mich ist jedes Projekt, jedes Konzert, jedes Buch dieser Musiker eine Reise zum Ende des Regenbogens. Dies gilt auch für die Reise durch die Nacht der (und mit den) Einsamen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;laquo;Die Nacht der Einsamen&amp;raquo;, ist der Titel des ersten Romans von Julie Fellmann, der im Herbst 2012 publiziert wurde. Ein Krimi, der zeitgleich auch als Hörbuch erschienen ist. Für dieses Hörerlebnis-Buch nahm die Autorin sich das Ensemble Quadro Nuevo mit ins Boot. Gemeinsam mit Ihnen hatte sie bereits &amp;laquo;Der König hat gelacht&amp;raquo; (ein märchenhaftes Hörbuch für Kleine und Große – GLM Music) aufgenommen. Und nun lachen alle Krimi-Fans. Doch nicht nur jene, sondern auch alle, die sich gerne mal etwas anderes lesen lasen als die Leviten! Auch für jene, die die Musik von Quadro Nuevo lieben und dem knochig-bayerischem Charme nicht widerstehen können, ist dieses Projekt ein unheimliches (!) Vergnügen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unwiderstehlich finde ich auch die Stimme, des nicht mehr ganz so blutjungen Schauspielers Michael Fitz, der den Hauptpart in diesem spannenden, unblutigem, überraschend endenden Krimi liest.  Doch noch eine Stimme meldet sich ab und an. Eine Frau. Eine junge Frau. Nicht häufig spricht sie. Sie spricht vom Knochenmann - eindringlich, gänsehautproduzierend, geheimnisvoll. Es ist die Stimme von Caroline Ebner, die mir durch Mark und Bein geht. Würde sie einen kompletten Krimi lesen, ich bin mir nicht sicher, ob meine Nerven diese Spannung aushielten. Ich sage es ganz ehrlich: ich bin kein Hörspiel-Fan. Ich mag viel lieber Bücher. Meist sind mir die Texte viel zu schnell gesprochen, passen nicht zu meinem Rhythmus, laufen meinen Gedanken voraus, die Geschichte läuft mir davon und das macht mich nervös. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und genau hier ist bei der &amp;laquo;Nacht der Einsamen&amp;raquo; der große Unterschied zu den Hörbüchern die ich kenne! Quadro Nuevo entschleunigen das Gelesene, lassen Zeit für eigene Gedanken, für Stimmungen, für‘s Verstehen, malen mit ihrer Musik Bilder in meinem Kopf. Es ist, als schaute ich mir einen Film im Kino an. Das Ensemble schafft es (etwa 450 Minuten lang!), mir eine Palette ganz besonderer Eindrücke und Stimmungen vorzuschlagen, aus denen ich mir mein eigenes Bild, meinen eigenen Film machen kann. Die Instrumente lachen, kichern, verhöhnen, spotten, grübeln, weinen, denken, lassen spekulieren, vermuten, ahnen, wissen und wieder verwerfen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Zum Inhalt des Romans:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Eine kalte Nebelnacht. Eine einsame Spaziergängerin. Ein Marterl, das an eine alte Schuld erinnert… In der kleinen Gemeinde Birk vor den südlichen Toren Münchens hängt der Bürgermeister tot von seiner Wohnzimmerdecke. In der gleichen Nacht wird im Wald die Grundschuldirektorin des Ortes erdrosselt. In ihrer Manteltasche findet sich eine Streichholzschachtel mit der Aufschrift Luciferin. Der Münchner Kommissar Garcia und sein Team suchen fieberhaft nach der Verbindung zwischen den beiden Morden. Treibt ein psychisch gestörter Würger sein Unwesen oder gibt es einen tieferen Zusammenhang?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis zur letzten Sekunde spannend, fiebert der Leser nicht nur der Auflösung des Falles entgegen, sondern wird auch von der zarten Annäherung zwischen dem charismatischen Garcia und seiner patenten Kollegin Franzi in den Bann gezogen. Jede einzelne Figur ist mit Liebe gestaltet, ist von Fehlbarkeit gezeichnet und von ihrem ganz persönlichen Streben nach Glück. Je näher die Lösung des Falles rückt, desto mehr verwischen die Grenzen zwischen gut und böse, schuldig und unschuldig, Täter und Opfer. Was geschah wirklich in jener Mordnacht, in der Nacht der Einsamen? (Quelle: Webseite der Autorin Julie Fellmann)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Fortsetzung der Krimireihe rund um den Münchner Kommissar Garcia ist bereits in Arbeit. Darauf bin ich schon sehr gespannt und hoffe, daß Julie Fellmann, Quadro Nuevo, Michael Fitz und Caroline Ebner sich für eine Hörbuchfassung wieder in ein Boot setzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein Tipp für alle, die in der Gegend um Rosenheim leben:&lt;br /&gt;
Am Montag, den 28. Januar 2013 um 20 Uhr gibt es den Krimiabend &amp;laquo;Nacht der Einsamen&amp;raquo; in der Rosenheimer Stadtbibliothek! Erzählerin: Julie Fellmann; Musik &amp;amp; mehr: Mulo Francel, D.D. Lowka, Ralph Stövesandt (der Mann mit der Singenden Säge!) Kartenreservierung unter Tel. (08031) 361446.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Hör zu!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Nacht-der-Einsamen--Ein-kriminell-gutes-Hörbuch,-musikalisch-begleitet-von-Quadro-Nuevo---GLM-Musicjpg.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&amp;#039;Nacht der Einsamen&amp;#039; - Ein kriminell gutes Hörbuch, musikalisch begleitet von Quadro Nuevo; GLM Music&quot; width=&quot;667&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Quadro-Nuevo---Pressefoto.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Quadro Nuevo&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;540&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Die-Autorin-Julie-Fellmann-und-das-Ensemble-Quadro-Nuevo-in-einem-Boot---Pressefoto-julie-fellman-04-l.