11. September 2016 - 3:48 / Aktuell 

Im Zentrum der Ausstellung stehen die außergewöhnlichen Leistungen jener Menschen, die Jüdinnen und Juden während der NS-Zeit das Leben retteten und dafür mit dem israelischen Ehrentitel "Gerechter unter den Völkern" ausgezeichnet wurden. Neben bekannten internationalen "Gerechten" wie Oskar Schindler, liegt ein besonderes Augenmerk auf den knapp 100 österreichischen "Gerechten", deren eindrucksvolle Geschichte nun erstmals in einer größeren Ausstellung in Westösterreich erzählt wird.

Doch wer waren diese mutigen Menschen? Was bewog sie dazu, ihr Leben für andere, teils unbekannte Personen aufs Spiel zu setzen? Wie gingen sie vor? Wer half ihnen dabei? Und welche Relevanz hat ihre Geschichte für die Gegenwart?

Obwohl die Gruppe der österreichischen "Gerechten" zahlenmäßig klein ist, verdeutlicht die Ausstellung die Vielfältigkeit ihrer Zusammensetzung. Es waren Junge und Alte, Frauen und Männer, Menschen aus allen sozialen Schichten, vom Fabrikanten bis zum einfachen Handwerker, auch Angehörige der Wehrmacht, die schlichtweg aufgrund von Mitmenschlichkeit handelten. Sie konnten nur helfen, indem sie Dinge taten, die auch heutzutage als kriminell bezeichnet werden: Sie versteckten Menschen, die gesucht wurden, fälschten Papiere, mussten lügen, kümmerten sich um Fluchthilfe und vieles mehr.

Eröffnung: Donnerstag 15. September um 19:00 Uhr

Palais Liechtenstein
Schlossergasse 8
A - 6800 Feldkirch

W: http://www.palais-liechtenstein.at/

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