14. März 2015 - 1:45 / Ausstellung / Grafik 
12. Dezember 2014 22. März 2015

Zu den bahnbrechenden Neuerungen um 1500 gehört die Entwicklung der Druckgraphik zu einem selbständigen künstlerischen Medium. Albrecht Dürer erreichte in kürzester Zeit nicht nur eine bis dahin ungeahnte Virtuosität in allen graphischen Techniken, er etablierte auch eine Vielzahl von Bildgattungen, mit denen er das Feld der bildenden Künste erheblich erweiterte. Während die zahlreichen Bilderserien (etwa zum "Marienleben") traditionelle Bildthemen neu variieren, bleiben manche Einzelblätter in hohem Maße rätselhaft.

Diese Kupferstiche, Holzschnitte oder Eisenradierungen von höchster Qualität zeigen oft Darstellungen, die die Antike anklingen lassen: Die Gestalten erscheinen nackt oder in antikisierender Bekleidung und sind in Posen oder Handlungen wiedergegeben, die an die Götter und Helden der klassischen Mythologie erinnern. Jedoch lassen sich diesen Blättern nur selten konkrete Themen zuordnen. Offensichtlich fordert Dürer den Betrachter dazu auf, sich auf seine Mysterien einzulassen, um in ihrer Deutung den eigenen Intellekt zu erproben, damals wie heute.


Dürers Mysterien
Rätsel in seinem graphischen Werk
12. Dezember 2014 bis 22. März 2015

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
Obenmarspforten (am Kölner Rathaus)
D - 50667 Köln

W: http://www.wallraf.museum

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