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Die Autorin Julie Fellmann und das Ensemble Quadro Nuevo in einem-Boot; Foto: Julie Fellman&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;598&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Caroline-Ebner--Foto-©-Christian-Hartmann.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Caroline Ebner; Foto: © Christian Hartmann&quot; width=&quot;533&quot; height=&quot;800&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-link field-field-architecture-web-ref&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Weblink:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.stadtbibliothek.rosenheim.de/&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;http://www.stadtbibliothek.rosenheim.de&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 23 Jan 2013 03:02:00 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Popps Klassik</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_101.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Geboren wurde sie wahrscheinlich im Jahre 1098, vor 915 Jahren also. Zu jener Zeit, da der Stuhl für’s Volk erfunden wurde. Bis dahin nämlich waren die Rückenlehnen nur den Ehrensitzen vorbehalten, doch nun konnte sich auch das Volk auf ihren Schemeln mal zurücklehnen, noch nicht viele, doch der Anfang ward getan. Außerdem zerstörten Dänen die Festung Jomsburg der Wikinger auf Wollin.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;&amp;laquo;Liber Scivias&amp;raquo; ist nicht der Beginn eines Briefes an einen Herrn namens Scivias, sondern es handelt sich um Schilderungen von Visionen, prophetischen Geschichten und Bußmahnungen. Mit jenen Schriften erregte Frau von Bingen (um 1155) allerhand Aufsehen und Aufhören. Ebenso mit ihren naturwissenschaftlichen und medizinischen Aufzeichnungen, in denen sie die Heilwirkungen von Edelsteinen und Säften (der Viersäftelehre, also bereits ein Vorläufer von Rotbäckchen, welchen ich als Kind bekam, wenn ich krank war oder so tat als ob, um jenen gesunden und leckeren Saft zu bekommen). &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ungesund hingegen war die Einstellung des Arnold von Brescia, daß auch der Säkularklerus nach dem Vorbild der Mönche Besitzlosigkeit und Ehelosigkeit üben und auf jedwede politische Macht verzichten solle. Er wurde hingerichtet. Geboren hingegen wurde im nämlichen Jahr Dschingis Khan. 1178 wurde erstmals das Wort Weihnachten gebraucht (&amp;laquo;wihe naht&amp;raquo;). Ein Jahr später starb Hildegard von Bingen. In jenem Jahr als Heinrich der Löwe, der Herzog war, wegen Nichtteilnahme an den Zügen des Kaisers geächtet wurde und seine Herzogtümer Sachsen und Bayern verlor. Er starb im August des Jahres 1195, im Sternzeichen des Löwen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur soviel zur Zeit, in der sie lebte, die Hildegard von Bingen. Sie wurde über 80 Jahre alt, und erreichte eine für jene Zeit sehr hohes Lebensalter. Ihre Heilmittel scheinen doch nicht so ohne gewesen zu sein. In der Zeit zwischen 1151 und 1158 verfaßte sie 77 liturgische Gesänge, die als Symphonia armonie celestium revelationum bezeichnet werden. Während Frau von Bingen sich ausschließlich den kirchlichen Klängen widmete, besangen die Minnesänger und Troubadoure die weltlichen Dinge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;15 jener vorhin genannten liturgischen Gesänge hat das weibliche Vocalensemble VocaMe auf CD aufgenommen. &amp;laquo;Inspiration Hildegard von Bingen – Lieder und Visionen&amp;raquo;, so der Titel, der auf dem Label Berlin Classics (EDEL) veröffentlicht wurde. Die musikalische Leitung dieses Projektes übernahm Michael Popp, der sich bereits seit mehreren Jahrzehnten mit Alter Musik beschäftigt. In einem sehr interessanten Text (auf der Webseite des Ensembles VocaMe) schreibt er, daß Hildegard von Bingen noch als Kind in das Kloster in Disibodenberg eintrat, wo sie bis zum 43. Lebensjahr in Klausur lebte. Diese ganze Zeit über, beginnend schon im Alter von drei Jahren, hatte sie eigenen Angaben zufolge Visionen und Auditionen (in denen sie Musik hörte!), bis sie sich entschloß, die Klausur zu verlassen, ihr eigenes Kloster zu gründen und als Visionärin öffentlich in Erscheinung zu treten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was mir besonders an dieser Aufnahme gefällt, ist Michael Popps musikalische Begleitung des mehrstimmigen Gesanges mit Fidel, Harfe, Monochord, Ud, Dilruba, Santur oder Glocken. Für jene, denen daran gelegen ist, die Musik Hildegard von Bingens zu verstehen, liefert das Booklet die Übersetzung der Texte ins Deutsche und Englische. Für jene, die einfach nur die Musik genießen möchten, sich eigenen Auditionen hinzugeben bereit sind, und musikalische Zeitreisen lieben, ist diese klanglich herausragende Aufnahme eine Bereicherung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einem jener Leser (natürlich sind auch die weiblichen gemeint), der mir verrät wann Michael Popp geboren wurde (es gelang mir nicht, dies in Erfahrung zu bringen), werde ich das neue Album von VocaMe senden. Die Antwort bitte bis zum kommenden Mittwoch an &lt;a href=&#039;mailto:klassik@habmalnefrage.de&#039;&gt;klassik@habmalnefrage.de&lt;/a&gt;. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Das-neue-Album-des-Ensembles-VocaMe---Inspiration-Hildegard-von-Bingen---Unter-der-musikalischen-Leitung-von-Michael-Popp.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Das neue Album des Ensembles VocaMe - &amp;#039;Inspiration Hildegard von Bingen&amp;#039; - unter der musikalischen Leitung von Michael Popp&quot; width=&quot;667&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Hildegard-von-Bingen.