Ikko Tanaka: Gesichter. Plakate

27.02.2018

03.03.2018 bis 15.07.2018  Pinakothek der Moderne

Inspiriert durch Bauhaus, Jazz und amerikanisches Grafikdesign, ist Ikko Tanaka (1930-2002) bis heute einer der einflussreichsten japanischen Entwerfer. Tief in der ästhetischen Tradition Japans verwurzelt, suchte er sie in die Gegenwart zu übersetzen und fruchtbar zu machen. Die Ausstellung widmet sich dem Motiv des Gesichts im Plakatschaffen Tanakas, der sich stets als Vermittler zwischen japanischer Kultur und westlicher Moderne verstand.


Wie in einer Schönheitengalerie passieren die Gesichter Revue: in geometrischer Abstraktion, kalligrafischer Expressivität, gebannt durch Fotografie, als undurchdringliche Maske, verfremdet, zeichenhaft, surreal, verspielt … Mit Noblesse, sublimer Verführung oder suggestivem Locken wollen diese Gesichter die Aufmerksamkeit des Betrachters gewinnen, sei es für Theater- und Tanz-Aufführungen, sei es für Ausstellungen, Kulturfestivals, Kommunikationsunternehmen, Kosmetik oder Modedesign – und bis auf wenige Ausnahmen sind alle Gesichter japanisch.

1930 in Nara geboren, studierte Tanaka an der Städtischen Kunsthochschule Kyoto, der ältesten derartigen Institution Japans. Er war zunächst als Musterentwerfer in der Textilindustrie, dann als Ausstellungsgestalter tätig, bis er 1963 in Tokio sein eigenes Grafikdesign-Studio gründete. Bereits 1964 wurden grafische Arbeiten von Tanaka bei der Documenta 3 gezeigt. Von der Art Direction für Unternehmen wie Seibu, Mazda, Issey Miyake und Shiseido reicht sein vielseitiges und vielfach ausgezeichnetes Werk bis zu Buchgestaltung, von typografischen Experimenten und Logos bis zur Konzeption des No-Name-Design-Warenhauses Muji. International bekannt wurden vor allem seine Plakate, entworfen für kulturelle Ereignisse, aber auch für Schriftenhersteller, Druckereien, Zeitschriften, Architekten, etc.

Kühne Abstraktion und Balance des Gegensätzlichen, täuschend einfach und ausdrucksstark, elegant und kraftvoll – so könnte man den Stil von Ikko Tanaka skizzieren. Sein amerikanischer Kollege Ivan Chermayeff nannte ihn «distiller of visual truth».


Ikko Tanaka: Gesichter. Plakate
3. März bis 15. Juli 2018
Eine Präsentation der Neuen Sammlung – The Design Museum –,
beginnend mit der MCBW Munich Creative Business Week 2018

Pinakothek der Moderne
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Öffnungszeiten

Täglich außer Mo 10.00 - 18.00 Uhr
Donnerstag 10.00 - 20.00 Uhr

 


  • Ikko Tanaka: Die Welt des Tamasaburo, 1978. Offset; Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum. © Ikko Tanaka 1978 / licensed by DNPartcom.
  • Ikko Tanaka: The 200th Anniversary of Sharaku, 1995. Offset; Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum. © Ikko Tanaka 1995 / licensed by DNPartcom.
  • Ikko Tanaka: Contemporary Expression 3 – The Exhibition by Seven Artists. Offset; Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum © Ikko Tanaka 1995 / licensed by DNPartcom.
  • Ikko Tanaka: Dritte Internationale Biennale für Druckgrafik in Tokio, 1962. Offset; Foto: Die Neue Sammlung – The Design Museum © Ikko Tanaka 1962 / licensed by DNPartcom.
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