11. April 2008 - 4:15 / Tanz
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Michèle Noiret liebt knisterndes Ambiente vor dunklem Hintergrund. "Les Arpenteurs" ist ein choreografierter Thriller, ein Film noir im Tanztheater. Die Perspektiven werden ständig verschoben. Das Bühnenbild erweckt einmal die Vorstellung einer Skyline, dann wieder einer Tiefgarage, die Szenen spielen auf der Straße, im Fahrstuhl oder in einem Wohnzimmer.

Im Labyrinth dieser imaginären Stadt, sind die Figuren Noirets bedrohlichen Begegnungen ausgesetzt. Sie rennen und fliehen, sie schlagen und lieben sich, sie verlieren sich in sich selbst. In athletischen Sprints und Spr üngen durch die Gefilde des inneren Chaos wird das menschlich Triebhafte vermessen. "Les Arpenteurs" erzählt keine Geschichte, braucht keine Protagonisten und deutlichen Handlungsstränge, sondern orientiert sich an einem Hauptmotiv, und das ist der Mangel an Erkenntnis und Klarheit über die eigene Existenz.

"Les Arpenteurs" ist ein Gemeinschaftsprojekt mit "Les Percussions de Strasbourg", einem weltweit renommierten Musikensemble, das sich der zeitgenössischen Recherche verschrieben hat. Die Musiker befinden sich auf der Bühne, bleiben aber auf Distanz zum Geschehen. Ziel des Komponisten François Paris ist es, Musik visuell erlebbar zu machen


Bregenzer Frühling
Les Arpenteurs - Österreichpremiere
Choreografie: Michèle Noiret
Musik und Komposition: François Paris

Samstag 12. April 2008, 20.00 Uhr
Festspiel- und Kongresshaus Bregenz



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