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Hildegard von Bingen&quot; width=&quot;800&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Voca_Me_live.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;VocaMe live&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;597&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Michael_Popp.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Michael Popp&quot; width=&quot;600&quot; height=&quot;757&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 16 Jan 2013 03:04:28 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Taktvoll verführt</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_100.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Führen und entführen, gleiten und begleiten, gehen und vergehen, leben und erleben – dies alles ist Tango. Heute geht es zwar um den Tango, doch nicht um Piazzolla - oder dachten Sie nicht etwa just an ihn? Ich liebe seine Musik, aber es darf auch gerne mal ein anderer Komponist sein. Was Junges, Frisches oder gar Neues! Die &amp;laquo;richtigen&amp;raquo; Tangoliebhaber- und Tänzer werden ihn bereits kennen. Ich hörte seine Tangos vor nicht allzu langer Zeit zum ersten Mal, und ich bin davon überzeugt, daß sein Name, genau wie der Piazzollas, irgendwann jedem in den Sinn kommen, sowie das Wort Tango fällt.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Er wurde 1974 geboren (selbstverständlich in Argentinien) und ist jung, seine Interpretationen sind frisch und eigen (nicht nur, weil er sie selbst komponierte). Sein Name ist Andrés Linetzky und sein Ensemble heißt Vale Tango. Linetzky, der seit frühster Jugend ein Tangomusiker ist, gründete Vale Tango im Jahre 1999. &amp;laquo;Las huellas en el mar&amp;raquo;, so der Titel ihres aktuellen Albums, das bei dem Label Winter &amp;amp; Winter erschienen ist und von Stefan Winter produziert wurde. Mit Stefan Winter, dem Spezialisten für das &amp;laquo;Kino für die Ohren&amp;raquo;, arbeitet Andrés Linetzky bereits seit 1997 zusammen. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;laquo;Las huellas en el mar&amp;raquo; ist sein fünftes Album für Winter &amp;amp; Winter und die erste Produktion, die überwiegend eigene Kompositionen präsentiert. Lediglich zwei der 18 Titel der CD komponierte der Argentinier nicht selbst. Was mich sehr beeindruckt ist, wie Linetzky es schafft, neue und eigene Musik zu schaffen und dennoch dem klassischen Tango absolut treu zu bleiben, denn wenn ich mir eine Tango-CD kaufe, möchte ich schließlich auch Tangos hören!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;André Linetzky studierte sowohl Klassische Musik, als auch Jazz und Tango. Er weiß, was er tut und mit welchen Musikern, in welcher Besetzung er seine Kompositionen perfekt umsetzen kann. Vale Tango sind: Andrés Linetzky (Piano), Alejandro Schaikis und Javiera Gonzalez (Violinen), Nicolas Capsitski und Amijai Shalev (Bandoneons), Patricio Cotella (Double Bass) und Marcelo Costa (Vocals).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als ich den dritten Titel &amp;laquo;Mi barco abandonado&amp;raquo; zum ersten Male hörte, griff ich nach dem Booklet, welches übrigens sehr liebevoll und hochwertig gestaltet ist, um mich zu vergewissern, daß diese Komposition tatsächlich neu und von Andrés Linetzky ist. Es ist das, was man einen Ohrwurm nennt, und dies in seiner angenehmsten Form. Den Text zu &amp;laquo;Mi barco abandonado&amp;raquo; schrieb Andrés‘ Bruder Mathías Linetzky. Er erzählt Geschichten von der Vergangenheit, von Erfahrungen und von Dingen, die uns eine Zeit lang begleiten und die wir wieder verlieren, wenn wir älter werden. Mir hat er diese Geschichten inzwischen einige Dutzend Male erzählt, und ich liebe sie! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;laquo;Humilde y bella canción&amp;raquo; ist ein wundervoller Vals-Tango von Vale Tango (auch hierzu stammt der Text aus der Feder von Mathías Linetzky), und eine Hommage an den 1922 geborenen Mariano Mores, der wie Andrés Linetzky sowohl Tangokomponist- als auch Pianist ist. Linetzky und sein Ensemble präsentieren das, was ich den &amp;laquo;gewaltfreien Tango&amp;raquo; nenne. Es sind jene Tangos, zu denen sich das Paar &amp;laquo;taktvoll&amp;raquo; gemeinsam, freundlich, sanft und höflich, durchaus auch mal erotisch (wie bei vielen lateinamerikanischen Tänzen) auf dem Parkett bewegt. Führen und entführen, gleiten und begleiten, gehen und vergehen, leben und erleben, dies alles ist Tango – Vale Tango!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie möchten mit Vale Tango ins neue Jahr tanzen? So beantworten Sie bis zum kommenden Mittwoch folgende Frage und senden die Antwort an &lt;a href=&#039;mailto:klassik@habmalnefrage.de&#039;&gt;klassik@habmalnefrage.de&lt;/a&gt;.  Wie ist die deutsche Übersetzung von &amp;laquo;Las huellas en el mar&amp;raquo;?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Vale-Tango---Las-huellas-en-el-mar---Music-Edition-Winter--Winter.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Vale Tango - &amp;#039;Las huellas en el mar&amp;#039;; Music Edition Winter &amp;amp; Winter&quot; width=&quot;683&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Andrés-Linetzky-und-Vale-Tango---Tango-Buenos-Aires-Festival-y-Mundial-2011.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Andrés Linetzky und Vale Tango. Tango Buenos Aires Festival y Mundial 2011&quot; width=&quot;819&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Ein-Konzert-des-Ensembles-Vale-Tango.