14. Juli 2019 - 8:50 / Aktuell 

Die 1984 in Zürich geborene Kunsthistorikerin Sarah Merten wird neue Leiterin der Galerie im Gluri Suter Huus im schweizerischen Wettingen. Merten konnte sich in einem mehrstufigen, öffentlich ausgeschriebenen Bewerbungsverfahren durchsetzen und wird ihr neues Amt in der Gemeindegalerie im Herbst dieses Jahres antreten.

Die designierte neue Chefin des Gluri Suter Huus' zeichne sich durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen akademischer Forschungsarbeit und praktischen Erfahrungen in Kunstgalerien und Museen aus, heisst es in einer Mitteilung dazu. Ergänzend zur Kunstgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit studierte Merten den Angaben zufolge im Nebenfach Allgemeine Geschichte und Pädagogik und schrieb die Lizenziatsarbeit "Unabhängige Kunsträume?“. Über Weiterbildung, aber insbesondere auch durch ihre Forschungsmitarbeit an der Fachhochschule Luzern zum Thema "Off OffOff Of? Schweizer Kulturpolitik und Selbstorganisation in der Kunst seit 1980" habe sie sich breites Wissen über unterschiedliche Strategien der Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit angeeignet. Insbesondere während ihrer mehrjährigen Tätigkeit für Galerien und seit 2012 für das Kunstmuseum Bern, Abteilung Gegenwartskunst, in assistierender und projektleitender Funktion, sei sie mit der Betreuung von Künstler_innen, Konzeption und Organisation von Ausstellungen, Rahmenprogrammen und mit der Vermittlung betraut gewesen.


Sarah Merten arbeitet gemäss Aussendung nebenher an ihrem Dissertationsvorhaben an der HGB Leipzig "zur Funktion von Ausstellungstexten". 





Die Galerie im Gluri Suter Huus versteht sich als Schnittstelle zwischen lokaler und überregionaler Kunst, als Gefäss der Reflexion und Auseinandersetzung, welches mit monografischen und mit thematischen Ausstellungen sowie mit einer interdisziplinären Ausrichtung künstlerische und gesellschaftliche Fragen zur Diskussion stellt.

 Sarah Mertens Interesse liege insbesondere darin, für dieses regional verankerte Ausstellungshaus ein Programm zu gestalten, das sich einerseits in die kulturpolitische wie sozial-geografische Situation einbettet und dabei andererseits über den lokalen Horizont hinausweise.



Neben der Leitung der Galerie als Kernaufgabe nimmt Merten künftig auch Einsitz in der Kulturkommission der Gemeinde und wird mit der Pflege der über 1‘050 Kunstwerke umfassenden Kunstsammlung betraut sein.



Sarah Merten (Bild: zVg)
Sarah Merten (Bild: zVg)