11. August 2019 - 11:43 / Aktuell 

Über 20 Filmschaffende aus Österreich und aller Welt nutzten die Gelegenheit, um in den vergangenen Tagen persönlich ihre Filme beim Kurzfilmfestival "Alpinale" in Nenzing vorzustellen und sich mit anderen Filmemacher_innen zu vernetzen. Rund 1000 Besucher liessen es sich nicht nehmen, 34 handverlesene Kurzfilme auf der grossen Leinwand anzusehen. Am Samstag wurden die besten Filme mit dem "Goldenen Einhorn" prämiert.

Dieses Jahr wurden gleich drei Filme ausgezeichnet, in denen die Regisseur_innen gleichzeitig auch die Hauptrolle spielten. Die Goldenen Einhörner gehen dieses Jahr an Filmemacher_innen aus Israel, Großbritannien, Kanada und Österreich. Auch eine deutsch-türkische Koproduktion wurde ausgezeichnet.

Eine aus fünf Filmexperten bestehende Jury verlieh am Samstag Goldene Einhörner in den Kategorien "International", "Hochschule", "Animation", "Preis der Jury" und "v-shorts". Ausserdem prämierten die Besucher die beliebtesten Filme in den zwei Kategorien "Publikum" und "Kinderfilm". Zusätzlich wurde dem Gewinner der letztjährigen "Alpinale Horrorkurzfilmnacht" ein Blutiges Einhorn überreicht.

Im Vorfeld des Festivals wurden insgesamt rund 1'000 Filme aus 60 Ländern gesichtet und - passend zur 34. Ausgabe des Festivals - 34 Kurzfilme ausgewählt.

In der Katergorie "v-shorts" ging das "Goldene Einhorn" dieses Jahr an den Film "1 + 1 = 11 + 1 = 1" von Rupert Höller. Als "Bester Kurzfilm International" wurde "Hörst du, Mutter?" von dem aus München stammende Filmemacher Tuna Kaptan ausgezeichnet. In der Sparte "Beste Animation" ging der Preis an Lucia Bulgheroni für ihren Beitrag "Inanimate". Die seit acht Jahren in Israel lebende New Yorkerin Aleeza Chanowitz konnte mit ihrem Film "Shabbos Kallah" das Goldene Einhorn in der Sektion "Bester Kurzfilm Hochschule" gewinnen. Omri Dekel-Kadosh sicherte sich den Award für sein Projekt "Porträt of my Familiy in my 13th Year". Der österreichische Hochschulfilm "Der Hund bellt", bei dem Matthias Halibrand für Kamera, Schnitt und Titelsong verantwortlich zeichnet, konnte eine "Lobende Erwähnung" einstreifen. Über den Publikumspreis durfte sich on Albert Meisl für seine Hochschulkomödie "Die Schwingen des Geistes" freuen. Wobei Meisl sowohl als Regisseur als auch als Hauptdarsteller die Besucher überzeugte. Der Kinder-Publikumspreis ging an die vierminütige Animation "Ameise" von Julia Ocker.

Nächstes Jahr steht mit der 35. Auflage des Festivals ein besonderes Jubiläum an. Dann heisst es von 11. bis 15. August 2020 wieder: Film ab für regionale und internationale Kurzfilme.



Goldene Einhörner, Foto: Anna Salcher
Goldene Einhörner, Foto: Anna Salcher