11. November 2019 - 9:42 / Aktuell 

Der mit 11.000 Euro dotierte und zum 39. Mal verliehene "Msgr. Otto Mauer Preis" geht in diesem Jahr an den in Wien lebenden und arbeitenden steirischen Künstler Alfredo Barsuglia. Mit der Auszeichnung wird jeweils immer das gesamte bisherige Werk eines Kunstschaffenden unter 40 Jahren prämiert. Der Preis wird von Nikolaus Krasa, Generalvikar der Erzdiözese Wien, am Mittwoch, den 4. Dezember 2019 um 19.30 Uhr in der Jesuitenkirche Wien, an Barsuglia überreicht.

Zurzeit sind Arbeiten von Alfredo Barsuglia in der Einzelausstellung "Take on me" im "Tresor" im Bank Austria Kunstforum Wien (noch bis 12. Jänner 2020) zu sehen. Künftige Ausstellungen mit Arbeiten von Alfredo Barsuglia sind zu sehen: "Daily Golem" gemeinsam mit Gelitin, Kunstforum Montofon, Schruns (7. Dezember 2019 bis 26. Jänner 2020); "Drawing into the void" (Einzelausstellung), Bildraum Bodensee, Bregenz, (3. Dezember 2019 bis 11. Jänner 2020); "Nichts" (Einzelausstellung), Kunstpavillon, Tiroler Künstler*schaft, Innsbruck (28. Februar bis 18. April 2020); "Komplizenschaft", gemeinsam mit Franz Graf, Kunstverein Eisenstadt (15. März bis 14. Juni 2020);

In einer Aussendung der Auslober des Preises heisst es, dass die Jury besonders überzeugt habe, dass sich Alfredo Barsuglia in seinem umfangreichen Werk "seit Jahren mit künstlerisch und gesellschaftspolitisch höchst relevanten Themen (Ökonomie, Ökologie, Umgang mit Natur, Funktion von Kunst/Kultur etc.) auseinandersetzt und diese in eine unverkennbare Bildsprache umsetzt." Und weiter: "Barsuglias künstlerisches Werk ist inhaltlich wie auch formal ausgesprochen vielgestaltig. Er arbeitet medien- und gattungsübergreifend, kreiert Malereien, Zeichnungen, Objekte, Performances, Videos und Rauminterventionen. Nie geht es um die bloße Präsentation eines einzelnen Werks, jede Malerei, jedes Objekt ist Teil eines größeren Ganzen, einer komplexen Geschichte. Aus hyperrealistischen Malereien, Skulpturen, verfremdeten Fundstücken der Natur wie auch der Alltagswelt und Industrie schafft er raumgreifende poetisch-irritierende Installationen, die oft auch die BesucherInnen in einem partizipativen Akt in das theatralische Geschehen miteinbeziehen. Ein feines Gespür für Materialitäten und ein subtiler Umgang mit Sprache in Form von pointierten Titeln zeichnen den Künstler aus, der seine Projekte ästhetisch laboriert und technisch gekonnt umsetzt."



Foto zVg
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