5. Januar 2021 - 16:31 / Aktuell / Literatur 

Der Preis für das politische Buch wird seit 1993 alljährlich zum Andenken an den früheren österreichischen Bundeskanzler und SPÖ-Parteichef Bruno Kreisky von der politischen Akademie der SPÖ, namentlich dem Karl-Renner-Institut in Wien, vergeben.

Mit dem Preis wird im Sinne des Lebenswerks Bruno Kreiskys politische Literatur geehrt und gefördert, die für Freiheit, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit, Solidarität, Toleranz, Kampf gegen Rechtsextremismus und für die Freiheit der Kunst einsteht.

Der Preisträger Roger François Philippe de Weck (1953) ist ein Schweizer Publizist und Manager. Er war von Anfang 2011 bis Ende September 2017 Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR).

Er erhielt den Hauptpreis für das Buch "Die Kraft der Demokratie. Eine Antwort auf die autoritären Reaktionäre" (Suhrkamp Verlag, 2020)

In der Begründung heißt es: "Es ist modern, auf die Defizite der 'liberalen Demokratie' hinzuweisen. Genau das spielt ihren Feinden in die Hände. Der Publizist Roger de Weck wendet sich in seinem ermutigenden Buch zunächst gegen den Jahrzehnte anhaltenden neoliberalen Diskurs, dessen Ziel die Umformatierung des politischen Raumes vom Forum der Demokratie hin zum Markt der Wirtschaft war und ist. Ebenso identifiziert de Weck den erstarkenden Nationalismus, der die Einheimischen privilegieren will und nicht die Gleichheit der Individuen vertritt, als Bedrohung. Um den 'Reaktionären' entgegenzutreten und aus der demokratischen Defensive zu kommen, stellt er in diesem Buch zwölf Ideen vor, um die Demokratie zu stärken und auszubauen. Es ist ein sehr notwendiges Buch in einer herausfordernden Zeit."