24. August 2012 - 1:36 / Archiv 

Vom 16. Juli bis 31. August 2012 präsentiert die Hospiz Galerie Bregenz Arbeiten zum Thema Weltraum. Die Ausstellung "Nach Solaris" knüpft sowohl an die Oper "Solaris" von Detlev Glanert, die dieses Jahr bei den Bregenzer Festspielen uraufgeführt wird, wie auch an den gleichnamigen Science Fiction-Klassiker von Stanislaw Lem aus dem Jahr 1961 an. Basierend auf dem Zukunftsroman des polnischen Science Fiction-Autors dreht sich Ausstellung um das moralische Problem von Schuld und Erinnerung.

Das Außen, der Ort der Weltraumstation, dient Lem – wie im Science Fiction-Genre üblich – als Projektions- und Reflexionsfläche für die Verhandlung realer menschlicher Bedingungen. Der Weltraum ist in diesem Fall nicht nur als ein physikalisch sich ständig erweiternder Raum, sondern vor allem als symbolischer Raum zu verstehen. Im 20. Jahrhundert wurde dieser zum Schauplatz politischer, geostatischer Positionskämpfe zwischen den USA und der Sowjetunion, die beide horrende Summen investierten, um die Vorherrschaft über diesen Raum zu gewinnen. Die Geschichte des Filmprojekts "Solaris" (1972) von Andrei Tarkowskij kann in diesem Sinne auch als eine politische Antwort der UDSSR auf Stanley Kubricks "Space Odyssey 2001" (1968) gelesen werden.

Die Positionen der ausstellenden KünstlerInnen Udo Fon, Markus Hanakam & Roswitha Schuller, Harald Hund, Lena Lapschina und Christian Waldvogel nehmen direkten Bezug auf die Roman- und Filmvorlage. Während Lems Protagonisten auf sich selbst und ihr Innerstes zurückgeworfen sind, fokussieren die Künstler auch auf die äußeren räumlichen Bedingungen und verwenden sie als Reflexionsfläche für die Verhandlung realer menschlicher Verhältnisse.

Nach Solaris
16. Juli bis 31. August 2012

Hospiz Galerie Bregenz
Gallusstraße 38, 6900 Bregenz

Öffnungszeiten:
Mo bis Fr 14 - 18 Uhr



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Roswitha Schuller & Markus Hanakam: 'Shuttle', 2008. Videostill; Copyright: Schuller & Hanakam
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Launch Pad 65L (2011), Multimedia-Installation (Ausstellungsansicht); Copyright: Lena Lapschina
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Udo Fon: 'Sternenfeld', 2012; C-Print. Udo Fons künstlerische Arbeit ist bestimmt von der Auseinandersetzung mit virtuellen Welten. (Copyright: Udo Fon)