5. Februar 2016 - 4:04 / Aktuell 

Überbreite Sondertransporte auf nächtlichen Straßen. Ganze Hotels entstehen in wenigen Tagen. Weit über 1.000 Module in den letzten zehn Jahren. Was steht hinter dem Holzmodulbau aus dem Bregenzerwald? Industrie oder Handwerk? Eine Ausstellung über die dynamische Entwicklung einer Bauweise und deren Potentiale, kombiniert mit Studien von ArchitekturstudentInnen an der Kunstuniversität Linz.

Der Holzbau und das Zimmerergewerbe kennen im Bregenzerwald eine lange Tradition und eine historische Partnerschaft mit Architektur und Industrie. Bereits seit den 1950er Jahren wurden durch die Zimmerei Josef Kaufmann aus Reuthe, später Holzbauwerk Kaufmann, innovative Holzbautechnologien eingesetzt und damit Pionierbauten der Vorarlberger Architektur realisiert. Eine aktuelle und dynamische Entwicklung im Holzbau ist die Vorfertigung von Raummodulen mit vollständigem Innenausbau. Diese werden derzeit von der Zimmerei Michael Kaufmann und von Kaufmann Bausysteme, als spezialisiertem Generalunternehmer, in Zusammenarbeit mit zahlreichen Handwerksbetrieben des Bregenzerwaldes realisiert und an internationalen Standorten montiert. Alle Projekte werden individuell nach den Entwürfen von Architekten ausgearbeitet und dazu eine detaillierte Werk- und Produktionsplanung erstellt. Entscheidend für die Qualitäten des Holzmodulbaus ist die Verlegung der Fertigung und die Konzentration vieler handwerklicher Arbeitsschritte in eine witterungsgeschützte Halle. So entsteht ein Koordinationszentrum für die Fertigung, eine erweiterte Baustelle, an der parallel zum eigentlichen Bauablauf gearbeitet wird und deren Resultate in kurzer Montagezeit am Gebäudestandort integriert werden. Freistehende, geschlossene und offene Module sind die aktuell gebräuchlichen Modultypen, die bestimmten Nutzungen gerecht werden. Ein Ausstellungsmodul in voller Größe einer typischen Transporteinheit zeigt Architekturbeispiele und Fakten in einer chronologischen Entwicklung. Produktionsbilder und eine Zeitrafferaufnahme veranschaulichen Ablauf und Logistik der Fertigung. Geografische Karten geben Auskunft über die internationalen Aufstellungsorte und die regionale Verteilung der produzierenden Partnerbetriebe und Zulieferer. Großmaßstäbliche Planausschnitte verdeutlichen den technischen Aufbau und die Verbindung der einzelnen Module. Die Themen werden zudem in einem ausführlichen Erläuterungstext näher beschrieben.
HolzModulBau 6. Februar bis 28. Mai 2016 Öffnungszeiten: Di bis Sa 10 – 18 Uhr

Werkraum Bregenzerwald
Hof 800
A - 6866 Andelsbuch

T: +43 5512 263 86
F: +43 5512 263 87
E: info@werkraum.at
W: http://werkraum.at/

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