21. Mai 2020 - 15:11 / Ausstellung / Gegenwartskunst
30. Mai 2020 20. September 2020

Spekulation, Zukunftstraum, Ideal? Das Neue Museum in Nürnberg widmet sich in einer großen interdisziplinären Ausstellung dem Potenzial des Utopischen aus Sicht von über 30 KünstlerInnen und GestalterInnen. Unter dem Motto "Was, wenn ...? Zum Utopischen in Kunst, Architektur und Design" zeigt die von Gastkuratorin Franziska Stöhr konzipierte Ausstellung in fünf Kapiteln Fotografien, Filme und Videos, Zeichnungen, Architekturmodelle und Objekte, raumgreifende oder interaktive Installationen.

Wie wollen wir heute leben und mit welchen künstlerischen Mitteln können wir dafür Ansätze finden? Dazu bringt die Ausstellung zeitgenössische Positionen in Dialog mit Referenzen der 1960er und 1970er Jahre. Sie versammelt in der Präsentation in zentralen utopischen Themenkomplexen wie Staat und Stadt ImpulsgeberInnen für ein neues Verständnis dieser Strukturen. Wichtige inhaltliche Schwerpunkte der Ausstellung sind auch das Verhältnis individueller und gesellschaftlicher Utopien sowie alternative Perspektiven auf unseren Umgang mit Natur und Technologien.

Die Ausstellung greift aktuelle Forderungen nach neuen Utopien für das 21. Jahrhundert auf und will dazu anregen, gesellschaftliche Diskussionen und Zukunftsvisionen nicht über dystopische Prophezeiungen anzustoßen, sondern mit produktiven Diskussionen neue Denkmodelle zu fördern. Die Kraft der Imagination und die Chance, die diese Visualisierungen für unsere Diskurse bieten, demonstrieren die Relevanz von Kunst und Gestaltung für die Entwicklung neuer Utopien. Begreift man die Utopie als eine Methode des Denkens, als einen geistigen Freiraum, in dem zunächst einmal, unabhängig vom aktuell Realisierbaren, Konzepte für die Zukunft in Verbindung mit einer kritischen Reflexion der Gegenwart erprobt werden, gewinnt sie für das Jetzt unmittelbare Bedeutung. Kunst, Architektur und Design können als kreative Motoren we- sentlich dazu beitragen, solche alternativen Denkmodelle zu fördern und die Qualität des Utopi- schen neu zu bewerten.

Gezeigt werden Beiträge von Joseph Beuys, Böhler & Orendt, Cao Fei, Céline Condorelli, Richard J. Dietrich, Dunne & Raby, European Democracy Lab, Peter Fischli & David Weiss, Gehl – Making Cities for People, Alexandra Daisy Ginsberg; Martina Fineder, Harald Gründl, Ulrike Haele – Institute of Design Research Vienna, Andrés Jaque - Office for Political Innovation mit Patrick Craine, Mike Kelley, Martin Kippenberger, Christian Kühn und Harald Trapp, Los Carpinteros, mischer'traxler studio, OMA, Nam June Paik, Paola Pivi, Sascha Pohflepp, Wolf D. Prix - Coop Himmelb(l)au, Yara Said - The Refugee Nation, Traumnovelle, WAI Architecture Think Tank (Cruz Garcia & Nathalie Frankowski), Wideshot, Stephen Willats, Liam Young.

Was, wenn ...? - Zum Utopischen in Kunst, Architektur und Design
30. Mai bis 20. September 2020

Neues Museum Nürnberg
Luitpoldstraße 5
D - 90402 Nürnberg

T: 0049 (0)911 24020-20
F: 0049 (0)911 24020-29
E: info@nmn.de
W: http://www.nmn.de/

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  •  30. Mai 2020 20. September 2020 /
Cao Fei, "Whose Utopia", 2006, Courtesy of the artist and Vitamin Creative Space
Cao Fei, "Whose Utopia", 2006, Courtesy of the artist and Vitamin Creative Space
Cao Fei, "Whose Utopia", 2006, Courtesy of the artist and Vitamin Creative Space
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mischertraxler, "LeveL: the fragile balance of utopia", 2016 Courtesy of the artists · Foto: Simon Scherrer
mischertraxler, "LeveL: the fragile balance of utopia", 2016 Courtesy of the artists · Foto: Simon Scherrer
WAI Architecture Think Tank (Cruz Garcia & Nathalie Frankowski) · Cities of the Avant-Garde, 2011 2020 Courtesy Cruz Garcia & Nathalie Frankowski / WAI Architecture Think Tank
WAI Architecture Think Tank (Cruz Garcia & Nathalie Frankowski) · Cities of the Avant-Garde, 2011 2020 Courtesy Cruz Garcia & Nathalie Frankowski / WAI Architecture Think Tank