14. Juli 2012 - 1:40 / Ausstellung / Malerei 
30. März 2012 15. Juli 2012

Mit der größten Ausstellung ihrer Geschichte analysiert die Pinakothek der Moderne im Jahr ihres zehnjährigen Bestehens das Thema "Frauen" im Werk dreier zentraler Künstler des 20. Jahrhunderts: Pablo Picasso, Max Beckmann und Willem de Kooning. Dreh- und Angelpunkt der Ausstellung bilden die drei Ausnahmekünstler und deren Auseinandersetzung mit dem Thema "Frau".

Ausgehend von der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau in ihrem Werk distanziert sich die Ausstellung bewusst von den populären Auffassungen über Picasso, Beckmann und de Kooning. Die Rolle, die sie Frauen in ihrer Kunst beimessen, geht weit über einseitige Festlegungen und Klischees von Weiblichkeit hinaus.

Frauen treten in den Gemälden der Künstler äußerst differenziert auf, sind von eigenständiger Bedeutung und werden immer wieder zu einem sensiblen Spiegel gesellschaftlicher und politischer Probleme und Umbrüche. Sie sind nicht lediglich Projektionsfläche männlicher Sehnsüchte und Begierden, sondern Katalysator für eine Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie sowie der Zeitgeschichte (Picasso), sie werden zum in sich freien, unabhängigen Gegenbild (Beckmann) oder zur eigenständigen Kraft, in der künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten kulminieren (de Kooning).

Kuratorin Carla Schulz-Hoffmann: "Anders als zahlreiche, verbreitete kunsthistorische Interpretationen nahelegen, stellen Picasso, Beckmann und de Kooning freie und emanzipierte Frauen dar. Ihre Werke provozieren uns heute immer noch, obwohl pornographische Bilder Teil unserer visuellen Kultur sind. Das bedeutet meines Erachtens, dass die Bilder der drei Künstler uns auf einer tieferen Ebene ansprechen und so die Macht der Kunst belegen."

Die Ausstellung umfasst mit rund 100 Gemälden Werke aus den wichtigsten internationalen Museen wie etwa The Metropolitan Museum, The Museum of Modern Art, New York, The Art Institute of Chicago, The Saint Louis Art Museum, National Gallery of Australia, Canberra, Eremitage, St. Petersburg, Tate Gallery, London, Centre Georges Pompidou, Musée d‘Orsay, Paris; Kunsthaus Zürich, Kunstmuseum Basel, Fondation Beyeler, Riehen sowie zahlreichen Privatsammlungen.

Parallel erscheint ein reich bebilderter und interdisziplinärer Katalog in
deutscher und englischer Sprache mit Beiträgen von Siri Hustvedt, Richard
Shiff, Feridun Zaimoğlu, Uwe M. Schneede, Michael Köhlmeier, Elisabeth
Bronfen, Doris Dörrie und Carla Schulz-Hoffmann.

Frauen
Pablo Picasso, Max Beckmann und Willem de Kooning
30. März bis 15. Juli 2012
Eröffnung: 29. März 12, 19 Uhr

Pinakothek der Moderne
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D - 80799 München

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