9. Dezember 2019 - 19:53 / Aktuell 

Im Landhaus, dem Vorarlberger Regierungsgebäude in Bregenz, sind am Montag die Ehren- und Fördergaben für Kunst überreicht worden. Die mit je 5.000 Euro dotierten Ehrengaben gingen an Architekt Jakob Albrecht sowie die Tanzschaffenden Claudia Grava und Martin Birnbaumer. Über Fördergaben in Höhe von je 2.500 Euro durften sich Violinistin Elisso Gogibedaschwili und der Pianist Aaron Pilsan freuen.

"Mit den Ehrengaben würdigen wir das Lebenswerk herausragender Kulturschaffender und damit eine außerordentliche meist über Jahrzehnte andauernde künstlerische Qualität. Jakob Albrecht, Claudia Grava und Martin Birnbaumer beeinflussen die heimische Kulturlandschaft und bringen sich mit vollstem Engagement ein“, sagte Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink und gratulierte der Preisträgerin und den Preisträgern.

Jakob Albrecht hat seit den 1960er-Jahren seine architektonischen Spuren in Vorarlberg hinterlassen. Beispielhaft sind Projekte wie die "Siedlung an der Ach" in Bregenz (1971/72), bei dem er über 800 Wohnungen realisierte. Wenngleich das Konzept einer "gelandeten Raumstadt" dazu vom deutschen Architekten Eckhard Schulze-Fielitz (* 24. Dezember 1929 in Stettin) stammt. Seinen Ruf als Pionier verdankt Albrecht ganz unterschiedlichen Tätigkeiten: Neben zahlreichen Bauprojekten zählen dazu Flächenwidmungs- und Straßenraumplanung sowie nicht zuletzt die Kooperation mit der Kunst. Er gilt als einer der Väter von "Kunst und Bau".

An Claudia Grava (geboren 1959 in Buenos Aires) und den 51-jährigen Bregenzer Martin Birnbaumer führt in der zeitgenössischen Tanzszene Vorarlbergs kein Weg vorbei. Sie haben den Verein Netzwerk Tanz seit seiner Gründung im Jahr 2007 geprägt. Für Geschäftsführerin Brigitte Herrmann sind sie "zwei integrierende Persönlichkeiten, und dies sowohl innerhalb der Tanzszene als auch zwischen den Kulturen". Ein breites Publikum kennt die beiden als Leiter der Tangoschule beziehungsweise des Tanzstudios "Otra Luna" in Hard.

An zwei aufstrebende Musiker – Elisso Gogibedaschwili und Aaron Pilsan – gingen die mit je 2.500 Euro dotierten Vorarlberger Fördergaben für Kunst. "Mit den Fördergaben machen wir auf jüngere Künstlerinnen und Künstler aufmerksam, die in unserer Kulturlandschaft bereits deutliche Spuren gesetzt haben und noch viele hinterlassen werden“, betonte Schöbi-Fink.

Violinistin Elisso Gogibedaschwili gewann bereits als Sechsjährige ihre ersten Preise. Seitdem sind viele weitere dazugekommen. Konzertreisen haben die Lustenauerin unter anderem nach Isreal, Ungarn, China, Kanada und in die USA geführt. Ähnlich international unterwegs ist Pianist Aaron Pilsan. Neben seinen vielbeachteten Interpretationen des klassischen und romantischen Repertoires widmet er sich mit großem musikalischen Feingefühl der zeitgenössischen Musik.