3. Februar 2017 - 3:55 / Ausstellung / Grafik 
3. Februar 2017 18. Juni 2017

Kaum eine Mode beeinflusste die Künstler des ausgehenden 19. Jahrhunderts nachhaltiger als die Begeisterung für Japan: In der fremden Bildwelt Edos (dem heutigen Tokio) begegneten sie der bunten Welt des Theaters, der Vergnügungsviertel und der Mode. Vor allem im Medium des Farbholzschnittes gelangten diese "Szenen aus der fließenden Welt" (Ukiyo-e) genannten Bilder nach Europa, wo sie Künstler wie Sammler gleichermaßen begeisterten.

Im Graphik-Kabinett der Staatsgalerie findet zeitgleich zur Ausstellung "Aufbruch Flora. Meisterwerke aus der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler" eine Präsentation japanischer Farbholzschnitte aus eigenem Bestand statt. In der Gegenüberstellung mit Werken europäischer Künstler wie Pierre Bonnard und Edouard Vuillard, Paul Gauguin und Henri de Toulouse-Lautrec – eben jenen Künstlern, deren Werke in der Sammlung Hahnloser repräsentiert sind – wird deutlich, wie diese sich auf ihrer Suche nach neuen Ausdrucksformen von der Schönheit und Ausdruckskraft der geschwungenen Linie, der simultanen Perspektive und der überbordenden Ornamentik der farbenfrohen japanischen Drucke inspirieren ließen.


Ans andere Ende der Welt
Japan und die europäischen Meister der Moderne
3. Februar bis 18. Juni 2017

Staatsgalerie Stuttgart
Konrad-Adenauer-Str. 30-32
D - 70173 Stuttgart

T: 0049 (0)711 470 40 0
F: 0049 (0)711 236 99 83
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