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Ein Konzert des Ensembles Vale Tango&quot; width=&quot;800&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 09 Jan 2013 03:04:36 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Ein neues Ja!</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_99.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;SiSä la bim, schon ist es da, ein neues Ja! Ja, auch das neue Jahr! Aber eben auch ein Ja, nämlich zu vielen neuen, vielen außergewöhnlichen CD-Einspielungen! Und da liefert mir ein gewisser Herr Stövesandt, nein, nicht Peter, sondern Ralph, mir justamente den perfekten Einstieg! Denn seine CD ist alles, außer gewöhnlich gleichwohl außergewöhnlich! &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Sie haben keine Ahnung, was SiSä bedeuten soll? SiSä ist die Abkürzung für Singende Säge. Die Singende Säge gehört zu den zahnlosen musikalischen Instrumenten. Wahrscheinlich ist die Säge, die einzige, die vermag, ohne Zähne zu singen! Wie wir alle, hatte auch die Säge zu Beginn einmal Zähne, doch die wurden irgendwann aus praktischen Gründen gezogen, alldieweil sie dem Musikanten ins Bein bissen. Außerdem ist nur eine zahnlose eine Singende, und keine Nervensäge! Nun kann sie zwar nicht mehr sägen, doch singen. Den Fuchsschwanzgriff ließ man der Guten, damit man sie zumindest optisch für eine echte Säge halten kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allerdings gibt es die SiSä auch mit Teilbezahnung. In jenem Fall verfügt die Lady in der Mitte ihres Blattes über eine Zahnreihe von circa 20 bis 30 cm (der Optik wegen – es gibt eben auch sehr eitle Sägen). Ralph Stövesandts erste Singende Säge war eine Engländerin die um 1920 geboren war (ich glaube, das war jene, die ihm immer ins Bein biß). Nach deren Vorbild ließ sich der Musiker 2002 ein etwas zahmeres Modell bauen, welches seinen Vorstellungen und Ansprüchen von Klang, Spielbarkeit und Schmerzfreiheit gerechter wurde. So entstand das Modell Stövesandt 1 (Stövesandt 1 singt - Nimbus 1000 fliegt!). Dieses (noch immer nicht ganz zahnloses) Standardmodell S1 hat einen speziell geformten Griff, welcher sich gut ans Bein anschmiegt! Erst seit 2008 haben Stövesandt-Sägen gar keine Zähne mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was und wie so eine zahnlose Lady in der Lage ist zu singen, präsentiert Ralph Stövesandt auf seiner CD &amp;laquo;Die Singende Säge&amp;raquo; (GLM Music – ein Garant für besondere Einspielungen!). Gemeinsam mit dem herausragenden Ensemble Quadro Nuevo oder der Harfenistin Julia Rosenberger (mit der Stövesandt auch als Duo &amp;laquo;Sandrose&amp;raquo; erfogreich ist) läßt er seine Säge musizieren. Ob Bossa Nova, Walzer, ob ein Hallelujah oder Bachs Air (sie werden glauben, eine Frau sänge!), es klingt wundervoll und die Lady ist alles andere als eine Nervensäge! Ganz besonders haben es mir die &amp;laquo;Seejungfrauenmelodie&amp;raquo; und der „Kriminal Swing“ angetan, begleitet von Quadro Nuevo und beides Kompositionen von Mulo Francel, dem Saxophonisten und Charmeur des Ensembles. Ich mag seine Musik (doch, sind wir nicht alle ein bißchen Mulo?!). &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wundervoll ist auch der &amp;laquo;Persian Rug&amp;raquo; mit den &amp;laquo;Sons of the Desert&amp;raquo;, doch an all diese Titel kommt für mich keiner an &amp;laquo;One Time&amp;raquo;! Komponiert hat dieser Song King Crimson und den Text lieferte Adrian Below. Sabine Brammertz‘s Gesang wird begleitet von einer Querflöte, einer E-Gitarre, einem Didgeridoo , Percussion und Bass (des 2010 verstorbenen Rolf Seelbach) und eben der Singenden Säge. Aufgenommen und gemixt wurde &amp;laquo;One Time&amp;raquo; von Peter Wahle. Einfach one-time (einmalig!).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn Sie Ralph Stövesandt und seine Singende Säge live erleben möchten, hier die nächsten Termine:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;18.01.2013: Würzburg, Gästeführerverein (mit den 3 Franken mit dem Kontrabaß)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;28.01.2013: 19.30 Uhr in der Rosenheimer Stadtbibliothek&lt;br /&gt;
Krimiabend &amp;laquo;Nacht der Einsamen&amp;raquo;&lt;br /&gt;
(Musik und mehr: Mulo Francel. Sprecherin: Julie Fellmann)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;24.02.2013: vormittags Kitzingen, Berufsschule&lt;br /&gt;
&amp;laquo;Faszination Holz, Sonntagsmatinee mit Harfe und Singender Säge&amp;raquo;&lt;br /&gt;
(mit dem Duo Sandrose)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;11.04.2013 20.00 Uhr: Bad Aibling, Buchhandlung Librano&lt;br /&gt;
Krimiabend &amp;laquo;Nacht der Einsamen&amp;raquo;&lt;br /&gt;
(Musik und mehr: Mulo Francel. Sprecherin: Julie Fellmann)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Ralph-Stövesandt-und-Die-Singende-Säge---GLM-Music-FM-171-2.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Ralph Stövesandt und Die Singende Säge - GLM Music FM 171-2&quot; width=&quot;675&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Ralph_Stövesandt_Workshopfoto-saege6.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Ralph Stövesandt&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;599&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 02 Jan 2013 03:01:32 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Gänsehaut und Feuer</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_98.