29. September 2018 - 7:46 / Aktuell 

Der deutsche Künstler und Grafiker Carl Meffert (1903–1988) muss 1933 als Kritiker des Nationalsozialismus fliehen. Er gelangt illegal in die Schweiz und nimmt den Künstlernamen Clément Moreau an. In Zürich lernt er seine zukünftige Frau, die St.Gallerin Nelly Guggenbühl, kennen. Sie hilft ihm, nach Argentinien ins Exil zu gehen.

Hier entsteht 1937/38 sein Hauptwerk "Nacht über Deutschland". Es soll über die Zustände unter der Nazi-Herrschaft aufklären, über das Schicksal jener, die sich auflehnen. 1961 zwingt die argentinische Junta die Mefferts erneut ins Exil, und sie kehren in die Schweiz zurück. Beeinflusst von Käthe Kollwitz hat Carl Meffert bereits in seinem Frühwerk beeindruckende Bilderzyklen geschaffen. Sein bevorzugtes Ausdrucksmittel ist der Linolschnitt, der in einem harten schwarz-weiss-Kontrast menschliche Schicksale auf ergreifende Weise beleuchtet.

Anlässlich des 30. Todesjahrs gibt das HVM Einblick in das Werk von Clément Moreau, der sich in seinen Arbeiten der Welt der Unterdrückten, Flüchtenden und Heimkinder zuwendet.


Clément Moreau: Nacht über Deutschland
6. Oktober 2018 bis 24. März 2019
Vernissage: Fr 5. Oktober, 18.30 Uhr

Völkerkundemuseum St. Gallen
Museumstrasse 50
CH - 9000 St.Gallen

T: 0041 (0)71 24206-42
F: 0041 (0)71 24206-44
E: info@hmsg.ch
W: http://www.hmsg.ch/

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