24. Juni 2011 - 3:09 / Bühne 

"Der Parzifal hat mich viel beschäftigt; namentlich geht mir eine eigentümliche Schöpfung, ein wunderbar weltdämonisches Weib (die Gralsbotin) immer lebendiger und fesselnder auf. Wenn ich diese Dichtung noch einmal zu Stande bringe, müsste ich damit etwas sehr Originelles liefern", schrieb Richard Wagner am 2. März 1859 an Mathilde Wesendonck.

Über zwanzig Jahre sollten vergehen, bis jenes Werk vollendet war, mit dessen Vorspiel die Zuhörer "der Erscheinungswelt enthoben und für die Aufnahme der ewigen Idee der Welt" vorbereitet werden sollten. Für seine dem "Parsifal" zugrundeliegende Idee, dass die Menschheit nur durch Mitleid erlöst werden kann, fügte Wagner Elemente aus der christlichen und buddhistischen Religion zusammen und kombinierte Motive aus verschiedensten Sagen, Legenden und Mythen.

Seiner Überzeugung nach war es der Kunst vorbehalten, das innerste Wesen der Religion, frei von jeder dogmatischen Begriffsfiktion, zum Bewusstsein zu bringen: "Man könnte sagen, dass da, wo die Religion künstlich wird, der Kunst es vorbehalten sei, den Kern der Religion zu retten, indem sie die mythischen Symbo­le, welche sie im eigentlichen Sinne als wahr geglaubt wissen will, ihrem sinnbildlichen Werte nach erfasst, um durch ideale Darstellung derselben die in ihnen verborgene tiefe Wahrheit erkennen zu lassen."

Daniele Gatti übernimmt die musikalische Leitung von Wagners "Bühnenweihfestspiel", das – wie Verdis "Falstaff" – das letzte musiktheatralische Werk des Komponisten werden sollte.

Parsifal von Richard Wagner
Zürcher Festspiele
Premiere: So 26. Juni 2011, 17 Uhr

Weitere Vorstellungen:
29. Juni 2011
3./ 5./ 10. Juli 2011
2./ 9. Oktober 2011

Opernhaus Zürich
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