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Hauptamtlich ist er Saxophonist des genialen, und eben deshalb so erfolgreichen Ensembles Quadro Nuevo. Temporär, also nicht verschnupft, sondern zeitweise, ist er auf Solopfaden unterwegs. Das heißt, nicht tatsächlich solo, denn 4 gewinnt! Weshalb sich Mulo Francel für seine Eskapaden ein klassisches Jazzquartett zusammen klöppelte. Laut Duden handelt es sich bei der klassischen (so auch bei der jazzigen) Eskapade um ein &amp;laquo;Abenteuer, eine abenteuerlich-eigenwillige Unternehmung&amp;raquo;. Dies trifft ziemlich genau, was Sie von dem neuen Album &amp;laquo;Escape&amp;raquo; (engl.: entfliehen, flüchten) zu erwarten haben! &lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Mulo Francel entflieht, entzieht sich der eingetretenen Pfade, der organisierten Strukturen. &amp;laquo;Wenn du 2000mal rechtsherum aus dem Haus gegangen bist, weil das der kürzere, praktischere, vermeintlich bessere Weg ist, geh beim nächsten Mal einfach nach links! Und schau, was passiert...&amp;raquo; In diesem Falle: Höre, was passiert! Mehr als 2000mal frönte Francel auf wunderbare Weise dem Bossa Nova, dem Tango, seiner Vorliebe für World-Music, mediterranen Klängen und alteuropäischen Melodien. Doch hin und wieder schlägt er diese andere Richtung ein, eine Richtung, die er als Kind schon liebte. Durch seinen Vater lernte er den Jazz kennen und lieben. Doch Francel möchte das Rad, und schon gar nicht den Jazz, neu erfinden, er sei ein Eklektiker (nein, kein Elektriker!). Das Etymologische Wörterbuch (nach Pfeifer) erklärt: &amp;laquo;Eklektiker m. Philosoph, der aus verschiedenen philosophischen Systemen einzelne Lehrsätze auswählt, wer aus Gedanken anderer eine scheinbar eigene Theorie entwickelt (...)&amp;raquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weshalb er &amp;laquo;Escape&amp;raquo; aufnahm? Weil er erstens: schon immer gerne in außergewöhnlichen Besetzung spielte; zweitens: um der Boss zu sein; drittens: um seine eigenen Lieder zu spielen; viertens: diese, seine Kompositionen, als Ausgangsbasis für lustvolles Improvisieren zu sehen! Und diese Besetzung ist in der Tat außergewöhnlich, in vielerlei Hinsicht! Mulo Francel hat sich für dieses Projekt geniale Musiker zusammen gesucht! Den hochvirtuosen Pianisten David Gazarov, den beeindruckenden Kontrabassisten Sven Faller und einer der inspiriertesten Drummer der europäischen Musiklandschaft (so Francel).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sicher hatte ich die Titel vorher bereits gehört, schließlich bin ich ein absoluter Liebhaber der Musik des Ensembles Quadro Nuevo, doch so, nein, so hörte ich Francels Kompositionen noch nie! Es sind seine Lieder, damit kann er schließlich machen was er will, und was mir außerordentlich gut gefällt! Mulo Francel sagt, daß Gänsehaut und Feuer im Bauch ein untrügliches Zeichen guter Musik seien. Beim Hören von &amp;laquo;Escape&amp;raquo; hatte ich beides, und ich war wie elektrisiert (insofern scheint Francel doch eine Elektriker zu sein).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der ungewohnte, der ungewöhnliche Weg, das ist es, wozu Mulo Francel mit &amp;laquo;Escape&amp;raquo; einläd. Keine Flucht, sondern &amp;laquo;ein Sich-Entfernen-Von-All-Diesem, seine Gegenwelt zu finden, um in ihr wieder Kraft zu schöpfen für den Kampf gegen Missstände in der realen Welt.&amp;raquo; Sein Anspruch als Musiker: &amp;laquo;Mit möglichst anspruchsvoller guter Musik möglichst viel Spaß zu haben und dabei möglichst vielen Leuten Freude zu bereiten.&amp;raquo; Was genau er damit meint? Na, hören Sie &amp;laquo;Escape&amp;raquo;, dann wissen Sie es.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Begleiten Sie Mulo Francel auf seiner &amp;laquo;Flucht&amp;raquo; nach Batumi, gönnen Sie sich an südlicheren Tagen im Café Europa in Italien, gemeinsam mit Pauline, Susannata, Angelo del Gatto und Goethe einen Cacao, und lassen sich vom Leben des Señor Lorenzo erzählen. Treffpunkte im Januar: Landsberg am Lech-Stadttheater (am 4.), in der Schwalmstadter Hospitalkirche (am 5.), Im Jazzhaus Freiburg (am 6.), in der Kulturfabrik Traunstein-Nuts (am 8.), im Augsburg-Parktheater in Göggingen (am 10.), in Pfaffing bei Wasserburg-Kultur in der Filzen, oder wo und so oft Sie mögen via CD &amp;laquo;Escape&amp;raquo; von GLM ( FM 169-2 Label: Fine Music / Anmerkung der Autorin: Very fine Music!)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;very herzlich&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Das-aktuelle-Album-von-Mulo-Francel--Escape---GLM.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Das aktuelle Album von Mulo France - &amp;#039;Escape&amp;#039;, GLM&quot; width=&quot;700&quot; height=&quot;631&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/mulo_francel_friends.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Mulo Francel &amp;amp; Friends&quot; width=&quot;800&quot; height=&quot;561&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Mulo-Francel-auf-dem-Weg.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Mulo Francel auf dem Weg zur Arbeit&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;506&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 26 Dec 2012 03:02:24 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Die Wiege Noa&#039;s</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_97.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Achinoam Nini wurde 1969 in Tel-Aviv geboren. 15 ihrer ersten 17 Lebensjahre verbrachte sie in New York, dann ging sie in ihre israelische Heimat zurück. Außerhalb ihres Heimatlandes ist die Musikerin unter dem Namen Noa bekannt. Sie könne zwar die Luft anhalten, um in fremde Jeans zu passen, nicht aber ihre Gene verleugnen, singt sie in einem ihrer früheren Titel. Und immer wieder singt sie von der Sehnsucht, irgendwo dazu zu gehören.