28. Januar 2014 - 4:14 / Archiv 

Am Wettbewerb zum 35. Max-Ophüls Preis konnten sich deutschsprachige Nachwuchs-RegisseurInnen bis zum dritten abendfüllenden Spielfilm beteiligen. Die Anzahl der vollendeten Spiel- und Dokumentarfilme wurde dabei getrennt voneinander angerechnet. Insgesamt wurden Preise im Wert von EUR 100.000 vergeben, für den Langfilm Wettbewerb davon rund EUR 70.000.

Das Filmfestival wurde mit dem österreichischen Spielfilm "Die Zweisitzrakete" eröffnet. Die Komödie ist sehr gut angekommen, der "kottansche" Humor wurde geschätzt. Wie mir ein Besucher erzählte, seien zuvor sehr schwere Filme zur Eröffnung gelaufen, weswegen das Ehrengast-Publikum erfreut auf diese leichte Komödie reagiert habe.

Österreich war gut vertreten und gewann auch den Publikums- und Dokumentarfilmpreis! (s.unten) Auffallend war an diesem exzellenten Filmfestival der Mut zu Gefühl im Kino. Technisch ist bemerkenswert, dass auch von den Fernsehanstalten mitproduzierte Filme im echten Kinoformat "Cinemascope" und nicht im 16:9 HD-Format gedreht wurden.

Menschen mit körperlichen Behinderungen protestierten bei der Eröffnung dagegen, dass das Festival nicht ausreichend barrierefrei sei. Von den über 2500 Sitzplätzen im Cinestar gibt es nur zwölf für Rollstuhlfahrer, nur ein Film habe Audiodeskription für Blinde oder Untertitel für Gehörlose. Sie forderten, ein Teil des Geldes für die Filmförderung möge auch in die Barrierefreiheit fließen! Der Kinobetreiber erlaubte ihnen ausdrücklich die Demo.

Und so urteilte die Jury:

  1. Max Ophüls Preis:
    Love Steaks
    Regie: Jakob Lass (Deutschland 2013)

Preis für den gesellschaftlich relevanten
Film und Preis der Jugendjury: :
Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste
Regie, Ausstattung: Isabell Šuba

Preis der Saarländischen Ministerpräsidentin:
Familienfieber
Regie: Nico Sommer, Buch: Daniel Fink

Fritz-Raff-Drehbuchpreis:
Sitting next to Zoe
Buch: Stefanie Veith, Ivana Lalovic; Regie: Ivana Lalovic (Schweiz 2013)

Publikumspreis Abendfüllender Spielfilm:
High Performance
Regie: Johanna Moder (Österreich 2013)

Interfilm-Preis:
Seme – schlage nicht um zu gewinnen. Gewinne, dann schlage
Regie: Il Kang (Deutschland 2013)

Preis für die Beste Nachwuchsdarstellerin:
Liv Lisa Fries für den Film
Und morgen Mittag bin ich tot
Regie: Frederik Steiner (Deutschland, Schweiz 2013)

Preis für den Besten Nachwuchsdarsteller:
Vincent Krüger für den Film Sunny
Regie: Barbara Ott (Deutschland 2013)

Der Kurzfilmpreis:
Wo wir sind
Regie: Ilker Çatak (Deutschland 2013)

Lobende Erwähnung der Jury an:
Rote Flecken
Regie und Produktion: Magdalena Lauritsch (Österreich 2013)

Der Publikumspreis für den Mittellangen Film:
Besuch im Wald
Regie: David & Elena Gruschka (Deutschland 2013)

Der Publikumspreis Kurzfilm:
Alter Egon
Regie: Levin Hübner (Deutschland 2014) 

Der Preis für den Besten Dokumentarfilm:
Earth"s golden playground
Regie: Andreas Horvath (Österreich, Kanada 2013)

Lobende Erwähnung der Jury an:
Neuland
Regie: Anna Thommen (Schweiz 2013)

Der Förderpreis der DEFA-Stiftung:
Journey to Jah
Regie: Noël Dernesch, Moritz Springer (Deutschland, Schweiz 2013)

Nobert Fink



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Love Steaks
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Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste
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Familienfieber
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Sitting next to Zoe
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Seme ? schlage nicht um zu gewinnen. Gewinne, dann schlage
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Liv Lisa Fries in 'Und morgen Mittag bin ich tot'
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Earth's golden playground