28. Februar 2012 - 1:45 / Archiv / Malerei 

Mit der Ausstellung "Goldene Impressionen: Japanische Malerei 1400 bis 1900" zeigt das Museum für Ostasiatische Kunst vom 29. Oktober 2011 bis 5. März 2012 erstmalig eine Auswahl von 95 seiner besten Werke japanischer Malerei. Das Museum am Aachener Weiher wurde zwar bereits 1909 gegründet und 1913 für Publikum geöffnet, doch erst jetzt konnte die Sammlung japanischer Malerei als Ganzes gesichtet und kritisch für diese Ausstellung aufbereitet werden.

Anlässlich des 150-jährigen deutsch-japanischen Freundschaftsjubiläums vermittelt "Goldene Impressionen" Einblick in die thematische und stilistische Vielfalt der Kölner Sammlung und bietet einen Überblick über die wichtigsten Aspekte und Strömungen japanischer Malerei zwischen 1400 und 1900.

Die Ausstellung ist thematisch gegliedert. Der erste Teil widmet sich der Malerei auf Stellschirmen, die im Japonismus zum Inbegriff japanischer Kunst wurden. Teil zwei zeigt Darstellungen schöner Frauen aus den Vergnügungsvierteln der "fließend-vergänglichen Welt" (ukiyo), Teil drei Bilder von Göttern, Dämonen, Heiligen und Menschen im Stil des einheimischen Yamato-e (Yamato ist die alte Bezeichnung für Japan) und Teil vier die Rückbesinnung auf die höfische Kunst des 10. bis 12. Jahrhunderts. Teil fünf und sechs konzentrieren sich auf Landschaftsmalerei und Zen-buddhistische Figurenmalerei, während Teil sieben Einblick in die im 18. Jahrhundert einsetzende Auseinandersetzung mit westlichen Darstellungsmethoden gibt.

Viele der Bilder wurden eigens für die Sonderausstellung in Japan restauriert und können jetzt, nach Jahrzehnten im Depot, erstmals wieder ihre volle Pracht und Schönheit entfalten. Zur Ausstellung erscheint ein Kurzführer in deutscher Sprache, außerdem ein von Doris Croissant herausgegebener wissenschaftlicher Katalog in englischer Sprache unter dem Titel "Splendid Impressions - Japanese Secular Painting 1400 – 1900", der in Zusammenarbeit mit international renommierten Wissenschaftlern aus Deutschland und den USA erarbeitet wurde.

Goldene Impressionen
29. Oktober 2011 bis 4. März 2012

Museum für Ostasiatische Kunst
Universitätsstraße 100
D-50674 Köln
T 0049 (0)2212 21286-08
F 0049 (0)2212 21286-10



  •  29. Oktober 2011 4. März 2012 /
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Menschen bei Mußebeschäftigungen: Schule des Iwasa Matabei (1578-1650), unsigniert. Hängerolle, Farben auf Papier, Blattgold und Blattsilber, 33,9 x 33,2 cm; Japan, 1. Hälfte 17. Jh. Museum für Ostasiatische Kunst Köln; Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln
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Kano Naizen (1570-1616) zugeschrieben: Yamabe-no-Akahito (Einer der 36 Dichter). Farben auf Holz 52,2 x 36,3 cm ; Japan, 17. Jh. Museum für Ostasiatische Kunst Köln; Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln
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Landschaft mit zwei Personen: Kenkô Shôkei (tätig um 1478-1506). Fächerblatt als Hängerolle montiert, Tusche und leichte Farben auf Papier, 35,5 x 36,0 cm; Japan, spätes 15. Jh. Museum für Ostasiatische Kunst Köln; Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln