26. Februar 2012 - 1:18 / Ausstellung / Archiv 
10. Februar 2012 3. März 2012

Timo Huber lebt als Architekt und Künstler in Wien. In den sechziger und siebziger Jahren nahm er an Performances und Filmen des Wiener Aktionismus teil und war Gründungsmitglied der Architekturgruppe Zünd-Up sowie der Aktionsgruppe Salz der Erde. Beide Gruppen exponierten sich mit ihren Utopien, experimentellen und visionären Ideen und propagierten eine radikalisierte Architekturauffassung: Dabei ging es im Wesentlichen um politische und soziale Konflikte, deren gesellschaftspolitische Brisanz sich in Provokation und Protest äußerten.

In diesem pointierten Kontext, um die Vielfalt von Spektren der folgenden Jahrzehnte erweitert, stehen auch Hubers spätere künstlerische Arbeiten – Montagen und Zeichnungen – die in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt wurden.

Mit der Ausstellung "Traumbeute" präsentiert Timo Huber seine neuesten Arbeiten, die sich in verschiedene Themenblöcke gliedern. Neben expressiven Zeichnungen, gleichsam seismografischen Notationen, die sich aus den Gedanken und Träumen befreit zu haben scheinen, entstehen viele Werke durch Überlagerung mehrerer Schichten von Realitätssplittern und damit verbundenen Bedeutungsebenen; fasziniert vom Verführungspotential und der Irritationskraft alltäglicher Bildwelten, die auf unterschiedlichste Sensibilisierungen unserer Wahrnehmungsgewohnheiten wirken, bilden diese Anstoß und Inspiration seiner Arbeiten.

"…wäre das eine Collage zu nennen, nein, das war einmal ein Mal, das hier, heute, Timo Huber, das ist etwas anderes, da ist etwas von Suche, die nicht nur etwas als zusammengewürfeltes Material vor sich hat, sondern die etwas in sich weiß, was noch nicht ist, und das ist nicht nur das Material aus der Erfahrung hinter sich, verflixt und aufgenäht, die Nahtstelle ist es, die er aufsucht, die andere Grenze hinter und vor den vorgegebenen Grenzen des Körpers der Wesen und der Gegenstände, nicht deren Haut, sondern diese als Haut, diese als Strich aus Strichen, als Bild aus Bildern, der Mensch und seine Dinge, in denen sich diese gegenseitig verfangen, verstricken, einzeichnen und ausgestanzt werden" (Ferdinand Schmatz)

Timo Huber - Traumbeute
10. Februar bis 3. März 2012

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