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Der seit 1990 in Deutschland lebende, im Iran geborene Philosoph Hamid Reza Yousefi schreibt in seinen biographischen Skizzen &amp;laquo;Dornenfelder&amp;raquo;: &amp;laquo; (...) Wer seine Heimat, wenn auch für kurze Zeit, verlassen hat, weiß auf seine Weise, daß kein kultureller Ortswechsel spurlos am Menschen vorübergeht; jeder Wechsel ist eine Horizonterweiterung, ein Geständnis an die Vielfalt unserer Welt. (...) Wer sich zwischen den Kulturen bewegt, wird immer wieder das Gefühl in sich spüren, sich in einem Labyrinth zu bewegen. (...) Was er aber immer wieder erfährt, ist, sich in diesem Labyrinth zu verirren. Alles bleibt letzten Endes in Schwebe. Unsere Aufgabe ist es, die Vorzüge dieser Schwebe schätzen zu lernen (...)&amp;raquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ist es nicht auch unsere Aufgabe, uns in Toleranz zu üben? Damit meine ich nicht jene Toleranz, die die Gleichgültigkeit oder die Unwissenheit gebiert, sondern jene, die aus dem Interesse, dem Wissen und dem Herzen erwächst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun gibt es ein neues Album von Noa! Mit diesem &amp;laquo;Israeli Songbook&amp;raquo; setzen Noa und ihr langjähriger musikalischer Weggefährte Gil Dor dem israelischen Kulturgut ein Denkmal. Gemeinsam mit dem Jerusalem Symphony Orchestra und dessen Leiter Ilan Mochiach arrangierten sie die Lieder Israels, die zwischen 1920 und 1979 entstanden, und die dort jedes &amp;laquo;Kind&amp;raquo; kennt, das über 30 ist. Statt einer Aufnahme mit Weihnachtsliedern möchte ich Ihnen in diesem Jahr das Ergebnis dieser Zusammenarbeit empfehlen – Gedanken, die man sich zur Weihnachtszeit macht, und die durch das ganze Jahr begleiten sollten. Noa singt alle Titel in ihrer Heimatsprache, weshalb im Booklet der CD (Pinorrek Records im Vertrieb von EDEL) die Bedeutung der einzelnen Lieder erklärt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;&amp;laquo;Bereshit&amp;raquo;&lt;/b&gt; (Am Anfang)&lt;br /&gt;
Text: Haim Heffer / Musik: Sasha Argov / Arrangement: Ilan Mochiach&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Anfang schuf Gott die Welt in sieben Tagen wie es die Bibel beschreibt. Am Ende jeden Tages sieht der Herr, daß das Geschaffene gut ist, bis er endlich den Menschen erschafft. Plötzlich ändert sich alles: der Mensch zähmt Tiere, entdeckt die Dampfkraft und baut Maschinen, greift nach den Sternen und erfindet schließlich die schreckliche Bombe, die alles zerstört. Langsam beginnt die Schöpfung von neuem. Der Herr arbeitet Tag für Tag, um die Erde mit Blumen, Bäumen und Tieren zu bevölkern, aber am sechsten Tag beschließt er, seinen Plan zu ändern. Diesmal schafft er keinen Menschen. Und der Herr sieht, daß es gut ist... Dieses musikalische Epos, das die zerstörerischen, arroganten Tendenzen des Menschen zutiefst kritisch sieht, wurde von Haim Hefer und Sasha Argow geschaffen, und es ist heute so relevant wie zur Zeit seiner Entstehung vor 50 Jahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &amp;laquo;Israeli Songbook&amp;raquo; bietet nicht nur musikalisch sehr Niveauvolles! Wenn Sie sich diese Songs zu Gehör und zu Herzen nehmen wollen, den Geist der Weihnacht durch das ganze kommende Jahr &amp;laquo;retten&amp;raquo; möchten, so empfehle ich Ihnen, das Album bei dem Musikalienhandel Ihres Vertrauens zu bestellen, oder aber mein Exemplar zu erhalten. Mein Weihnachtsgeschenk für Sie! Heute also keine Frage (im wahren Sinne des Wortes)! Senden Sie mir einfach ein paar Zeilen (bitte Adresse nicht vergessen) an &lt;a href=&#039;mailto:klassik@habmalnefrage.de&#039;&gt;klassik@habmalnefrage.de&lt;/a&gt;. Aus den Mails, die mich bis zum 26. Dezember 2012 erreichen, werde ich den zukünftigen Noa-Fan ermitteln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich wünsche Ihnen unvergeßliche, harmonische und tolerante Feiertage!&lt;br /&gt;
Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Achinoam-Nini-.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Achinoam Nini&quot; width=&quot;674&quot; height=&quot;650&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/The-Israeli-Songbook-von-Noa---Pinorrekk-Records.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&amp;#039;The Israeli Songbook&amp;#039; von Noa; Pinorrekk Records&quot; width=&quot;677&quot; height=&quot;650&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 19 Dec 2012 03:01:47 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>Fabio &amp; Antonio, ein &quot;erstklassisches&quot; Team</title>
 <link>http://kultur-online.net/?q=node/22602</link>
