16. Juli 2020 - 12:45 / Aktuell / Ausstellung 

Die 1964 in Ulm geborene Birgit Brenner ist die diesjährige Preisträgerin des mit knapp 100.000 Euro dotierten Wolfsburger Kunstpreises "Junge Stadt sieht Junge Kunst". Die in Berlin und Stuttgart lebende Künstlerin verhandelt gesellschaftspolitische Fragen und Probleme und thematisiert die Ängste der Einzelnen angesichts existenzieller Herausforderungen.

Ein "Alles wird gut" bieten die kühnen Installationen, Videos, Zeichnungen und Skulpturen dabei nie an, vielmehr rütteln sie wach und legen subtil verkrustete Strukturen offen. Dabei setzt Birgit Brenner diese neuerdings vermehrt auch in filmische Arbeiten um, in denen Zeichnungen in rascher Abfolge momenthaft aufblitzen und eine zugleich suggestive wie verstörende Wirkung entfalten. Sie beschreibt die Filme mit den Worten: "Unruhe, Nervosität, Hektik, Zittern, Rennen, in Trance um sich selbst drehend, dazu Licht, stroboskopartig dazwischengeschaltet. Stillstand trotz Mobilität. Wir steuern, nein, wir sind mitten drin, Richtung multiple Katastrophe. Wird schon. Irgendwie. Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Aber es geht ja immer weiter. Ein ewiger Kreislauf von Ereignissen und Handlungen."

Anlässlich der Auszeichnung wartet die Städtische Galerie Wolfsburg unter dem Titel "Birgit Brenner. Promise Me"vom 24.10.2020 - 25.04.2021 mit einer Ausstellung auf, die einen Einblick in das aktuelle Schaffen der Künstlerin gibt.