21. Mai 2011 - 2:43 / Ausstellung / Skulptur 
7. April 2011 28. Mai 2011

Es scheint gleich zu sein, in welcher Reihenfolge man die Worte "Körper", "Farbe" und "Raum" zueinander gesellt, immer beschreiben sie die mehrteiligen Objekte Elisabeth Varys. In der Schaffensabfolge, dem Arbeitsprozess, baut die Künstlerin nach einer Skizze einen Körper aus Karton. Geklebt, grundiert und geschliffen, wird der neutral weiße Rohling zur geometrischen Figur.

Er beibt nicht alleine, ein oder mehrere Gefährten gesellen sich zu ihn, weitere gebaute Körper, die auf die Frage nach einer Örtlichkeit antworten. Sie liegen aufeinander, verkeilt, vererkert oder gesellen sich in Sichtweite zu ihm. So beinhalten und beschreiben alle zusammen Volumen wie Raum. Gleich dem tektonischen Aufbau der Körper, diesem prozesshaften Erarbeiten von Grund und Raum, wächst auch die Farbe in ihrer Ausdehnung und Beschaffenheit aus ihnen heraus. Sie liegt nicht einfach auf der Oberfläche, sondern bedingt sich aus der Form ihres Trägers. Farbe selbst selbst ist Körper, stimmt in den Dialog der Räume ein, antwortet in ihrer Tonigkeit, hallt nach oder wiederholt.

Elisabeth Varys Farbe ist immer Haltung, die sich aus dem Träger, seiner Beschaffenheit, seinem Grund und seiner Ausbreitung bedingt, um alsbald darüber hinauszuwachsen, zur eigenen Erscheinung, zur individuellen Einmaligkeit zu finden. Ulrike Schick

Elisabeth Vary
7. April bis 28. Mai 2011

Galerie Feurstein
Johannitergasse 6
A - 6800 Feldkirch

T: 0043 (0)5522 21034
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W: http://www.galeriefeurstein.at

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Ohne Titel, Öl auf Karton
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Ohne Titel, Öl auf Karton
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Ohne Titel, Öl auf Karton
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Ohne Titel, Öl auf Karton