30. April 2019 - 4:30 / Ausstellung / Grafik 
17. Mai 2019 4. August 2019

Vom 17. Mai bis 4. August 2019 findet die erste Einzelausstellung von Guillaume Bruère in der Schweiz statt. Guillaume Bruère ist ein obsessiver Zeichner. Er lässt sich von Meisterwerken der Kunstgeschichte inspirieren, porträtiert aber auch Menschen, die für gewöhnlich nicht im Rampenlicht stehen. In den letzten Jahren war der Künstler wiederholt im Kunsthaus Zürich und im Schauspielhaus zu Gast. Das Kunsthaus zeigt mehr als 50 Werke, die zwischen 2012 und 2018 entstanden sind.

Der 1976 in Frankreich geborene Guillaume Bruère arbeitet schnell. Mit energiegeladenem, vibrierendem Strich schafft er innert kürzester Zeit eine Vielzahl von Werken. Am liebsten zeichnet Bruère direkt in Museen und bedient sich der Gemälde bekannter Meister. Er war im Louvre, in der Alten Pinakothek in München, in der Berliner Gemäldegalerie und immer wieder im Kunsthaus Zürich. Das menschliche Gesicht und das Porträt spielen in Bruères Werk eine zentrale Rolle. Für die Ausstellung schuf der Künstler neue, grossformatige Porträts von Aufsichten, die im Kunsthaus arbeiten. Damit rückt er jene Menschen ins Rampenlicht, die zwar eine zentrale Rolle im Museum einnehmen, als Individuen jedoch meistens im Hintergrund bleiben. Die Zeichnungen entstanden letztes Jahr als öffentliche Zeichnungs-Sessions am Tag der offenen Tür und während der Langen Nacht der Zürcher Museen.

Bei seinen Besuchen im Kunsthaus hat Bruère über 200 Zeichnungen realisiert – 38 davon alleine nach dem Selbstbildnis von van Gogh. Auch im Schauspielhaus Zürich war der Künstler zu Gast und hat während Proben (z.B. für die «Burgunderprinzessin») gezeichnet. Die Ausstellung präsentiert zum ersten Mal eine Auswahl dieser zwei Zürcher Werkgruppen.

Guillaume Bruère lebt und arbeitet in Berlin. Er hat an der École des Beaux-Arts in Nantes und an der École européenne supérieure de l’image in Poitiers studiert und ist als Maler, Zeichner, Performer und Bildhauer aktiv. Soeben hat ihn die Conrad Ferdinand Meyer Stiftung mit ihrem Förderpreis 2019 ausgezeichnet. An zwei Veranstaltungen kann man dem Künstler persönlich begegnen: Am 17. Mai um 19 Uhr findet eine Zeichnungs-Performance statt.

Die Ausstellung wird von einem über 400 Seiten starken Katalog begleitet. Er umfasst alle Zeichnungen, die in den letzten Jahren im Kunsthaus und Schauspielhaus entstanden sind. Für dieses grosse «Bilderbuch» hat Guillaume Bruère Texte verfasst, die in die verschiedenen Werkgruppen einführen. Erhältlich ab Ausstellungseröffnung im Kunsthaus-Shop und im Buchhandel.

Guillaume Bruère
17. Mai bis 4. August 2019

Kunsthaus Zürich
Heimplatz 1
CH - 8001 Zürich

T: 0041 (0)44 25384-84
F: 0041 (0)44 25384-33
E: info@kunsthaus.ch
W: http://www.kunsthaus.ch/

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  •  17. Mai 2019 4. August 2019 /
Guillaume Bruère: Zeichnung nach Arnold Böcklin im Kunsthaus Zürich, 2012. Buntstifte auf Papier, 70 x 50 cm; Courtesy the artist, © Guillaume Bruère
Guillaume Bruère: Zeichnung nach Arnold Böcklin im Kunsthaus Zürich, 2012. Buntstifte auf Papier, 70 x 50 cm; Courtesy the artist, © Guillaume Bruère
Guillaume Bruère: Zeichnung nach Alberto Giacometti im Kunsthaus Zürich, 2014. Bleistift und Filzstift auf Papier, 21 x 13 cm; Courtesy the artist, © Guillaume Bruère
Guillaume Bruère: Zeichnung nach Alberto Giacometti im Kunsthaus Zürich, 2014. Bleistift und Filzstift auf Papier, 21 x 13 cm; Courtesy the artist, © Guillaume Bruère
Guillaume Bruère: Zeichnung nach Vincent van Gogh im Kunsthaus Zürich, 2013. Buntstift und Ölkreide auf Papier, 70 x 50 cm; Courtesy the artist, © Guillaume Bruère
Guillaume Bruère: Zeichnung nach Vincent van Gogh im Kunsthaus Zürich, 2013. Buntstift und Ölkreide auf Papier, 70 x 50 cm; Courtesy the artist, © Guillaume Bruère
Guillaume Bruère: Zeichnung nach Cindy Sherman im Kunsthaus Zürich, 2014. Buntstifte, Ölkreide und Aquarell auf Papier, 70 x 50 cm; Courtesy the artist, © Guillaume Bruère
Guillaume Bruère: Zeichnung nach Cindy Sherman im Kunsthaus Zürich, 2014. Buntstifte, Ölkreide und Aquarell auf Papier, 70 x 50 cm; Courtesy the artist, © Guillaume Bruère