 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_96.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Das erste was man von ihm sah, waren wahrscheinlich seine feuerroten Haare, weshalb man ihn in seiner Heimatstadt Venedig auch &amp;laquo;Prete rosso&amp;raquo;, den &amp;laquo;roten Priester&amp;raquo;, nannte. Das war freilich einige Jahre später, denn er wurde ja nicht als Priester geboren. Das letzte, was man von ihm hörte, war seine Oper &amp;laquo;L’oracolo in Messenia&amp;raquo;. Antonio Vivaldi starb während der Bemühungen diese, seine letzte Oper, in Wien zur Aufführung zu bringen.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Nachdem er &amp;laquo;L’oracolo in Messenia&amp;raquo;  in Venedig komponierte, wurde diese  eben dort am 30. Dezember 1737 im Teatro di S. Angelo uraufgeführt. Etwa 2 Jahre später verließ Vivaldi seine Heimat, um jenseits der Alpen sein Glück als Komponist zu suchen. Für uns ist es heute schier unvorstellbar, daß Italien diesen großen Komponisten kaum mehr wahrnahm. Ja, der Prophet im eigenen Lande...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1740 stellte er &amp;laquo;L’oracolo in Messenia&amp;raquo; in Wien vor, allerdings &amp;laquo;pimpte&amp;raquo; er diese dazu etwas auf. Er nahm eine Prise Giacomelli, eine Nuance Hasse, einen Hauch Broschi, etwas Ballett und einige Arien,  machte aus Argia eine Elmira. – und fertig war ein wohl bekömmliches Wiener Pasticcio. Heutzutage hätte jene Oper Vivaldis eine Welle der Empörung ausgelöst! Plagiatismus wo man hinhört, wenn man hinhört, denn die Partitur von Gemeniano Giacomellis Oper &amp;laquo;Merope&amp;raquo; liefert sämtliche Rezitative für Vivaldis &amp;laquo;L’oracolo&amp;raquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vivaldi ging also nach Wien, in der Hoffnung, den österreichischen Kaiser für neue Aufträge zu gewinnen. Dieser war auch durchaus interessiert, einzig, was einer Aufführung von Vivaldis Oper im Wege stand, waren die Pilze. Pilze, die der Gönner und Kaiser Karl VI. aß und starb. Der Kaiser schloß die Augen und die Theater des Kaiserreiches ihre Pforten. Wo also hätte Vivaldis Oper nun aufgeführt werden sollen? Ein zweimaliger Versuch (im Februar 1741), seinen bis dahin besten Kunden, dem Herzog Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen, um Unterstützung zu bitten, scheiterte. Der Herzog hatte just andere Probleme, und der &amp;laquo;alte Vivaldi&amp;raquo; war ihm bloß lästig. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alt und krank starb er 5 Monate später, am 28. Juli 1741 in Wien. Zuvor hatte er, um des Überlebens Willen, noch einige seiner Partituren für einen Spottpreis quasi verschleudert. Zuletzt lebte er in sehr ärmlichen Verhältnissen und wurde mit einem Armenbegräbnis beigesetzt. Kein Jahr später, zum Karneval des Jahres 1742, das Kärtnertor-Theater hatte seine Pforten wieder geöffnet, führte man die Oper L’oracolo in Messenia &amp;laquo;des verstorbenen Hochwürden Herrn Antonio Vivaldi&amp;raquo; auf. Die Zeit der Trauer um Kaiser Karl VI. war vorüber, doch auch Vivaldis Lebenszeit. Jene Zeit, in der Vivaldi über 450 Concerti und 45 Opern komponierte, von denen nur ein Bruchteil zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurden. Die meisten Kompositionen wurden nach seinem Tod entdeckt, viele davon gar erst in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von Vivaldis letzter Oper &amp;laquo;L’oracolo in Messenia&amp;raquo; sind, sowohl von der Originalversion, die Vivaldi in Venedig schrieb, als auch von der Wiener Fassung, sind nur noch Fragmente erhalten. Wer, wenn nicht Fabio Biondi, ist geeignet, Vivaldis letzte Oper zu rekonstruieren! Biondi, der Vivaldi-Spezialist machte sich an die Arbeit und rekonstruierte die Wiener Fassung von 1742. Im vergangenen Dezember stellte er diese beim Opera Rara Festival in Krakau mit seinem Originalklangensemble &amp;laquo;Europa Galante&amp;raquo; vor.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für all jene, die nicht die Möglichkeit hatten, diese wundervolle Aufführung in Krakau zu erleben, oder sie eben noch einmal und immer und immer wieder erleben möchte, gibt es nun die Gesamtaufnahme von &amp;laquo;L’oracolo in Messenia&amp;raquo; unter der Leitung von Fabio Biondi mit dem Europa Galante auf CD (Virgin Classics, ein Label von EMI). Wer Barock-Opern mag, wird diese Einspielung lieben. Vivaldis Oper sprüht vor Leben und barocker Lebensart. Es würde mich nicht wundern, wenn Sie sich nach den letzten Takten bei Standing Ovations im Wohnzimmer ertappten. Das muß Ihnen dann nicht peinlich sein, es sieht Sie ja niemand (vielleicht), und verständlich wäre es allemal!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Herzlichst,&lt;br /&gt;
Ihre Rosemarie Schmitt&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/CD-Vivaldi-L&amp;#039;oracolo-in-Messenia---Virgin-Classics.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;CD Vivaldi &amp;#039;L&amp;#039;oracolo in Messenia&amp;#039;, Virgin Classics&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;540&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Fabio-Biondi-und-das-Europa-Galante-Ensemble--fotograaf-simon-fowler.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Fabio Biondi und das &amp;#039;Europa Galante&amp;#039;-Ensemble; Foto: Simon Fowler&quot; width=&quot;675&quot; height=&quot;650&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Fabio-Biondi---fotografiert-von-Simon-Fowler.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Fabio Biondi; Foto: Simon Fowler&quot; width=&quot;650&quot; height=&quot;653&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 12 Dec 2012 03:03:48 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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 <title>&quot;Long Walk&quot; – Eine Ankunft nach 307 Jahren</title>
