27. April 2016 - 4:30 / Aktuell 

Am Donnerstag, 28. April, lädt um 12.30 Uhr das Take Away, die 30-minütige Kurzführung über Mittag, zu einem Abstecher aus dem Alltag und in die Welt der Kunst. Christina Jacoby, Leiterin der Kunstvermittlung, führt vor ausgewählte Werke der Ausstellung "TeleGen" und wirft die zentralen Fragen auf: Was macht das Fernsehen mit der bildenden Kunst, wie gehen Künstlerinnen und Künstler mit dem Fernsehen um? Wie hat das Massenmedium unsere visuelle Kultur seit den 1960er-Jahren beeinflusst, und welche Veränderungen hat es selbst durchlaufen?

Um 18 Uhr referiert Dieter Daniels, Kurator der Ausstellung, zum "Crossover der Gattungen der frühen Fernsehkunst". Im Vortrag legt er wichtige Erkenntnisse aus den mehrjährigen Recherchen zur Ausstellung "TeleGen" dar. Jene haben gezeigt, dass sich zwischen 1960 und 1965 mehr als 20 Künstler und Künstlerinnen in ihrer Arbeit mit dem Fernsehen auseinandersetzten und dabei auf unterschiedliche Medien wie Malerei, Bildhauerei, Collage, Fotografie, Film und Performance zurückgriffen, in einigen Fällen unter Verwendung modifizierter Fernsehgeräte.

Diese Beispiele einer "TV-Kunst" entstanden in einer Zeit, als Kunstschaffende noch keinen Zugang zu Videorecordern und Videokameras hatten. Der Vortrag legt den Schwerpunkt auf die historischen Positionen, um von dort auf die bekannten Kunstgattungen zu referieren.

Dieter Daniels (* 1957) ist Professor für Kunstgeschichte und Medientheorie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB). Als Kunstwissenschaftler, Medientheoretiker und Ausstellungskurator arbeitet er zu den Themenschwerpunkten Mediengeschichte, Medienkunst, Relation von Kunst und Musik sowie Denkmal- und Erinnerungskultur. Daniels ist Autor und Herausgeber von Monografien zu Marcel Duchamp, George Brecht und John Cage.

Kunstmuseum Liechtenstein
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