22. Oktober 2007 - 2:58 / Ausstellung / Archiv 
2. März 2007 28. Oktober 2007

Seit dem frühen 18. Jahrhundert sind mehrere Hunderttausend Schweizer in die USA ausgewandert. Viele haben nachhaltige Spuren in verschiedenen Bereichen hinterlassen. Heute haben rund 1,2 Millionen US-Bürgerinnen und Bürger Schweizer Wurzeln. Eine vom Verein Migrationsmuseum in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Landesmuseum konzipierte Ausstellung veranschaulicht den Schweizer Einfluss in den USA am Beispiel bekannter Persönlichkeiten.

Die Ausstellung »Small Number – Big Impact« erzählt über Erinnerungsstücke, Dokumente, Audiostationen und Bildprojektionen die Erfolgsgeschichte von historischen und zeitgenössischen Auswanderern. Porträtiert werden in den Bereichen Kultur, Musik, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft die Protagonisten Marc Forster (Filmemacher), Adolph Rickenbacher (»Vater« der E-Gitarre), Albert Gallatin (Finanzminister unter Präsident Thomas Jefferson), Elisabeth Kübler-Ross (Sterbeforscherin) sowie Louis Chevrolet (Rennfahrer und Autokonstrukteur) und weitere Persönlichkeiten wie Robert Frank (Fotograf), Mari Sandoz (Schriftstellerin), Gottardo Piazzoni (Maler), Steve Ballmer (CEO Microsoft) oder Othmar H. Ammann (Brückenbauer). Umgekehrt äussern sich Amerikanerinnen und Amerikaner wie Linda Graedel (Zeichnerin) oder David B. Bancroft (Betriebswirtschafter) aus Schaffhausen in Videointerviews über ihr Leben in der Schweiz.

Die im Sommer 2006 mit Unterstützung von Präsenz Schweiz unter dem Titel »Small number – Big impact« im Immigrationsmuseum auf Ellis Island, New York, gezeigte Wanderausstellung wird im Landesmuseum Zürich um den historisch bedeutenden Aspekt der Schweizer Massenauswanderung ergänzt. Dies anhand der Beispiele der Kantone Glarus und Tessin, die im 19. Jahrhundert neben dem Kanton Schaffhausen gesamtschweizerisch die höchsten Auswanderungswellen zu verzeichnen hatten. Die von Ort zu Ort unterschiedlichen Gründe für die Auswanderung kommen dabei ebenso zur Sprache wie die für die jeweiligen Auswanderergruppen »typischen« Destinationen in den USA. Hörstationen mit Schilderungen der prekären Umstände während der vier- bis achtwöchigen Überfahrt aus Briefen »kleiner Leute« vermitteln einen unmittelbaren Eindruck der Auswandererschicksale.


Begleitpublikation: »Small Number – Big Impact« - Schweizer Einwanderung in die USA. Herausgegeben vom Verein Migrationsmuseum, Bruno Abegg und Barbara Lüthi. Verlag Neue Zürcher Zeitung, 2006. ISBN 978-3-03823-259-9. CHF 68.–, Euro 46.–

Small Number – Big Impact
Sonderausstellung zur Schweizer Einwanderung in die USA
bis 28. Oktober 2007 im Schweizerischen Landesmuseum Zürich

Schweizerisches Landesmuseum
Museumstrasse 2
CH - 8021 Zürich

T: 0041 (0)44 218 65 11
E: kanzlei@slm.admin.ch
W: http://www.landesmuseum.ch/

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Gruppenbild während eines Bankets. 'New York Swiss Club Hotel Astor December 5, 1905'. © Schweizerisches Landesmuseum, Zürich
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Inserat der von einem Tessiner mitbegründeten 'Italian Swiss Wine Colony' aus dem Jahr 1946. Schweizerisches Landesmuseum, Zürich. © Italian Swiss Colony
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Ansicht der von einem Tessiner mitbegründeten 'Italian Swiss Wine Colony' in Asti, Sonoma County, Kalifornien, auf einer Postkarte (um 1910). © Schweizerisches Landesmuseum, Zürich.
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Ansicht der von einem Tessiner mitbegründeten 'Italian Swiss Wine Colony' in Asti, Sonoma County, Kalifornien, auf einer Postkarte (um 1910). © Schweizerisches Landesmuseum, Zürich.
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'The Frying Pan'. Die erste in Serie produzierte elektrische Gitarre. Die wegen ihrer Form 'Bratpfanne' genannte Gitarre wurde von dem gebürtigen Basler Adolph Rickenbacher 1932 mitentwickelt und in Serie produziert. © Privatbesitz