Ein Kleid, eine Hose, ein Rock, Schuhe oder Unterwäsche haben nicht allein nur einen alltäglichen Gebrauchswert. Das war schon in Renaissance, Barock, Klassizismus, Biedermeier oder den Goldenen Zwanzigern so, was die Upper Classes anging. Sie konnten sich Mode zum Vorzeigen, zum Flanieren und Drapieren in den jeweiligen Gesellschaftskreisen leisten und tun es bis heute. Doch alles, wie opulent auch immer in der Ausführung, ist und bleibt eine Hülle, die dem Körper auf verschiedene Weisen dient.

Ein Kleid, eine Hose, ein Rock, Schuhe oder Unterwäsche haben nicht allein nur einen alltäglichen Gebrauchswert. Das war schon in Renaissance, Barock, Klassizismus, Biedermeier oder den Goldenen Zwanzigern so, was die Upper Classes anging. Sie konnten sich Mode zum Vorzeigen, zum Flanieren und Drapieren in den jeweiligen Gesellschaftskreisen leisten und tun es bis heute. Doch alles, wie opulent auch immer in der Ausführung, ist und bleibt eine Hülle, die dem Körper auf verschiedene Weisen dient.

Als Schutz vor Kälte oder Wärme, vor Regen oder Sonne, vor zudringlichen Blicken oder umgekehrt sorgen schrille Haute Couture - Stylings für Aufsehen. Da liegt es nahe, dass außer Designern sich auch bildende Künstler diesem Thema annehmen – gestern wie heute und das in verschiedensten Medien. Wie sich Kleidung aus ihrer jeweiligen Sicht darstellt, worauf sie ihren Fokus bildnerisch richten und wie das auf den Betrachter wirkt, steckt als Idee hinter den "Körperhüllen".

Den Ausstellungstitel beim Wort genommen, kommen figürliche Skulpturen und Plastiken ohne Figur oder Körper aus. Sie bleiben Hülle. Das mag paradox scheinen, wenn der Blick auf einen Korpus aus Holz, aus Papier und Draht, aus Wachs, Bronze oder Spitzendecken fällt, der zur neuen visuellen Schönheit wird. "Gewandstücke" konzentrieren sich malerisch auf Feinstoffliches, auf imposant und altmeisterlich inszenierte Roben, auf dicht an dicht gesetzte Fadenstiche, die zur Körperlichkeit anwachsen. Nicht immer braucht es für Gewänder Garn oder Stoff. Aus dem Müll gerettetes Verpackungsmaterial oder "Restbestände" eines Getränkekonsums verleihen Wertlosem neuartige ästhetische Qualitäten.

Teilnehmende Künstler*innen: Christina von Bitter, Franco Campana, Gisela Heide, Christoph Platz, Monika Thiele, Patricia Thoma, Uta Belina Waeger, Silvia Jung-Wiesenmayer


Körperhüllen
bis 28. Mai 2017

Städtische Galerie In der Badstube
Lange Gasse 9
D - 88239 Wangen im Allgäu

T: 0049 (0)7522 74246
F: 0049 (0)7522 74243
E: vhs@wangen.de
W: http://www.galerie-wangen.de

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