10. September 2019 - 21:08 / Aktuell 

Der 1924 in Zürich geborene Fotograf Robert Frank ist am Montag im 95. Lebensjahr stehend in der kanadischen Stadt Inverness gestorben. Dies kolportierte "New York Times" unter Berufung auf seine Galerie in New York. Frank galt als einer der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts.

Frank kam bereits als junger Mann in die USA, arbeitete kurz für das Modemagazin "Harper’s Bazaar", wandte sich dann aber der Reportagefotografie zu. Seine Bilder erschienen in internationalen Magazinen wie "Life", "Stern" und "Du". 1955 erhielt er ein Guggenheim-Stipendium, das ihm einen zweijährigen Aufenthalt in den USA ermöglichte. Auf seinen Reisen durch die Vereinigten Staaten fotografierte Frank die Menschen auf völlig neue Art und Weise: spontan, unverstellt, in Schwarz-Weiß und dokumentarisch. Dabei porträtierte er Filmstars genauso wie einfache Bürger. So entstanden um die 28.000 Fotos. Das daraus hervorgegangene Fotobuch "The Americans" ist längst zu einem Klassiker geworden.