Student Housing Science City

22.08.2008

In Science City, dem Campus Hönggerberg der ETH Zürich, sollen 1'000 Wohneinheiten für Studierende entstehen. Für den Bau der ersten 400 Einheiten wurde ein offener, anonymer Architekturwettbewerb durchgeführt, aus dem das Büro Architektick als Sieger hervorgegangen ist.


20 Prozent mehr Studierende aus dem In- und Ausland will die ETH Zürich in den nächsten zehn Jahren gewinnen. Damit die prekäre Wohnungssituation in der Stadt Zürich Auswärtige nicht von einem Studium an der ETH Zürich abhält, beabsichtigt die Hochschule, auf ihrem Campus Hönggerberg Wohnraum für insgesamt 1’000 Studierende zu schaffen. Für den Bau der ersten 400 Wohneinheiten hat die ETH Zürich im Dezember 2007 einen offenen, anonymen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Nun hat die Jury das Projekt des Büros «Architektick» von Tina Arndt und Daniel Fleischmann, einstimmig zum Sieger erklärt.

Das Zürcher Architekturbüro hat die Aufgabe, Ressourcen schonende Gebäude zu erstellen, die gestalterisch hohen Ansprüchen genügen, am besten gelöst. Das Siegerprojekt TWIST überzeugt durch städtebauliche Qualitäten und eine gelungene Gestaltung von Innen- und Aussenräumen. Gleichzeitig erfüllt es die strengen Vorgaben bezüglich der Nachhaltigkeitskriterien von Science City in vorbildlicher Weise, wie die Jury in ihrem Bericht betont.

Für Science City ist der Bau der Studentenwohnungen ein entscheidender Schritt zur Realisierung einer Modelluniversität. Auf dem Hönggerberg entsteht der erste richtige Campus der Schweiz, auf dem nicht nur geforscht und gelehrt, sondern auch gewohnt und gelebt wird.

Auch bei der nachhaltigen Entwicklung will die ETH Zürich an ihrem Standort Hönggerberg neue Massstäbe setzen. So haben in Science City alle Gebäude den Minergie-P-Standard zu erfüllen. Darüber hinaus sahen die Wettbewerbsbedingungen für das Projekt Student Housing vor, dass der Energiebedarf für den Betrieb der Gebäudetechnik durch hauseigene Produktion von erneuerbarer Energie mehr als gedeckt werden muss. Entsprechend bietet das Siegerprojekt über den Minergie-P-Standard hinaus viel Photovoltaik. Damit sind die geplanten Gebäude in Bezug auf den Energiehaushalt Vorzeigeobjekte.

Das Siegerprojekt und alle andern eingereichten Wettbewerbsbeiträge können im Rahmen einer Ausstellung des gta betrachtet werden. 18. September bis 23. Oktober im Campus Hönggerberg, Mo-Fr 8-22, Sa 8-12, So und Feiertage geschlossen, ARchENA + Architekturfoyer, HIL, Hönggerberg, ETH Zürich. ethlife

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