12. November 2016 - 4:32 / Aktuell 

Am Donnerstag, dem 17. November 2016, feiert um 20 Uhr der preisgekrönte Monolog "Am Boden" des US-Amerikaners George Brant Premiere in der Lokremise. Brants weltweit gespieltes Stück handelt von einer Kampfpilotin und ihrem Alltag zwischen einer amerikanischen Durchschnittsfamilie und dem scheinbar virtuellen Krieg per Drohne. Die Debatte um den Einsatz von Drohnen in Kriegsgebieten ist heute aktueller denn je.

In der Lokremise bringt der Regisseur und Videokünstler Clemens Walter den Monolog mit einem Live-Kameramann auf die Bühne und schlägt damit den Bogen zu seiner filmischen Arbeit. Am Boden wird so eine Inszenierung, die mit der Grenze von Theater und Film spielt.

Eine US-amerikanische Kampfpilotin darf wegen ihrer Schwangerschaft nicht länger fliegen. Ihren geliebten F-16-Kampfjet "Tiger" fliegt ein anderer, ihre Ziele sieht sie nur noch auf dem Bildschirm. Sie steuert aus einem Hangar bei Las Vegas eine Drohne, die über einem 8000 Meilen entfernten Gebiet kreist. Tagsüber ist sie so der Realität enthoben und jagt Terroristen per Joystick, um auf Befehl gezielte Tötungen durchzuführen. Abends fährt sie zurück zu ihrer Familie. Immer stärker verschwimmen die Grenzen der Realität. Als sie endlich einen hochrangigen Terroristen durch Afghanistan verfolgt, wird sie zur erbarmungslosen Jägerin.

Stiftung Lokremise
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