14. Februar 2010 - 2:12 / Ausstellung / Archiv 
17. November 2009 17. Februar 2010

Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck verfügt über zwei umfassende Sammlungsbestände, deren 2. Teil in der Ausstellung "Feedback. Werke aus der Sammlung von Arp bis Herold" vom 17. November 2009 bis zum 17. Februar 2010 erstmalig zueinander in Bezug gesetzt werden. Die frühere, seit 1987 ständig wachsende qualitätsvolle Sammlung mit wichtigen Positionen nationaler und internationaler Gegenwartskunst umfasst inzwischen über 550 Exponate und vereint angesehene Künstler wie Francis Picabia, Hans Richter, Günther Uecker und Georg Herold.

Zudem erwarb das Land Rheinland-Pfalz zwischen 1996 und 2003 – im Hinblick auf die Realisierung des Museumsneubaus nach Plänen von Richard Meier – rund 400 Skulpturen, Reliefs, Papier- und Textilarbeiten der Namenspatrone Hans Arp und Sophie Taeuber-Arp. Zu den Sammlungen zählen darüber hinaus die Kunstwerke des Skulpturenufers Remagen und die ortsbezogenen Arbeiten im Arp Museum Bahnhof Rolandseck.

Die Ausstellung "Feedback" ermöglicht einen umfassenden Einblick in diesen anspruchsvollen Sammlungsbestand und verdeutlicht, dass gerade durch intensive und kontinuierliche Sammlungsaktivitäten das Museum als lebendiger Ort erhalten und erfahrbar wird. Dabei werden erstmals auch einige Kunstwerke zu sehen sein, die sich bislang ausschließlich im Museumsdepot befanden. In spannungsreichen Dialogen lassen sich formale und inhaltliche Bezüge unter den Arbeiten herstellen. Wie reagieren einzelne Positionen aufeinander? An welchen Schnittstellen und durch welche Werke entsteht ein Feedback innerhalb der unterschiedlichen Sammlungen? Was verbindet die Arbeiten von Hans Arp beispielsweise mit denen von Dieter Roth oder Thomas Rentmeister?

Durch eine abwechslungsreiche Präsentation, die einzelne Werke gezielt einander gegen­überstellt, ergeben sich überraschende Zusammenhänge und Kontraste. Wie wird Raum in den Bildern von Sophie Taeuber-Arp erfahrbar, wie in der Installation von Georg Herold? Was empfinden die Künstler als wesentlich bei der Darstellung eines Gegenstandes, zum Beispiel einer Muschel? Spannungsbögen werden dabei nicht zuletzt durch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen künstlerischen Techniken erzeugt.

Zur Ausstellung erscheint der Bestandskatalog "Kunstgeschichten" (154 S., Richter Verlag) der seit 1987 angekauften Werke der Gegenwartskunst, herausgegeben von Oliver Kornhoff, mit Textbeiträgen von Kuratorinnen und Kuratoren, Künstlerinnen und Künstlern sowie Zeitzeugen.

Feedback

Werke aus der Sammlung von Arp bis Herold
Teil II: 17. November 2009 bis 17. Februar 2010

Arp Museum Bahnhof Rolandseck
Hans-Arp-Allee 1
D - 53424 Remagen

T: 0049 (0)2228 9425-12
F: 0049 (0)2228 9425-21
E: info@arpmuseum.org
W: http://www.arpmuseum.org/

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Dieter Roth; Entenjagd, 1972, Ex. Nr. 18/20. © Dieter Roth Estate; Foto: Mick Vincenz, 2009