31. Dezember 2020 - 10:58 / Ausstellung / Online 

Fünf Tage konnte die neue Ausstellung "Impasse Ronsin. Mord, Liebe und Kunst im Herzen von Paris" im Museum Tinguely bis zum Lockdown in der Schweiz besucht werden. Die beiden Kuratoren ermöglichen trotzdem den virtuellen Besuch.

Adrian Dannatt und Andres Pardey führen durch die verschiedenen Atelierräume und Kunstwerke sowie zahlreiche Geschichten, die sich um die legendäre Pariser Künstlersiedlung ranken.

In der Impasse Ronsin, im 15. Pariser Arrondissement gelegen, wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine Siedlung von Atelierbauten errichtet, die die bereits vorher existierenden Gebäude erweiterten und bis zu 35 Kunstschaffenden zeitgleich Platz boten.

Ein breites Spektrum künstlerischen Schaffens versammelte sich, vom Bildhauer, der auf repräsentative Denkmäler spezialisiert war, über Hobbymaler bis zu den jungen Avantgardisten und Avantgardistinnen, die sich der Aktionskunst verschrieben hatten.

Mit "Impasse Ronsin. Mord, Liebe und Kunst im Herzen von Paris" widmet das Museum Tinguely diesem aussergewöhnlichen, urbanen Soziotop, das immer wieder für Schlagzeilen sorgte, die erste umfassende Übersichtausstellung und präsentiert über 50 Künstler_innen mit über 200 Werken,die alle in der Impasse Ronsin entstanden sind. Dabei war der Ort geprägt von einer Vielfalt an künstlerischen Identitäten, die keinesfalls nur avantgardistisch waren, sondern die ein überausbreites Spektrum auszeichnete mit Künstlern und Künstlerinnen wie Constantin Bräncusi, Max Ernst, Marta Minujin, Eva Aeppli, Niki de Saint Phalle, Larry Rivers bis zu Andr& Almo Del Debbio oder Alfred Laliberte.

Impasse Ronsin. Mord, Liebe und Kunst im Herzen von Paris
16. Dezember 2020 bis 5. April 2021

Museum Tinguely
Paul Sacher-Anlage 1
CH - 4002 Basel

W: http://www.tinguely.ch/

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Constantin Brâncusi, Selbstporträt mit Polaire, ca. 1925, Silbergelatineabzug, 23,5 x 17,5 cm, Courtesy of Grob Gallery © Succession Brancusi - all rights reserved / 2020 / 2021 ProLitteris, Zürich
Constantin Brâncusi, Selbstporträt mit Polaire, ca. 1925, Silbergelatineabzug, 23,5 x 17,5 cm, Courtesy of Grob Gallery © Succession Brancusi - all rights reserved / 2020 / 2021 ProLitteris, Zürich
Marta Minujin, Ausstellung und Aktion "La destrucción", Impasse Ronsin, 6. Juni 1963, Foto: Shunk-Kender, Courtesy of the artist
Marta Minujin, Ausstellung und Aktion "La destrucción", Impasse Ronsin, 6. Juni 1963, Foto: Shunk-Kender, Courtesy of the artist
Studentin in der Impasse Ronsin vor einer Wand des ehemaligen Ateliers Brâncuși, 1965 Fotograf_in unbekannt
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