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 <description>&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-intro-pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/ClassiCuss-Logo_43_95.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;&quot; width=&quot;90&quot; height=&quot;90&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-intro-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Francesco Tristano liebt die Musik Johann Sebastian Bachs und sagt, ohne Dietrich Buxtehude wäre Bachs Musik eine andere. Nicht anders hingegen als auch heute, wollten schon immer die Fans ihren Idolen nahe sein, ihre Konzerte besuchen und am liebsten freilich an deren Leben teil haben. So auch der damals 20 jährige Johann Sebastian, der seinem Idol Dietrich Buxtehude einen Besuch in Lübeck abstattete. Zu Fuß! Schlappe 380 Kilometer, und wahrscheinlich nicht in &amp;laquo;Stirkenbocks&amp;raquo; oder sonstigem Schuhwerk mit bequemer Einlage, wasserdichter Membrane, perfektem Abrollwiderstand oder gar idealer Torsionssteifffigkeit. Der Titel des neuen Albums von Franceso Tristano &amp;laquo;Long Walk&amp;raquo; (Universal) kommt also nicht von ungefähr.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-text field-field-architecture-body-text&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;p&gt;Ein paar Wochen wollte Bach bleiben, damit sich der sehr weite Weg auch lohne, und Orgelkonzerte von Buxtehude in der Marienkirche besuchen. Er blieb einige Monate, und wie sehr sich dieser Weg lohnte, kann man in den Kompositionen Bachs hören. Zwei Jahre nach Bachs Reise, im Jahre 1707, starb Dietrich Buxtehude. Sein musikalisches Erbe wurde von dem jungen Johann Sebastian Bach nicht nur geschätzt und weiterentwickelt, sondern trug darüber hinaus dazu bei, daß aus Johann Sebastian Bach einer der größten Komponisten aller Zeit wurde. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ich von Buxtehude bisher kannte, waren Orgel- und sakrale Vokalwerke. Ich höre weder das Eine noch das Andere besonders gerne, egal von welchem Komponisten (ausgenommen Sakrales von Händel).  So ging ich also recht skeptisch ans Werk als ich Tristanos CD in Händen hielt und die Titelauflistung las: I bis V Buxtehude, VI und VIII Bach, VII und IX Tristano. Bereits nach den ersten Takten der Toccata (BuxWV 165 - nein, das Bux-Werkverzeichnis beinhaltet keine Auflistung darüber, wann der Komponist welches Beinkleid trug!), also bereits nach den ersten Takten sagte ich mir, daß der Junge (Tristano) definitiv nicht übertreibt, wenn er behauptet: &amp;laquo;Ich bin immer für die schönsten Überraschungen bereit, und das ist auch mein Ziel, das Publikum zu überraschen&amp;raquo;&amp;laquo;. Und nun begreife ich auch zum ersten Male, weshalb Bach von Buxtehudes Kompositionen derart begeistert und angetan war! Es folgten 36 Minuten pures Staunen und Genuß! &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nein, kein Staunen über die traumhafte Brillanz, die Klarheit, diese Leichtig- und Geläufigkeit mit der Francesco Tristano spielt, denn damit faszinierte er mich bereits, als ich sein vorheriges Album &amp;raquo;bachCage&amp;laquo; hörte, es ist seine Art, sowohl Buxtehude und Bach zusammen und gleichzeitig sich selbst einzubringen. Es verblüfft und verzaubert mich, wie Tristano es schafft, diesen Komponisten ein Leben im Hier und Jetzt einzuhauchen (obschon von Hauchen nicht die Rede sein dürfte), und dabei nicht ansatzweise eines dieser unsäglichen &amp;raquo;Cross-Over-Projekte&amp;laquo; heraus kam. Wenn Buxtehude wüßte, welch genialer Komponist Bach, nicht zuletzt durch seinen Einfluß wurde... und wenn Bach wüsste... Ja, wenn der große Johann Sebastian nur Franceso Tristanos &amp;raquo;Long Walk&amp;laquo; hören könnte, - hören könnte, daß sein Einfluß wiederum, einen so wundervollen Komponisten wie den jungen Franceso Tristano hervor brachte, ach, was wäre er begeistert! Ich weiß, das ist eine reine Hypothese, doch ich bin von ihr überzeugt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;raquo;Long Walk&quot; ist für mich das unterhaltsamste, wunderbarste, überzeugendste, amüsanteste Stück auf dieser CD. Bitte, sind Sie mir nicht böse verehrter Herr Buxtehude und genialer Herr Bach, aber das müßten Sie sich nur mal anhören können, ich bin sicher, Sie verständen! Vielleicht, hätten Sie zu Ihrer Zeit die Möglichkeit gehabt 12 Mikrofone verschiedener technischer Charakteristika (einschließlich zweier Kontaktmikrofone) zu verwenden, und hätten Sie dieses geniale Yamaha CFX (nein, kein Motorrad, sondern ein experimentelles High-Tech-Klavier) gehabt, hätten Ihre Kompositionen wahrscheinlich auch so geklungen, wie die des Francesco Tristano. Es scheint, als seien Bachs Klangbilder, die Buxtehude ihm vermittelte, nach 307 Jahren im Hier und Jetzt angekommen – a long walk! Ich bin gespannt, wo Tristanos Reise noch hin geht und freue mich auf weitere seiner Überraschungen, sei es als Pianist, Produzent oder als Komponist.&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field field-type-image field-field-architecture-pics&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-label&quot;&gt;Bilder:&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-items&quot;&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Francesco-Tristano-Long-Walk-Unicersal-Music.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Francesco Tristano: &amp;#039;Long Walk&amp;#039;, Deutsche Grammophon&quot; width=&quot;650&quot; height=&quot;650&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;field-item&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://kultur-online.net/files/architecture/Der-junge-luxemburgische-Pianist-Francesco-Tristano-.jpg&quot; alt=&quot;&quot; title=&quot;Der junge luxemburgische Pianist Francesco Tristano&quot; width=&quot;900&quot; height=&quot;600&quot; /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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 <pubDate>Wed, 05 Dec 2012 03:05:39 +0100</pubDate>
 <dc:creator>Rosemarie Schmitt</dc:creator>
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