23. Januar 2017 - 3:34 / Aktuell 

Von den "Zwölf Artikeln" (Memmingen, 1525) bis zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (New York, 1949) und dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland (Bonn, 1949) ist es ein langer Weg. Immer wieder mussten sich politische Einheiten darauf verständigen, die Rechte jedes und jeder Einzelnen zu definieren und dadurch kontinuierliche friedvolle Gemeinschaft zu ermöglichen. Diese Regularien waren immer auch kulturelle Errungenschaften, die uns Leitbilder sein sollten.

Von "Kultur" wird immer dann gesprochen, wenn das Zusammenleben Probleme bereitet. Äußerst fragwürdige Begriffe wie "Leitkultur" oder "Kultur des christlichen Abendlandes" haben dann Konjunktur und dienen doch nur der Abgrenzung. Als ob Kultur jemals ein kanonisches Regelwerk gewesen wäre.

Mit dieser Ausstellung werden Künstler*innen die Frage gestellt, was Freiheit heute für sie bedeutet. Vielleicht können sie als Kulturschaffende einiges zur Klärung der Begriffe beitragen. Einige der Antworten sind offensichtliche politische Äußerungen, andere beziehen sich auf die Freiheit der Kunst und die Möglichkeiten einer nicht von Zwängen bestimmten Tätigkeit. Die Resultate in dieser Ausstellung sind so vielfältig wie vielschichtig.

Künstler*innen: Libia Castro & Ólafur Ólafson, Yvon Chabrowski, Daniel Gustav Cramer, Hannes Egger, Famed, Sebastian Hammwöhner, Kathrin Heichel, Sven Johne, Jana Müller & Wiebke Elzel, Julia Pfeiffer, Jochen Plogsties, Cornelia Renz, Martin G. Schmid, Stephan A. Schmidt, Andrzej Steinbach, Wolfgang Tillmans, Gabriel Vormstein und Matthias Wermke & Mischa Leinkauf


Freiheit, die ich meine…
28. Januar 2017 bis 1. Mai 2017
Eröffnung: Fr 27. Januar 17, 19 Uhr

Kunsthalle Memmingen
Bahnhofstraße 1
D - 87700 Memmingen

T: 0049 (0)8331 85077-1
F: 0049 (0)8331 85077-2
E: mewo.kunsthalle@memmingen.de
W: http://www.memmingen.de/kunsthalle.html

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