10. Januar 2020 - 5:18 / Ausstellung / Design 
16. Januar 2020 8. März 2020

Zum Jahresbeginn befasst sich die Ausstellung "Making Fashion Sense" mit der radikalen Verwandlung von Mode durch Technologie. Roboterarme und Mixed Reality, Hologramme und Drohnen sind auf den internationalen Laufstegen längst in Erscheinung getreten. "Making Fashion Sense" thematisiert die grundlegende Transformation der kreativen Prozesse im Modebereich durch Technologie, sowie die künstlerischen Bestrebungen zu mehr Nachhaltigkeit: Mode, die Sinn macht.

Die Ausstellung erkundet Technologie als transformatives Instrument für KünstlerInnen und DesignerInnen als auch für die TrägerInnen von Kleidung; es geht um die Neuerfindung des Modemachens an sich. Hyperfunktionelle Materialien, welche unsere biometrischen Daten überwachen, gehören ja – insbesondere im Bereich Sport – schon zum Alltag. Diese Ausstellung befasst sich mit KünstlerInnen und DesignerInnen, welche experimentelle "Augmented Fashion"-Objekte entwickeln, die zu einer neuen Wahrnehmung unseres Umfelds, zu menschlicher Interaktion, und zum Nachdenken anregen. Kreative Modeprozesse regen durch eine neue Materialität die menschlichen Sinne an und eröffnen neue Perspektiven, welche im gegenwärtigen geopolitischen Kontext Sinn ergeben.

Kleidung kann ermutigen, trösten, oder körperliches Unbehagen auslösen. Kleidungsstücke können uniformierte Monotonie verstärken oder künstlerische Fantasie anregen. Wie bringen programmierbare Kleidungsstücke unsere Körper zum Ausdruck? Verändert Modetechnologie nicht nur unsere Bewegungen, unser Wohlbefinden und unsere Wahrnehmung unserer Mitmenschen, sondern auch unsere kreativen Perspektiven? Kann uns Modetechnologie vor und in einer dystopischen Zukunft schützen – oder verzerrt sie unsere Weltempfindung?

KünstlerInnen und DesignerInnen zeigen Mode, welche durch Technologie nicht nur Silhouetten verändert, sondern auch Produktionssysteme. Basierend auf einer nachhaltigen Produktionsethik entwickeln sie eine neue, sinnvollere Mode-Semantik. Einige Arbeiten sind neu für den Kontext der Ausstellung entstanden, so die neuen Werke von Freya Probst, BioBabes und TheKnitGeekResearch.

Making Fashion Sense
16. Jänner 2020 bis 8. März 2020
Kuratorinnen: Sabine Himmelsbach und Katharina Sand

HeK
Haus der elektronischen Künste Basel
Freilager-Platz 9
CH - 4142 Münchenstein/Basel

T: +41 / (0)61 331 58 41
W: https://www.hek.ch/

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  •  16. Januar 2020 8. März 2020 /
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