6. März 2012 - 1:43 / Ausstellung / Sonstige 
14. Januar 2012 11. März 2012

Literatur lebt durch ihre Rezeption. Wie ungeheuer vielfältig sie sein kann, zeigt sich bei der Suche nach den Spuren von Max Frisch heute. Wie kaum ein anderer Autor spricht Frisch Menschen quer durch alle Gesellschaftsschichten und Generationen an. Die Ausstellung, entwickelt in Zürich anlässlich seines 100. Geburtstags, befragt Max Frischs Leben und Werk konsequent aus der Perspektive seiner Rezeption.

Schüler und Professoren, Wanderer und Schriftsteller, Graffitikünstler und Wissenschaftler, Oberkellner, Regisseure und Politiker werden zu Max Frisch interviewt. Sofort wird deutlich: Sein Werk ist in Gebrauch, es hat ein Gegenüber, wird kontrovers gelesen und diskutiert, im Theater geschaut oder im Film erlebt. Es begegnet uns in unzähligen Zitaten im Alltag, vom Bonmot des Lehrers bis hin zur Spruchweisheit auf dem Bierdeckel; den einen quält es im Unterricht und den anderen bringt es zu sich selbst.

Neben zahlreichen Interviews mit Leserinnen und Lesern zeigt die Ausstellung Notizbücher und Originaltyposkripte, Fotos und Filmausschnitte, Briefe, Architekturpläne und Objekte. Erstmals werden in der Akademie der Künste in Berlin Auszüge aus dem bisher unveröffentlichten "Berliner Journal" zu sehen sein, mit neuen Einblicken in Frischs Zeit in Berlin in den 1970er Jahren und das literarische Umfeld in Ost und West.

100 Jahre Max Frisch – Eine Ausstellung
14. Januar bis 11. März 2012

Akademie der Künste
Hanseatenweg 10
D - 10557 Berlin-Tiergarten

T: 0049 (0)30 20057 2000
E: info@adk.de
W: http://www.adk.de/

weitere Beiträge zu dieser Adresse



  •  14. Januar 2012 11. März 2012 /
18770-18770adkfrischmfa000568.jpg
Max Frisch, 1966. Ewa Ulikowska, Warschau; © Max Frisch Archiv, Zürich
18770-18770adkfrischradierwerkstatt1crama.jpg
Max Frisch in der Radierwerkstatt von Anselm Dreher in Berlin, 1975. Foto: Akademie der Künste, Sammlung Maria Rama