9. August 2020 - 11:35 / Aktuell / Kunst 

Der deusche Soziologe Heinz Bude ist zum Gründungsdirektor des Documenta-Instituts in Kassel designiert worden. Der Wissenschaftler soll sich gemäss Mitteilung zunächst um die "inhaltliche Programmatik" kümmern sowie "interne und externe Strukturen" aufbauen. Das Institut soll als unabhängige, wissenschaftliche Forschungseinrichtung vor allem mit dem gewaltigen Archiv der Documenta arbeiten, die seit ihrer ersten Ausgabe im Jahr 1955 als bedeutendste internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst gilt.

Bude, der bereits in Kassel lehrt, sei als "zeitdiagnostisch aufgeschlossener Wissenschaftler" verpflichtet worden, teilen die Stadt Kassel, das Land Hessen, die Universität und die Kunsthochschule Kassel sowie das Museum Fridericianum mit, die Trägerschaft des neuen Instituts inne haben. Nachdem in den vergangenen Monaten die NS-Verstrickungen wichtigr Gründerfiguren der Weltkunstschau publik wurden, wird Bude als Direktor wohl auch rasch die wissenschaftliche Aufarbeitung dieser Fälle voranzutreiben haben.