26. Mai 2020 - 8:20 / Ausstellung 

Ausstellungen und Sammlung in der Albertina und in der Albertina modern können wieder besucht werden.

Die Sammlung Batliner

Die Albertina besitzt mit der Sammlung Batliner eine der größten und hochkarätigsten Kollektionen Europas zur Malerei der Klassischen Moderne. 2007 wurde diese Sammlung der Albertina von Rita und Herbert Batliner übergeben und ein neues Kapitel in der Geschichte des Museums aufgeschlagen.

Vom französischen Impressionismus, Pointillismus und Fauvismus mit Werken von Monet, Renoir, Degas, Cézanne, Toulouse-Lautrec, Braque und Matisse über Meisterwerke der expressionistischen Künstlergruppen Die Brücke und Der Blaue Reiter mit Gemälden von Kirchner, Kandinsky und Nolde bis hin zur russischen Avantgarde und zahlreichen Werken von Pablo Picasso präsentiert die Dauerausstellung alle bahnbrechenden Ideen der Moderne. Die Entscheidung von Herbert und Rita Batliner 2007, ihre Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dafür als Partner die Albertina zu wählen, hat die Museumslandschaft auch im Bereich der zeitgenössischen Kunst bereichert. Denn seit der Jahrtausendwende sammelt das Ehepaar Batliner auch die vielfältige Malerei der Gegenwart: Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Alex Katz, Imi Knoebel und Arnulf Rainer.

Wilhelm Leibl - "Gut sehen ist alles!"

Gefördert von Courbet, beeinflusst von Manet und geschätzt von Van Gogh, gehört Wilhelm Leibl (1844–1900) zu den wichtigsten Vertretern des Realismus in Europa. Im Mittelpunkt seines Werks steht der Mensch in seiner alltäglichen Wirklichkeit. Mit Leibls Rückzug von der Stadt aufs Land begründete er eine moderne Figurenmalerei, in der die Naturwahrheit über der Idylle und der Erzählfreude der traditionellen Genremalerei steht. Richtschnur war für Leibl nicht, dass ein Modell schön, sondern dass es "gut gesehen" wurde. Leibl malt vorwiegend Bildnisse und Interieurs mit ländlichen Figuren, wobei der Schwerpunkt stets auf dem "Wie" der malerischen Ausführung liegt.

Warhol bis Richter

"Warhol bis Richter" präsentiert Kunstwerke der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute. Rund 80 Werke u.a. von Anselm Kiefer, Gerhard Richter, Gottfried Helnwein, Andy Warhol, Alex Katz und Maria Lassnig repräsentieren die Vielfalt künstlerischer Positionen nach 1945. Schlüsselwerke internationaler Strömungen illustrieren die facettenreiche künstlerische Produktion, die von Hyperrealismus bis Abstraktion, von farbästhetischen bis zu politischen Themen reicht, und veranschaulichen die komplexen parallelen Strömungen der vergangenen Jahrzehnte.

Die frühe Radierung - Von Dürer bis Bruegel

Die Entwicklung druckgrafischer Techniken gehört zu den größten künstlerischen Errungenschaften des ausgehenden Mittelalters. Mit dem Aufkommen des Holzschnitts im frühen 15. Jahrhundert, des Kupferstichs zur Mitte des Jahrhunderts und schließlich der Radierung kurz vor 1500 wird die Druckgrafik zu einer eigenständigen Kunstgattung. Die Ausstellung in der Albertina widmet sich der Radierung von ihren Anfängen in der Dürerzeit bis in die Epoche Bruegels, als in Deutschland, den Niederlanden, Italien und Frankreich mit dieser Technik experimentiert wurde.

Michael Horowitz

Der Verleger, Autor und Journalist Michael Horowitz wendet sich früh der Fotografie zu – schon während seiner Schulzeit unterstützt er seinen Vater, einen bekannten Theaterfotografen. Im Zentrum der Ausstellung stehen Horowitz’ Aufnahmen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren, als er als freier Fotograf arbeitet und das Porträt zu seiner Lieblingsdisziplin wird.

Ein Schwerpunkt liegt auf Persönlichkeiten aus dem Kulturleben Wiens, das für Horowitz eine große Rolle spielt. Von Anfang an ist er eng mit dem Theater verbunden, besonders die Freundschaft zu Helmut Qualtinger lässt außergewöhnliche Porträts des Bühnenstars entstehen.

"The Beginning" - Kunst in Österreich 1945 bis 1980

Die Eröffnungsausstellung der Albertina modern zeigt die österreichische Kunst in den entscheidenden Jahrzehnten nach 1945. Sie bietet erstmals einen umfassenden Überblick einer der innovativsten Epochen heimischer Kunstgeschichte und präsentiert die bedeutendsten Positionen an der Schwelle zur Postmoderne – vom Wiener Phantastischen Realismus über die frühe Abstraktion, den Wiener Aktionismus, die kinetische und konkrete Kunst sowie die österreichische Spielvariante der Popart bis zu dem für Wien so kennzeichnenden gesellschaftskritischen Realismus.

Albertina und Albertina modern
ab 27. Mai 2020

Albertina
Albertinaplatz 1
A - 1010 Wien

T: 0043 (0)1 534 83-555
F: 0043 (0)1 534 83-430
E: info@albertina.at
W: http://www.albertina.at/

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Alex Katz, "Beach Stop", 2001, Öl auf Leinwand, Albertina, Wien – The Essl Collection © Bildrecht, Wien, 2020
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Anselm Kiefer, "Merkaba", 2006, Gips, Bleistreifen und Bleiboot auf Leinwand Albertina, Wien – Sammlung Batliner © Anselm Kiefer
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Daniel Hopfer, "Tod und Teufel überraschen zwei Frauen", ca. 1510–1515 Radierung © The Metropolitan Museum of Art, New York
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Oskar Kokoschka, "Ansicht von Vernet-les-Bains", 1925  © Albertina, Wien – Sammlung Batliner
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Michael Horowitz, "Senta Berger", 1973, Hahnemühle Fine Art Baryta Print Besitz des Künstlers © Michael Horowitz
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Wilhelm Leibl, "Bauernhaus", um 1875-1877, Radierung © Albertina, Wien
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