2. November 2021 - 13:44 / Ausstellung / Medienkunst 
5. November 2021 9. Dezember 2021

Imposante, irritierend schöne Fotografien von Naturlandschaften, stürmischer See und fulminanten Wolkenformationen — das zeigen Julie Monacos Werke auf den ersten Blick. Bei näherem Hinsehen erschließt sich, dass den großformatigen Abbildungen kein reales Vorbild zugrunde liegt.

Die Bilder sind am Computer generiert — basierend auf numerischen Codes und verbunden mit dem zeichnerischen Gestus der Künstlerin. In analogen, oft fotochemischen, Verfahren finden sie ihre finale Form. Julie Monacos zwischen mathematischen Mustern und analoger Schaffenskraft oszillierende Werke ziehen auf eigentümliche Weise in den Bann.

Seit 2001 beschäftigt sich die Künstlerin mit digitaler Bildgenerierung mittels fraktaler Strukturen im Dialog mit Elementen und Techniken analoger Gestaltung. Dabei konzentriert sie sich auf die Erforschung fraktaler Darstellungsmöglichkeiten mit darauf ausgelegter ComputerSoftware. Die Arbeiten sind zunächst künstliche, digital erstellte Bilder, die kein Abbild eines vorgefundenen Realen sind. Sie basieren vielmehr auf numerischen Codes, die durch eine festgelegte Rechenoption erreicht werden. Die mathematischen Grundlagen dazu gehen auf Benoît Mandelbrot zurück, der Berge, Himmel, Meer und andere Strukturen in der Natur in ihren sogenannten fraktalen Dimensionen beschrieb.

Das Zusammenspiel von computergenerierten Zeichen und dem zeichnerischen Gestus Julie Monacos bildet in ihrer medialen Übersetzung ins Materielle den Schnittpunkt ihres Schaffens. Die Bilder, die durch diesen Prozess entstehen, werden je nach Serie in verschiedenen Printtechniken produziert. Vom einfachen C-Print, über Inkjet-Print bis zur komplexen analogen Silbergelatinfotografie, die von Hand entwickelt und getönt wird. Der Schwerpunkt der künstlerischen Forschung von Julie Monaco liegt auf dem Verbinden analoger und digitaler Elemente.

Um einen Überblick über das Schaffen von Julie Monaco zu bieten, präsentiert der Bildraum Bodensee Werke aus den Jahren 2002 bis 2021. Ausgehend von einer frühen Arbeit, bei der das noch pure Fraktal im Vordergrund steht, bis hin zu den neuesten Werken, die erstmals auch in Bregenz zu sehen sind.

Julie Monaco - Kaltwasser
5. November bis 9. Dezember 2021

Bildraum Bodensee
Seestraße 5
A - 6900 Bregenz

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  •  5. November 2021 9. Dezember 2021 /
Julie Monaco, sv_01/4, 2005, C-Print auf Alu, Diasec, 84 x 177 cm, Ed.: 3+2 AP © Bildrecht, Wien 2021
Julie Monaco, sv_01/4, 2005, C-Print auf Alu, Diasec, 84 x 177 cm, Ed.: 3+2 AP © Bildrecht, Wien 2021
Julie Monaco, Zweitausendeinundzwanzig/21_01_#01, 2021, Inkjet Print auf Hahnemühle Papier auf Aluminium, 107 x 71,5 cm, Ed.: 3+2 AP, 1/3 © Bildrecht, Wien 2021
Julie Monaco, Zweitausendeinundzwanzig/21_01_#01, 2021, Inkjet Print auf Hahnemühle Papier auf Aluminium, 107 x 71,5 cm, Ed.: 3+2 AP, 1/3 © Bildrecht, Wien 2021
Julie Monaco, APRIL_#01_2021, 2021, Inkjet auf Bayrta, 145 x 93 cm, Ed.: 3+2 AP © Bildrecht, Wien 2021
Julie Monaco, APRIL_#01_2021, 2021, Inkjet auf Bayrta, 145 x 93 cm, Ed.: 3+2 AP © Bildrecht, Wien 2021
Julie Monaco, Zweitausendeinundzwanzig/21/05_#01, 2021, Inkjet auf Hahnemühle Baryta, 145 x 93 cm, Ed.: 3+2 AP, 1/3 © Bildrecht, Wien 2021
Julie Monaco, Zweitausendeinundzwanzig/21/05_#01, 2021, Inkjet auf Hahnemühle Baryta, 145 x 93 cm, Ed.: 3+2 AP, 1/3 © Bildrecht, Wien 2021