24. Mai 2020 - 9:20 / Aktuell 

Der Tiroler Autor und Dramatiker Felix Mitterer will aufgrund der Causa Ischgl im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie seine für das Fernsehen Anfang der 1990er Jahre geschriebene Erfolgsserie "Die Piefke Saga" um eine weitere Episode ergänzen.

Der Wunsch, der "Piefke-Saga", die einen Kultstatus erlang hat, einen weiteren Teil hinzuzufügen, sei mehrfach an ihn herangetragen worden, sagt der Autor. Nach dem, was da in einigen Tiroler Tourismusorten passiert sei, müsse eine Fortsetzung einfach sein, meinte Mitterer in Anspielung auf die Coronafälle dort gegenüber der Nachrichtenagentur APA. Er hoffe, dass der ORF an Bord sein werde. "Die Darsteller leben ja noch, die wären jedenfalls mit Begeisterung wieder dabei", so Mitterer. Er habe inzwischen viele Informanten in den Tiroler Dörfern. "Wenn wo etwas passiert, erfahre ich es. Das war früher viel schwieriger", sagte er. Er sei guten Mutes, dass sich das Projekt realisieren lasse.

Schockiert zeigt sich der Dramatiker über die Behandlung der Kunst- und Kulturschaffenden in der Coronakrise. Die Regierungen Mitteleuropas hätten der Branche viel zu spät geholfen. "Wahnsinn, dass das alles so unglaublich spät daherkommt", so Mitterer über die Hilfen. Es zeige sich, dass der Stolz auf das Kulturland Österreich nur ein Fähnchen am Stock sei.