1. Dezember 2019 - 11:43 / Aktuell / Ausstellung 

Bei "Zeichnung" denken wir unwillkürlich an Stift und Papier: Es sind jene basalen Werkzeuge, die unendlich viele Möglichkeiten zur Darstellung, Illustration, Abbildung und Dokumentation von Gegebenheiten, Gedanken, Fantasien und Utopien bieten.

Für "Drawing into the void" wird für Alfredo Barsuglia der Ausstellungsraum gleichsam zum leeren Blatt Papier und der Künstler zum Stift, der im Raum Zeichen und Spuren hinterlässt. Drei Tage lang (Samstag, 30.11. bis Montag, 2.12. jeweils von 11 bis 16 Uhr) dauert Barsuglias performativer Arbeitsprozess im Bildraum Bodensee. BesucherInnen können selbst erleben, wie der Künstler zeichnerisch auf den Ausstellungsraum mit den ihm immanenten "Gegenständen" reagiert und diesen mithilfe seines Körpers transformiert — in einem unvorhersehbaren, dreidimensionalen Happening-Raum-Experiment.

Barsuglias "Zeichnung" entfaltet sich im Zusammenspiel von Leuchten, Elektrokabeln, Heizkörpern, Wandfarbe, Fenster und anderen Elementen mit im weitesten Sinne Spuren des menschlichen Körpers wie Speichel, Schweiß, Fußabdrucken und Kleidungsstücken.

"Drawing into the void" hinterfragt das Medium der Zeichnung auf einer Metaebene, als Hinterlassung von Spuren — ganz im Sinne der ursprünglichen Bedeutung des Wortes als "Kennzeichnung" (althochdeutsch: zeicheunga).

Alfredo Barsuglia wird am 4. Dezember mit dem renommierten Msgr. Otto Mauer Preis in der Jesuitenkirche in Wien ausgezeichnet.

Alfredo Barsuglia -"Drawing into the void"
2. Dezember 2019 bis 11. Jänner 2020

Bildraum Bodensee
Seestraße 5
A - 6900 Bregenz

T: +43 (1) 815 26 91- 41

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Alfredo Barsuglia, Drawing into the void, 2019 | Foto: Alfredo Barsuglia © Bildrecht, Wien 2019
Alfredo Barsuglia, Drawing into the void, 2019 | Foto: Alfredo Barsuglia © Bildrecht, Wien 2019
Alfredo Barsuglia, Porträt | Foto: Johannes Siglär © Johannes Siglär
Alfredo Barsuglia, Porträt | Foto: Johannes Siglär © Johannes Siglär