19. Januar 2017 - 4:11 / Aktuell 

Ab Donnerstag, 26. Januar geht das Theater St.Gallen in Ferdinand von Schirachs Gerichtsdrama "Terror" der Frage nach: Dürfen Menschen getötet werden, um Menschen grösserer Zahl zu retten? Spätestens seit der Ausstrahlung der gleichnamigen TV-Verfilmung und der kontroversen Zuschauerdiskussion in der Schweiz, Deutschland und Österreich ist das Stück in aller Munde.

Der Bestseller-Autor Ferdinand von Schirach, selbst Anwalt und Strafverteidiger, hat ein Gerichtsdrama geschrieben: Lufthansa-Airbus A320 auf dem Weg nach München ist in der Gewalt eines Terroristen. Das Flugzeug steuert auf die vollbesetzte Allianz-Arena zu, in der gerade das Länderspiel Deutschland - England läuft. Kampfpilot Major Lars Koch erhält den Befehl, sich in die Nähe der entführten Maschine zu begeben. Aber was soll er tun? Er schiesst die Maschine ohne Befehl ab und tötet damit 164 Menschen, um das Leben von 70 000 Menschen zu retten.

Manuel Bürgin, Leiter des Theater Winkelwiese, inszeniert Schirachs Gerichtsdrama, das sich mit der spannenden moralischen Frage auseinandersetzt: Darf Leben gegen Leben abgewogen werden? Am Ende wird der Zuschauer selbst zum Schöffen und muss sich der Frage nach Recht oder Unrecht stellen.


Terror von Ferdinand von Schirach
Premiere: Donnerstag, 26. Januar 2017, 20 Uhr

Stiftung Lokremise
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CH - 9000 St. Gallen

T: 0041 (0)71277-8200
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